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zuviel Eigentum ist eine Wohlstandsfalle !?

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Tamme
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zuviel Eigentum ist eine Wohlstandsfalle !?

Beitragvon Tamme » 19.03.2013, 00:10

Das eigene Haus wird immer mehr zur Wohlstandsfalle, wer noch in der Finanzierung ist und dazu die immer schneller steigenden Nebenkosten schultern muss kommt schnell ans Limit und muss in vielen Dingen kürzer treten.
Ich denke mal so unter 4000 Nettoeinkommen sollte man heute nicht ans Haus kaufen denken, wenn man sich nicht zuviel einschränken möchte (oder man hatt schon einen ordentlichen Stock a d Seite).

Durch die extrem hohe Besteuerung der Energien und die daraus resultierende Landflucht zurück in die Stadt,
werden immer mehr Häuser wertloser, ja nahezu unverkäuflich. Es findet bereits eine schleichende Enteignung statt.
Dann noch die drohende Teil-Enteignung durch den Staat in Krisenzeiten durch die bekannten Maßnahmen.

Es fällt auch auf, das in den am meisten von der Krise betroffenen Ländern der Anteil der Hauseigentümer besonders hoch ist.

In solchen Zeiten ans Bauen/Kaufen denken sollte man sich sehr sorgfälltig überlegen.

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harley
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Beitragvon harley » 19.03.2013, 00:15

und was sollen die Leute sagen , die noch vor gar nicht so langer Zeit zu deutlich anderen

Zinsen finanziert haben ?
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Silver Star
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Beitragvon Silver Star » 19.03.2013, 01:20

Taschentuch? :roll:

Unter 4000...das stemmen andere mit 3000. Wenn man natürlich nicht mit Geld umgehen kann oder ansonsten ständig auf zu großem Fuß lebt, ja dann...

Und äh...Zusammenhang Energien und Landflucht? Häsn?

Bei uns in der Gegend ziehen die Städter grad wieder verstärkt aufs Land (und freuen sich über die zurückgewonnene Lebensqualität).

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alfi222
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Re: zuviel Eigentum ist eine Wohlstandsfalle !?

Beitragvon alfi222 » 19.03.2013, 05:50

[quote="Tamme"]Das eigene Haus wird immer mehr zur Wohlstandsfalle, wer noch in der Finanzierung ist und dazu die immer schneller steigenden Nebenkosten schultern muss kommt schnell ans Limit und muss in vielen Dingen kürzer treten.
/quote]

Genau :roll: Wenn ich kein Eigentum habe und fleißig Miete zahle, bin ich natürlich nicht von immer schneller steigenden Nebenkosten betroffen. Danke für diesen Hinweis.
über 20x erfolgreich getauscht

t-bony
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Beitragvon t-bony » 19.03.2013, 05:52

Also ich sehe das auch anders, vor allem wenn es sich um eine selbstgenutzte Immobilie handelt. Ich kenne keinen Hausbesitzer der wegen steigenden Energiekosten in ernsthafte Schwierigkeiten gekommen wäre. Ich kenne allerdings viele, die seit 2008 verstärkt in energetische Sanierungsmaßnahmen ihres eigenen Hauses investiert haben.

„Ich denke mal so unter 4000 Nettoeinkommen sollte man heute nicht ans Haus kaufen denken, wenn man sich nicht zuviel einschränken möchte“

Das kann man so, glaube ich, nicht verallgemeinern. Bei uns, in den brandenburgischen Kleinstäten und der ländlichen Umgebung kann man auch mit weniger Netto ein Haus kaufen oder bauen. Hier sind sowohl die Gehälter aber auch die Grundstückskosten, Handwerkerkosten und selbst die Baustoffpreise auf einem viel tieferen Niveau als Beispielsweise in München.
Sammler: Leute die Seltenes zusammentragen in der Hoffnung, daß es noch seltener wird. "Sigismund von Radecki"

lifesgood

Beitragvon lifesgood » 19.03.2013, 06:06

Pauschalaussagen sind immer schlecht, weil ein Hauskauf immer eine sehr subjektive Sache ist.

4.000 € netto sind für eine Familie mit einem Kind was Anderes als für eine Familie mit 3 Kindern.

Die nächste Frage ist, kaufe ich ein gebrauchtes Haus mit ca. 100 qm Wfl. auf dem flachen Land oder kaufe ich das 200 qm-Haus im Nobelviertel, da können die Preise schon mal um den Faktor 4 - 5 differieren.

Hinzu kommen die restlichen Ansprüche, die man so hat. Muss man zweimal im Jahr für zwei Wochen in Urlaub fahren, muss man immer das neueste Auto vor der Tür haben usw. usw.

Also je nach persönlicher Situation und Größe und Standort des Hauses reichen auch deutlich weniger als 4.000 € netto.

Andererseits für die Nobelvilla in München Grünwald, ist man selbst mit 4.000 € netto schon etwas schlecht aufgestellt.

Nicht vergessen sollte man eine vernünftige Eigenkapitalquote und eine stabile Ehe/Beziehung. Denn wenn man sich so umsieht, gehen die meisten Häuser hops, wenn die Beziehung zerbricht und nicht wegen der hohen Energiekosten.

lifesgood

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Argentum
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Beitragvon Argentum » 19.03.2013, 09:39

Silver Star hat geschrieben:Taschentuch? :roll:

Und äh...Zusammenhang Energien und Landflucht? Häsn?

Bei uns in der Gegend ziehen die Städter grad wieder verstärkt aufs Land (und freuen sich über die zurückgewonnene Lebensqualität).

Und das werden einige eines Tages bitter bereuen oder tun es auch schon: es gab vor einem Jahr oder etwas weniger einen Bericht auf ARD dazu. Damals stiegen die Spritpreise wohl langsam ziemlich in die Höhe (mittlerweile ist mans ja gewohnt) und man hat mal Pendler- und Städter-Familien in München und Dresden (glaub ich) verglichen - Ergebnis: in beiden Städten waren beide pari, mit der Tendenz das die Pendler bei weiter steigenden Spritpreisen weniger übrig haben werden als die Städter.

Das ganze war mit etwas spitzer Feder gerechnet, bei den Münchner hatte man 60km einfache Strecke angesetzt (irgend ein Dorf bei Erding), bei den Dresdnern wars weniger - wer näher wohnt, hats da besser.

Lag vor allem daran, dass man als Pendler zwingend einen Zweitwagen braucht und durch die hohe Laufleistung auch höhere Wartungs- und Reparaturkosten und dann auch eher ein neues Auto. Zudem gehen dir pro Tag 1-2h für die Fahrt drauf. Dafür hast du dann halt am Wochenende deine Lebensqualität.
Zuletzt geändert von Argentum am 19.03.2013, 09:44, insgesamt 2-mal geändert.

lifesgood

Beitragvon lifesgood » 19.03.2013, 09:41

... nicht vergessen sollte man auch die Rentner, die zunehmend von der Stadt aufs Land ziehen, um durch die günstigere Miete mehr Lebensqualität zu haben.

lifesgood

Khan
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Beitragvon Khan » 19.03.2013, 09:47

Ein Haus war schon immer eine Geldfressmaschine, das wird nur immer in der Werbung von der Bauspar- und Finanzlobby als "Altersvorsorge" angepriesen. Die Lemminge fressen den Köder natürlich. smilie_02

Wie soll das aussehen im Alter? Verkaufe ich dann 5qm Dachziegel und 2 Fenster wenn ich Cash brauche? Im Gegenteil, da werden sich einige noch gewaltig in den Arsch beissen wenn sie mit Ende 60 ihre Bude nochmal komplett sanieren müssen, weil sie 30-40 Jahre abgewohnt ist.

Haus auf Kredit endet meisten in der Zwangsversteigerung.

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Datenreisender
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Beitragvon Datenreisender » 19.03.2013, 10:03

Khan hat geschrieben:Haus auf Kredit endet meisten in der Zwangsversteigerung.

smilie_08
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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 19.03.2013, 10:08

Kahn das mußt du einem sagen, der in München wohnt und 1300€ Rente bekommt.
Und nach 30-40 Jahren hast du noch keine Immo abgewohnt. Man muß sich natürlich um sein Eigentum kümmern und nicht jeden Samstag 3 Stunden Autowaschen (das macht im Jahr gut 150Std) da kannst lange werkeln ums Haus.

Cantus Firmus
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Beitragvon Cantus Firmus » 19.03.2013, 10:10

Die sog. " Altersvorsorge" sollte ja das mietfreie Wohnen sein...aber -wie korrekt erwähnt wurde -wenn man in Rente ist, istd as Häusle üblicherweise renovierungsbedürftig und man spart NICHTS -im Gegenteil.
Man hat über Jahrzehnte auf manches verzichtet - für 's Haus - lebt nur auf den Ruhestand zu.
" Aber dann leben wir !" -so ungefähr.
Fakt ist, dass ein großer Prozentsatz das Rentenalter gar nicht erreicht oder sich Krankheiten einschleichen.
UND es kommen die besagten Renovierungsmaßnahmen hinzu, die wieder Geld fressen.
Ein Faß ohen Boden -zumindest für diejenigen, die nicht zu den Großverdienern gehören oder Allroundhandwerker sind.
Dann ist ein Partner fällig für`s Pflegeheim - und es geht ans Haus...das ist doch frustrierend, oder ?

Und Eigentumswohnung ?
Von wegen " mietfrei " -da verkalkulieren sich ebenso viele, weil sie nicht ans "Hausgeld" denken und die Nebenkosten ja genauso da sind wie in ner Mietswohnung.

Hat man das Geld für 'ne Immobilie auf einen Schlag ( geerbt, gewonnen oder sonstwas -o.k, ansonsten würd ich lieber mein Leben genießen ohne Schuldenlast.

Khan
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Beitragvon Khan » 19.03.2013, 10:10

Datenreisender hat geschrieben:
Khan hat geschrieben:Haus auf Kredit endet meisten in der Zwangsversteigerung.

smilie_08


Da kannst du dir am Schädel kratzen wie du willst, es ist so. Kenne mindestens 10 Fälle hier in der Umgebung.

Wenn plötzlich das 2. oder 3. oder 4. Kind kommt. Die Alte geht dann nicht mehr arbeiten. Kann der Kredit nicht mehr bediehnt werden.
Oder der Alte ( geht, geä. LJ ) fremd, Ehe wird geschieden, Bude wird versteigert weil einer alleine es nicht mehr halten kann.
Oder was auch sehr beliebt ist, der halbe Hausbaukredit wird für irgendwelche Hirnfürze, sei es Neuwagen oder 2-3 Urlaube pro Jahr verballert, dann steht die halbfertige Bude da und der Drops ist gelutscht.

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Silver Star
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Beitragvon Silver Star » 19.03.2013, 10:11

Himmel, was erzählt Ihr hier teilweise für einen Blödsinn... :roll:

Mein Haus ist auch mittlwerweile 30 Jahre alt und ist nicht im mindesten abgewohnt. Renovierungen erledigt man nämlich im Laufe der Zeit allein schon als werterhaltende Maßnahme. Gebaut waren die Häuser damals meist eh besser als heute, mit dem Styropor-Miefbuden lockst Du heute keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor. Energiekosten minimiert man durch intelligentes Strommanagement und ausgeklügelte Heizungen plus Holzofen. So, sonst noch was? Naja, sonstige Nebenkosten muss man halt einpreisen.

Bei uns gehen gepflegte Immobilien derzeit richtig gut weg, und ich wohn mitten auf dem Land. Die wenigsten Häuser hier enden in einer Zwangsversteigerung. Und wenn, dann liegts meistens an irgendwelchen durchgeknallten Eheweibern, die meinen, mit Mitte 40 nochmal richtig am Rad drehen zu müssen und den Mann mit der Bude sitzenlassen. Oder es passiert halt der berufliche Supergau. Man sollte vor dem Hauskauf natürlich auch abklären, wie sicher ist eigentlich mein Job? Was passiert, wenn ich mal gekündigt werde? Krieg ich dann flott was neues oder guck ich erstmal jahrelang in die Röhre?

Zu den Pendlern: man kann auch recht günstig 2 Autos fahren, und es gibt auch Autos, die verdammt wenig verbrauchen. Die gabs schon vor Jahren, z.B. den 3-Liter-Lupo. Will man natürlich einen auf dicke Hose machen und muss es der Audi Q7 oder BMW X5 sein, okay dann muss man sich im klaren darüber sein, was das kostet.
Zuletzt geändert von Silver Star am 19.03.2013, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.

Khan
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Beitragvon Khan » 19.03.2013, 10:12

haehnchen03 hat geschrieben:Kahn das mußt du einem sagen, der in München wohnt und 1300€ Rente bekommt.
Und nach 30-40 Jahren hast du noch keine Immo abgewohnt. Man muß sich natürlich um sein Eigentum kümmern und nicht jeden Samstag 3 Stunden Autowaschen (das macht im Jahr gut 150Std) da kannst lange werkeln ums Haus.


Nach 40 Jahren brauchst du neues Dach, neue Fenster, neue Heizung oder lebst du jetzt Stand 1970?
Garnicht zu sprechen von der Innenausstattung, Badezimmer, Wohnzimmer und und und


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