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Zurück zur D-Mark: Euro-Gegner gründen Partei zur Bundestags

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Skorpion
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Beitragvon Skorpion » 06.05.2013, 12:39

Ich denke schon, dass ich da als Idealist agiere, auch wenn das Problem des Schuldgeldsystems auch mit der AfD noch lange nicht aus der Welt wäre. Ich sehe sie darum als einäugige unter den Blinden.

Die Währung ist mit der CDU/FDP genau so wenig zu retten wie mit der SPD, aber vielleicht ist man mit der SPD schneller vor'm Baum, dann kommen der Reset und eine bessere Zeit danach mit der SPD schneller. Auch eine Wahltaktik. Dann kommen auch eher gute Silberpreise. smilie_10

Was allerdings gar nicht geht, ist, dass im Moment der Zweck alle Mittel heiligt und wir den Eurorettungen die Rechtsstaatlichkeit opfern und Politik gegen den Willen der Bevölkerung gemacht wird. Genau das ist der Punkt, vor dem ich mich am meisten fürchte.

Und darum ist ab da bei mir Schluss mit Taktik.

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lifesgood

Beitragvon lifesgood » 06.05.2013, 12:43

... eine Bevölkerung braucht auch Idealisten und Visionäre, daher kann ich auch andere Meinungen akzeptieren, auch wenn ich sie nicht teile ;)

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Silbersparer
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Beitragvon Silbersparer » 06.05.2013, 12:54

Die Afd würde mit anderen Parteien zusammenarbeiten / koalieren, wenn diese anderen Parteien ebenfalls an einem Ausstieg aus dem "jetzigen" Euro mitarbeiten würde.

Nur wenn es diese Partei gäbe, bräuchte es eigentlich keine Afd. :mrgreen:

Ich sehe es wie lifesgood. Eine Stimme für die Afd schwächt das bürgerliche Lager und führt dazu, das wir eher eine rot/rot/grüne Regierung bekommen inklusive Eurobonds und Steuererhöhungen.

Da die SPD offiziell nicht mit den Nachfolgern der SED zusammenarbeiten möchte und die Afd nicht mit schwarz / gelb wird das mal ne ganz spannende Angelegenheit werden...
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Ric III
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Beitragvon Ric III » 06.05.2013, 19:16

Die Aussage der AfD lautet eben nicht daß eine Koalition grundlegend ausgeschlossen ist.Lediglich eine deutliche Bewegung des möglichen Partners wird eingefordert.
Bei Merkelwürdens "Maximalflexibilität"ist da zunächst Nix auszuschließen.

Böse Zungen behaupten ja sogar daß die AfD letzlich das getarnte Uckermarkunterseeboot ist welches eine Exitstrategie nach Außen hin legitimieren soll.

Zur "Schwächung" des bürgerlichen Lagers:

1.Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits völlig selbstständig geschwächt indem es zuließ in allen Grundsatzfragen von der Linken vor sich her getrieben zu werden.

2.Im konkreten Fall liegt der Unterschied im Grunde ja nur darin ob wir die steinbrücksche Variante der Bonds bereits 2014 serviert bekommen oder ob wir die alternativlose Muttivariante dann erst 2015 genießen dürfen.

Ein Bekannter hat genau das sehr hübsch ausgedrückt daß es im Grunde völlig wurscht sei ob ich mit 210km/h gegen die Wand fahre oder ob ich den Motor auf 190km/h drossele.

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Beitragvon Silbersparer » 06.05.2013, 19:47

Bezüglich Afd und möglichen Koalitionsgesprächen habe ich im Grunde nichts anderes geschrieben.

Das Merkel eine 180 Grad Wende vollzieht traue ich ihr nicht zu. Da die Euro Rettung alternativlos ist :wink:

Auch wenn die CDU selbst dran Schuld ist, wenn ihr die Wähler weglaufen, so wird die Afd den Genickschuss für das bürgerliche Lager sein...

Es wird diesmal bei der Bundestagswahl echt spannend und ich glaube eher dran das Steinbrück nach der Wahl hinschmeißt und Gabriel eine rot / rot / grüne Koalition anführt. Der Gabriel ist da denke ich etwas flexibler smilie_23
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Tamme
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Beitragvon Tamme » 06.05.2013, 20:25

Heute bei Hart aber Schwer (21 Uhr ARD)
gibts was zum Thema Euro, DM, AfD..... smilie_24

Ric III
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Beitragvon Ric III » 06.05.2013, 20:38

Weshalb gehst Du eigentlich davon aus daß die AfD dem "bürgerlichen Lager"(was immer das auch noch sein soll)Stimmen abzieht?

In den üblichen Oberflächlichkeitsmediendarstellungen mag das gerne verbreitet werden.die phöse Wirklichkeit stellts sich deutlich komlexer dar! :wink:

Unter den potentiellen AfD zählen Exwähler der LINKEN zu einer gar nicht zu vernachlässigenden Gruppe.
Laut eigenen Aussagen verstand sich diese Klientel bislang als Wähler einer Regionalpartei und weist linke Grundeinstellungen weit von sich.
Auch die Gruppe der Exsteinbrückis unter den AfD-Unterstützern ist signifikant größer als es in den veröffentlichen Meldungen erscheint.

Und nicht zuletzt sind es tatsächlich Ehemalige aus dem bürgerlichen Lager.Allerdings überwiegend seit vielen Jahren Nichtwähler.

Insofern könnten so mache bemerkenswerte Spekulationen sich mit Vollgas in die entgegengesetzte Richtung entwickeln.

Wir werden sehen! 8)

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Turnbeutelvergesser
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Beitragvon Turnbeutelvergesser » 06.05.2013, 21:41

Tamme hat geschrieben:Heute bei Hart aber Schwer (21 Uhr ARD)
gibts was zum Thema Euro, DM, AfD..... smilie_24


Hab´s grad laufen. Wenn ich das Gutmenschengelabere der Grünen und von Friedmann (die offensichtlich null Ahnung von Ökonomie haben) höre, könnte ich Bild

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Argentur
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Beitragvon Argentur » 06.05.2013, 22:22

Hilfe, ich hab Ohrenbluten von Plasbergs Diskutantenstadl: Ich sehe wirklich nur noch
eine einzige "Alternative für Deutschland"...

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lübecker
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Beitragvon lübecker » 06.05.2013, 23:25

Turnbeutelvergesser hat geschrieben:Wenn ich das Gutmenschengelabere der Grünen und von Friedmann (die offensichtlich null Ahnung von Ökonomie haben) höre, könnte ich Bild


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Doc. Silver
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Beitragvon Doc. Silver » 07.05.2013, 00:02

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gullaldr
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Beitragvon gullaldr » 07.05.2013, 06:57

Diese uralte Angst, das "bürgerliche" Lager würde durch neue Parteien Stimmen verlieren, und man würde dadurch Rot/Rot/Grün zur Macht verhelfen, führt seit Jahrzehnten zur geistigen und politischen Lähmung. Stets wird das angebliche "kleinere Übel" gewählt, aber nichts unternommen, grundsätzliche Veränderungen herbeizuführen.

1. Das "kleinere Übel" führt seit vielen Jahren gesellschaftspolitisch die Ziele durch, die von Rot/Rot/Grün formuliert wurden. Nur eben etwas verzögert. Das aber ist ein bisschen wenig, denke ich. (Homoehe, Gemeinschaftsschule, Krippenausbau, Staatsbürgerschaftsrecht usw. (Das ist nur eine nüchterne Feststellung, über Sinn oder Unsinn dieser einzelnen Maßnahmen möchte ich hier nicht diskutieren))

2. Es ist, wie oben erwähnt, überhaupt nicht bewiesen, dass die AfD nur die CDU und FDP Stimmen kosten wird. Auch Linken-Wähler und konservative Sozialdemokraten dürften angesprochen sein. Zudem das Heer der Nichtwähler.

3. Steht nicht fest, dass Rot/Rot/Grün überhaupt in der Lage ist, eine eigene Mehrheit zu erlangen. Die Linke ist gerade im Sturzflug nach unten, jedenfalls im Westen. Die Mitgliederzahlen sind insgesamt sinkend, die Partei überaltert. Die SPD schwächelt seit längerem. Steinbrück zündet keinesfalls als Kanzlerkandidat. Und allein die von Teilen der Beamtenschaft und dem Bionaden-Bürgertum gewählten "Grünen" werden das wohl nicht herumreißen können.

4. Die Zeichen stehen eher auf Große Koalition, wie auch immer es ausgeht, zumal schließlich auch die FDP kriselt. Bei einer Großen Koalition aber tut es gut, nicht nur die übliche linke Opposition im Bundestag sitzen zu haben, damit auch Druck von anderen Seiten kommt.

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HerrHansen
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Beitragvon HerrHansen » 07.05.2013, 07:23

Wenn auch ein wenig oberflächlich, dennoch eine kurze Übersicht, wer aktuell Stimmen an die AfD verlieren dürfte:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-cdu-fdp-spd-gruene-in-sorge-a-898353.html

Interessant finde ich hierbei, dass eine Partei wie der AfD rechnerisch bis zu 17% als möglich zugeschrieben werden - gut, soweit wird es nicht kommen - weil man sich aus meiner Sicht zu spät positioniert hat. Hätte man die Vorlaufzeit eher genutzt - so etwa ein Jahr - hätte die AfD aus meiner Sicht durchaus in den zweistelligen Bereich kommen können. So lebt sie von der aktuellen Entwicklung des Euro und je mehr Sparer ihr Geld verlieren oder zu verlieren drohen, desto mehr Stimmen wird sie fangen....
"There ain’t no such thing as a free lunch" Milton Friedman
Irgendjemand wird dafür bezahlen - er wird es noch nicht wissen...

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HerrHansen
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Beitragvon HerrHansen » 07.05.2013, 07:33

btw.

Was der AfD aktuell auch richtig in die Karten spielen dürfte, ist der aktuelle Aufmacher und Leitartikel im SPIEGEL zum Thema Altersarmut und den Auswirkungen der aktuellen Situation an den Finanzmärkten auf die millionenfach abgeschlossenen Versicherungen um diesem Dilemma eigentlich zu entgehen. Gerade im Spiegel-Artikel wurden wieder die grauenhaftesten Beispiele gebracht sowie Hinweise auf die miesen Versicherungsabzocken gegeben. Auch die Auswirkungen einer moderat angestiegenen Inflation von nur 0,5%-Punkten (von 2 auf 2,5%) wurden anschaulich dargestellt und dürften viele nun zum Grübeln bringen...
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Milchfleck
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Beitragvon Milchfleck » 07.05.2013, 09:19

nach der gestrigen Sendung bzw. schon während dieser bin ich meiner Wahlentscheidung zur BTW im September etwas näher gekommen.


Das von der Grünin (Name vergessen) bzw. vom Friedmann nichts zu erwarten war, war mir vorher klar. Aber das der Lindner so die Tatsachen verdreht und die merkelsche Alternativlospolitik so verteidigt hätte ich so nicht erwartet. Wo bleibt da noch der Unterschied zwischen FDP und den Grünen bei unserem derzeit drängendsten Problem, dem Euro?

Bosbach war wie immer eine Bereicherung und der Union wird es jedesmal einen Schreck versetzen, wenn der er zu solchen Diskussionen auf der Gästeliste steht :D


ich bin gespannt wie es weitergeht, sowohl mit der AfD als auch mit dem Euro. Die spannendste Zeit beginnt aber erst nach der BTW, auch wenn W.E. schon für Mitte Juni eine Währungsreform angekündigt hat. smilie_12


bis dahin, man liest sich,
Milchfleck
"Bis spätestens Ende Juni ist das Goldkartell Geschichte und der Goldpreis kann frei steigen. Möglicherweise schon kommende Woche. Bitte nicht vor der aktuellen Drückung unter $1400 zittern.WE." 15. Mai 2013


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