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EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Hier können Sie lesenswerte Nachrichten zur Börse, Euro / Dollar, Öl, Finanzkrise, Inflation, Wirtschaft etc. aus Deutschland und dem Rest der Welt einstellen.

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 21.06.2015, 21:41

"EU report proposes EU-wide deposit insurance by 2017

European Union savers should have their deposits guaranteed against a bank default by an EU-wide guarantee that would complement by mid-2017 existing national schemes, the presidents of five EU institutions proposed in a report to be published on Monday.
..."
Quelle: http://www.reuters.com/article/2015/06/ ... OB20150621

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Bumerang
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Beitragvon Bumerang » 21.06.2015, 22:40

In der Fiatwelt ist die Garantie sogar erfüllbar. Geld ist nicht das Problem, sondern die (Hyper)Inflation. Sie steigt plötzlich wenn man "das Ganze" auf ein Mal ausgeben möchte, weil man Angst bekommt. Deshalb soll die Garantie das (Reserve=Spar)Geld an die Banken "binden" damit die Preise stabil bleiben. So werden sie nicht ausgegeben, maximal nur der Teil, der für den Konsum angespart wurde, das gerne auch ausgegeben werden soll. Nur nicht unbedingt für das "Falsche" (Gold, Immos, Kunst etc).

Die vorbereitete Bail Inn Lösung ist nur die halbe Miete. Zwar kann sie eine unmittelbare Hyperinflation verhindern, weil das Geld gesperrt oder gar enteignet/versteuert wird. Doch überlebt keine Fiatwährung so eine Aktion. Wer wird noch sein Geld auf dem Konto lassen oder sich dorthin überweisen, nach dieser Erfahrung. Selbst wenn das Gehalt aufs Konto muss, ist der Überschuss sofort wieder weg. Natürlich sind die Sparer Rasiert, aber die Währung auch.
Gruß

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 21.06.2015, 22:58

@Bumerang

Es wäre schön, wenn Du halbwegs beim Threadthema bleiben könntest. Zur Thematik Geldtheorie, Inflation usw. sowie deren Auswirkungen und Sinnhaftigkeit gibt es entsprechende Threads. Hier soll es eher um die technischen Aspekte der Einlagensicherung + Bankenabwicklung und deren rechtliche Umsetzung/Ausgestaltung gehen.

Danke.

smilie_24

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 18.10.2015, 18:12

-"Deutsche bremsen bei europäischer Einlagensicherung

Gegen den Widerstand der Bundesregierung plant die EU-Kommission den nächsten Schritt der europäischen Bankenunion. Dabei haben die Mitgliedsstaaten die ersten Reformen noch nicht umgesetzt.
..."
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... erung.html


-"Europa will Zugriff auf die deutsche Einlagensicherung

Ein milliardenschwerer Fonds sichert Deutschlands Sparer gegen mögliche Bankpleiten ab. Nun soll eine europäische Einlagensicherung entstehen. Warum sich Sparkassen, Volksbanken und Kunden wehren.
..."
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... erung.html


Zum sogenannten "milliardenschweren Fonds" ...
Jacob hat geschrieben:...
"Ein Rechtsanspruch auf ein Eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht."
http://bankenverband.de/verbraucher/sho ... 56eb7eb25d

Im Jahr 2011 soll der Betrag bzw. das Umlaufvermögen bei 4,6Mrd. gelegen haben (andere Quellen sagen, dass es sich bei den 4,6Mrd. um den Gesamtbestand aller Einlagensicherungssysteme in Deutschland handelt, also + Sparkassen usw.), es gibt aber allgemein vom Einlagensicherungsfonds keine offiziellen Angaben oder Zahlen dazu.

Das der Fonds nicht mal ansatzweise über die notwendigen Mittel verfügt, zeigt sich im Zusammenhang mit der Entschädigung Betroffener im Lehmann-Brothers Fall.
http://ec.europa.eu/competition/state_a ... 4_34_2.pdf

"(7) Aufgrund der Finanzmarktkrise musste der Einlagensicherungsfonds bereits in
mehreren Fällen (zum Beispiel IKB, Hypo Real Estate und Düsseldorfer
Hypothekenbank) in erheblicher Höhe Unterstützungs- und Entschädigungsleistungen
erbringen. Deshalb verfügt der Einlagensicherungsfonds gegenwärtig über [nicht
ausreichende liquide Mittel] um die Entschädigungsleistung in Höhe von EUR [5,5-
7,5] Mrd. zu gewährleisten. Da die Entschädigung bis Ende [Monat] 2009 durchgeführt
werden muss, ist vor diesem Hintergrund eine […] Refinanzierung der […]
Entschädigungsleistung in Höhe von EUR [5,5-7,5] Mrd. notwendig."


Läuft, die Spareinlagen in Deutschland lagen damals irgendwo bei 1.5-2 Billionen und das Ding konnte nicht mal max. 7.5Mrd. gewährleisten/absichern.
...
viewtopic.php?p=431488#p431488

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 21.11.2015, 14:17

"EU verschont Sparkassen vor neuem Sicherungsfonds

Ein gemeinsamer Fonds soll künftig alle Europäer vor Bankenpleiten bewahren – deutsche Institute sind dagegen. Jetzt werden die Sparkassen von den Plänen ausgenommen. Aber das ist nur ein Etappensieg.
..."
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article14 ... fonds.html

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Datenreisender
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Deutsche Sparer sollen für griechische Banken haften

Beitragvon Datenreisender » 23.11.2015, 07:49

Einlagenschutz
Deutsche Sparer sollen für griechische Banken haften

Die Kommission macht ernst: Sie will eine europäische Einlagensicherung für Banken schaffen.
Das erhöht die Risiken für deutsche Bankkunden.

http://www.faz.net/aktuell/politik/euro ... 23344.html
Erfolgreich gehandelt mit: detonic96 (2x), goldjunge53, -bobi- (3x), v5, John Ruskin (3x), san agustin (2x), Sumpek, Silbermax, Kaiserwetter, holly07, trophy, michasi, MapleHF, Willi, Schatzi, Telefon, silberfux, Werderaner, d.pust, mambo, HanzDieter1, silbersauger, HerrHansen, LeipzigGold, ticles, harley, mikawo, peso46, Muddi, $Unzennerd$, Silent, Silberhamsterchen, Goldsilberfan

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Jacob
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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon Jacob » 08.01.2016, 22:14

-"Einheitlicher Banken-Abwicklungsmechanismus vollständig in Kraft

Der einheitliche europäische Banken-Abwicklungsmechanismus SRM (Single Resolution Mechanism) ist zum 1. Januar 2016 vollumfänglich in Kraft getreten. Der europäischen Abwicklungsbehörde SRB (Single Resolution Board) obliegt nun die Verantwortung für die Durchführung von Abwicklungs- und Restrukturierungsmaßnahmen für die knapp 150 grenzüberschreitend bedeutenden Banken bzw. Bankengruppen aus den teilnehmenden Mitgliedstaaten. Alle anderen Institute verbleiben vorerst in der vollen Verantwortlichkeit der nationalen Abwicklungsbehörden.
..."
Quelle: http://www.cep.eu/cep-aktuell-archiv/ar ... kraft.html


-"European Commission - Press release: Single Resolution Mechanism to come into effect for the Banking Union

The Single Resolution Mechanism (SRM) will become fully operational on 1 January 2016. The SRM implements the EU-wide Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD) in the euro area. The full resolution powers of the Single Resolution Board (SRB) will also apply as of 1 January 2016 (IP/14/2784).

A milestone on building the Banking Union for the Euro area is about to be reached: on 1 January 2016, the Single Resolution Mechanism will become fully operational. The SRM will bolster the resilience of the financial system and help avoid future crises by providing for the timely and effective resolution of cross-border and domestic banks.

..."
Quelle: http://europa.eu/rapid/press-release_IP ... ?locale=en

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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon Jacob » 11.01.2016, 11:20

"Bail-in in Italien und Portugal

Die europaweite Enteignung nimmt ihren Lauf

Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit ist es in den vergangenen Wochen bei Bankenrettungen in Italien und in Portugal zur Anwendung des sogenannten "Bail-in", also der Enteignung von Sparern, Aktionären und Anlegern, gekommen. In Italien waren vier Volksbanken in der Toskana (vergleichbar den deutsche Raiffeisenbanken) mit mehr als 1 Mio. Kunden betroffen. 130.000 Aktionäre und etwa 12.500 Anleihegläubiger – unter ihnen viele Kleinsparer und Rentner – verloren insgesamt ca. 750 Mio. Euro.

Die vier Volksbanken (Banca delle Marche, Banca Popolare dell’Etruria, Cassa di Risparmio di Ferrara und Cassa di Risparmio di Chieti) wurden unter Führung der italienischen Zentralbank (Banca d’Italia) mit Geldern der UniCredit, der Intesa Sanpaolo, der Ubi Banca und durch Mittel der staatlichen Einlagensicherung mit einer Geldspritze in Höhe von etwa 3,6 Mrd. Euro gerettet. Nach der Bündelung ihrer faulen Kredite in einer Bad Bank sollen die vier Geldinstitute nun an Investoren weiterverkauft werden.

Die Maßnahme selbst wie auch die Tatsache, dass die europäischen Medien sie weitgehend totschwiegen, sollte allen Menschen in Europa als Warnung und als Weckruf dienen: Am 1. Januar 2016 ist nämlich die europäische Bankenabwicklungs-Richtlinie (BRRD – Bank Recovery and Resolution Directive) in Kraft getreten. Damit ist das Prinzip des "Bail-in" innerhalb der gesamten Eurozone geltendes Recht.

..."
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47083/1.html

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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon Jacob » 21.02.2016, 11:48

"Ökonomen kritisieren Sparer-Haftung bei Bankenpleite

Seit diesem Jahr gelten neue Regeln bei Bankpleiten. Auch Sparer, die mehr als 100.000 Euro auf dem Konto haben, müssen nun für einen Bankrott haften. Ökonomen sehen darin ein unkalkulierbares Risiko.
..."
Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article1524 ... leite.html

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Jacob
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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon Jacob » 10.04.2016, 22:58

FMA erlässt den Rahmen für die Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG:

Gläubigerbeteiligung, Streichung der Zinsen, Vereinheitlichung der Fälligkeiten.

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat heute in ihrer Funktion als nationale Abwicklungsbehörde gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) per Mandatsbescheid die Eckdaten der weiteren Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG erlassen. Die wesentlichsten Maßnahmen sind

• ein Schuldenschnitt von 100% für alle nachrangigen Verbindlichkeiten,
• ein Schuldenschnitt um 53,98% auf 46,02% für alle berücksichtigungsfähigen vorrangigen Verbindlichkeiten,
• die Streichung aller Zinszahlungen ab 1.3.2015, als die HETA unter Abwicklung gemäß BaSAG gestellt worden ist,
• sowie eine Vereinheitlichung der Fälligkeiten aller berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten auf 31.12.2023.

Laut aktuellem Abwicklungsplan der HETA soll der Abbau bis 2020 abgeschlossen sein, die Rückführung all ihrer Forderungen sowie der rechtskräftige Abschluss aller offenen Rechtsstreitigkeiten sind aber realistischer Weise erst bis Ende 2023 zu erwarten. Erst dann kann das Vermögen letztgültig aufgeteilt und die Gesellschaft liquidiert werden.

„Obwohl die Anwendung des neuen europäischen Sanierungs- und Abwicklungsregimes für Banken juristisch und praktisch völliges Neuland ist, sind wir mit der Abwicklung der HETA im Plan und auch die Realisierung der Vermögenswerte macht zufriedenstellende Fortschritte“, so der Vorstand der FMA, Mag. Helmut Ettl und Mag. Klaus Kumpfmüller: „Mit den nun verordneten Maßnahmen gemäß BaSAG steht das Grundgerüst für die geordnete Abwicklung, die den Zielen des neuen europäischen Abwicklungsregimes – Sicherung der Stabilität des Finanzmarktes, Schonung des Steuerzahlers und Beteiligung der Gläubiger – voll gerecht wird. Dieses Maßnahmenpaket stellt überdies die Gläubigergleichbehandlung sicher. Die geordnete Abwicklung ist vorteilhafter als ein Insolvenzverfahren.“

Dieser Abwicklungsplan baut auf einem Gutachten einer von der FMA beauftragten Wirtschaftsprüfungskanzlei auf, die auf Basis der Abwicklungsplanung der HETA – unter sehr konservativen Annahmen – bewertet und geschätzt hat, um wieviel am Ende der Abwicklung die Forderungen der Gläubiger das bare Vermögen der HETA übersteigen werden. Nach Abzug des Abwicklungsaufwands beträgt diese Erfüllungsquote 46,02%. Zusätzlich wurde in einem Gutachten errechnet, dass die Konkursquote im Falle eines Insolvenzverfahrens bestenfalls 34,8% betragen würde. Die Abwicklung gemäß BaSAG ist daher für alle eindeutig vorteilhafter.

Obwohl die Fälligkeit aller berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten mit spätestens 31.12.2023 festgesetzt wurde, behält sich die FMA die Möglichkeit vor, frühere freiwillige Teilauszahlungen zu gestatten.

Knapp vor dem Mandatsbescheid vom 10.4.2016, mit dem die Abwicklungsmaßnahmen gemäß BaSAG erlassen wurden, hat die FMA den Vorstellungsbescheid zum Maßnahmenbescheid vom 1.3.2015, mit dem die HETA unter Abwicklung gemäß BaSAG gestellt und ein Schuldenmoratorium bis 31.5.2016 erlassen wurde, veröffentlicht. In diesem Vorstellungsbescheid würdigt und prüft die FMA alle im ordentlichen Verwaltungsverfahren vorgebrachten Vorstellungen juristisch und wirtschaftlich, mit dem Ergebnis, dass der Mandatsbescheid inhaltlich voll bestehen bleibt. Gegen diesen Vorstellungsbescheid können die Gläubiger nun Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht einbringen.

Gegen den Mandatsbescheid vom 10.4.2016, der die wesentlichen Abwicklungsmaßnahmen gemäß BaSAG festlegt, kann nun innerhalb von drei Monaten bei der FMA Vorstellung erhoben werden. Gegebenenfalls leitet die FMA ein ordentliches Verwaltungsverfahren ein, würdigt und prüft die vorgebrachten Vorstellungen und erlässt dann einen Vorstellungsbescheid.

Den Mandatsbescheid zur HETA ASSET RESOLUTION AG vom 10.04.2016 finden Sie auf der FMA-Website unter: https://www.fma.gv.at/de/sonderthemen/b ... dikte.html

Rückfragehinweis für Journalisten:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
+43/(0)1/24959-6006
+43/(0)676/882 49 516

Quelle: https://www.fma.gv.at/de/about-the-fma/ ... on-ag.html

bernstedter
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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon bernstedter » 11.04.2016, 10:53

Jacob hat geschrieben:"Bail-in in Italien und Portugal

Die europaweite Enteignung nimmt ihren Lauf

Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit ist es in den vergangenen Wochen bei Bankenrettungen in Italien und in Portugal zur Anwendung des sogenannten "Bail-in", also der Enteignung von Sparern, Aktionären und Anlegern, gekommen. In Italien waren vier Volksbanken in der Toskana (vergleichbar den deutsche Raiffeisenbanken) mit mehr als 1 Mio. Kunden betroffen. 130.000 Aktionäre und etwa 12.500 Anleihegläubiger – unter ihnen viele Kleinsparer und Rentner – verloren insgesamt ca. 750 Mio. Euro.

Die vier Volksbanken (Banca delle Marche, Banca Popolare dell’Etruria, Cassa di Risparmio di Ferrara und Cassa di Risparmio di Chieti) wurden unter Führung der italienischen Zentralbank (Banca d’Italia) mit Geldern der UniCredit, der Intesa Sanpaolo, der Ubi Banca und durch Mittel der staatlichen Einlagensicherung mit einer Geldspritze in Höhe von etwa 3,6 Mrd. Euro gerettet. Nach der Bündelung ihrer faulen Kredite in einer Bad Bank sollen die vier Geldinstitute nun an Investoren weiterverkauft werden.

Die Maßnahme selbst wie auch die Tatsache, dass die europäischen Medien sie weitgehend totschwiegen, sollte allen Menschen in Europa als Warnung und als Weckruf dienen: Am 1. Januar 2016 ist nämlich die europäische Bankenabwicklungs-Richtlinie (BRRD – Bank Recovery and Resolution Directive) in Kraft getreten. Damit ist das Prinzip des "Bail-in" innerhalb der gesamten Eurozone geltendes Recht.

..."
Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47083/1.html



Die haben alle Ihr eingelagertes Geld auf den Konten bei dieser Bank verloren?!

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Jacob
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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon Jacob » 17.02.2017, 10:47

"Privatbanken bauen die Einlagensicherung um

Deutschlands Privatbanken wollen im Falle einer Schieflage nur noch Privatkunden vollen Schutz für ihr Geld gewähren. Das hat Folgen.

Die deutschen Privatbanken wollen künftig im Pleitefall nur noch die Einlagen privater Kunden voll schützen. Der Vorstand des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) beschloss eine Reform des Einlagensicherungsfonds der privaten Banken zum 1. Oktober, wie der BdB am Freitag mitteilte. Danach unterliegen Banken und andere Finanzinstitute sowie öffentliche Institutionen wie Bund, Länder und Gemeinden nicht mehr dem Schutz der Einlagensicherung. Diese Investoren könnten ihre Risiken selbst einschätzen, erklärte Verbandspräsident Hans-Walter Peters. "Das führt dazu, dass die Banken ihre Mittel auf den Schutz privater Kunden fokussieren und ihren Schaden begrenzen können."

..."
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 82428.html

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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon buntebank » 17.02.2017, 11:22

liest sich jetzt mal nicht soo verkehrt -
die Million (die ich nich' hab') bleibt also sicher X ))

das Wort Finanz-Transaktions-Steuer in den Mund zu nehmen ist wahrscheinlich
irgendwie sowas von nich' angesagt - Motto: jetz' hoer' doch ma' auf... (ironie aus)
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/

31,1034768g
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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon 31,1034768g » 17.02.2017, 23:50

Jacob hat geschrieben:"Danach unterliegen Banken und andere Finanzinstitute sowie öffentliche Institutionen wie Bund, Länder und Gemeinden nicht mehr dem Schutz der Einlagensicherung.

Jo, lasst die Banken nicht mehr für die ihr anvertrauten Steuergelder haften. Wirklich toll, dass im Fall einer Bankenpleite danach auch die Gemeinden pleite sind.
Ist wohl nicht mehr erwünscht, dass ne Kommune sparsam ist und nicht auf Teufel komm raus Schulden macht.

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Re: EU Gesetzesrahmen zur Bankenwiederherstellung und -abwicklung

Beitragvon lifesgood » 18.02.2017, 08:28

... wieviel Geld ist denn drin in dem Topf? Der Einlagensicherungsfonds ist doch sowieso nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Der bringt was, wenn irgendeine kleine Bank pleite gehen sollte. Sobald eine oder mehrere große Banken Probleme bekommen ist der ratzfatz pulverisiert.

Meines Erachtens gaukelt der Einlagensicherungsfonds nur eine Sicherheit vor, die de facto nicht besteht.

lifesgood


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