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dr.exe
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Beitragvon dr.exe » 22.05.2013, 10:48

sagt mal für was werden Richter eigentlich bezahlt?

http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall- ... -1.1677499

bei der diesen Aussagen: "Ich hatte besseres zu tun", oder "ich lese doch keine 110 Seiten" will man so einem Richtier wohl nie persönlich gegenüberstehen. Ich würde dem die Pension streichen.

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Nappo
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Rechtsstaat?

Beitragvon Nappo » 22.05.2013, 11:46

Ich selbst habe einmal einem Richter in die Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben "dass ihm die Faulheit aus jeder Pore seines Talares dringt."
Ein Richter, der hier bei Land und Leute bekannt ist. Die Macht dieser Personen ist quasi unbegrenzt. Wer einmal mit diesen Juristen zu tun hatte, benutzt das Wort "Rechtsstaat" nicht mehr.
Teilweise habe ich interne Infos, was dort in den Gerichtsgebäuden abgeht. Schauerlich.....
Mir selbst wurde schon einmal ein angeblich ausgesprochener Rechtsmittelverzicht untergejubelt, den ich nie aussprach.
Die Reihe könnte ich beliebig fortsetzen.
Unterlagen liest diese Zunft sowieso nicht. Zumindest nicht, wenn sie gerade keine Lust haben. Und Lust haben sie meistens keine.
Sie sind eben Gottgleich.
Für mich ist die Bananenrepubilk Deutschland nur noch ein unregierbarer Sauhaufen und das germanistanische Rechtssystem geführt von Soziopathen.
Wer hier dann noch daran glaubt, dass es Parteien gäbe, die etwas besser oder anders machen würden oder wollten/könnten, hat die letzten Illusionen noch nicht verloren. Selig sind die Gläubigen....

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Schmausi
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Beitragvon Schmausi » 22.05.2013, 12:39

Mit diesem "Rechsstaat" bin ich seit der damaligen Verhandlung zum Kindesunterhalt durch :evil:


Richter: " Der monatliche zu zahlende Kindesunterhalt wird auf xxx€ festgelegt"

Ich: "Öhm, da liege ich aber 133€ unter dem mir gesetzlich zustehenden Mindesbehalt"

Richter: "Gehen Sie halt nebenbei arbeiten, andere können das ja schliesslich auch"

Ich: "Aber Sie sehen doch das ich schon regulär 55 Wochenstunden habe. Und danach Notdienstbereitschaft, auch am Wochenende"

Richter:" Dann müssen Sie sich halt etwas einschränken, andere können das ja auch, oder gehen Sie halt nebenbei arbeiten"

Ich: " Und wozu wurde im Gesetz ein Mindestbehalt für erwerbstätige Unterhaltspflichtige geschaffen? Ich liege ja sogar unter dem Mindestbehalt für nicht erwerbstätige?"

Richter: " Damit der Erwerbstätige Unterhaltspflichtige seinem Beruf nachgehen kann ohne sich zu sehr einschränken zu müssen und auch weiterhin erwerbstätig bleibt"

Ich: " Und warum gilt das bei mir nicht? Bei der Anzahl Stunden die ich täglich mache und der Bereitschaft?"

Richter: " Sie sind ja eh´kaum zu Hause und ausserdem habe ich das so festgelegt"


Mein damaliger Anwalt war sowieso eine Pfeife, den hat das kaum gejuckt. Mit den Schultern gezuckt und gesagt "Der ist immer so, da kann man nichts machen".



Tja, seitdem glaube ich hier an nichts mehr. Die Macht der Judikative ist grenzenlos, die stehen sogar über dem Gesetz.

Ich habe weiterhin den Unterhalt gezahlt, 17 Jahre lang und habe nicht den Job geschmissen...wäre vielleicht einfacher gewesen. Moralisch habe ich alles richtig gemacht aber das wird mir keiner danken irgendwann. Im Gegenteil, ich konnte 17 Jahre nix nebenbei für meine Rente tun und nu´bin ich 47 und kann da auch nicht mehr viel reißen. Vielen Dank Deutschland :roll:

Schön zu wissen das man später in Altersarmut leben wird.

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Tisc
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Beitragvon Tisc » 22.05.2013, 14:33

Schmausi hat geschrieben:nu´bin ich 47 und kann da auch nicht mehr viel reißen. Vielen Dank Deutschland
Schön zu wissen das man später in Altersarmut leben wird.

Mit der Lebenseinstellung wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

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Schmausi
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Beitragvon Schmausi » 22.05.2013, 14:57

Tisc hat geschrieben:
Schmausi hat geschrieben:nu´bin ich 47 und kann da auch nicht mehr viel reißen. Vielen Dank Deutschland
Schön zu wissen das man später in Altersarmut leben wird.

Mit der Lebenseinstellung wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung.


Verstehe mich bitte nicht falsch, meine Lebenseinstellung ist trotzdem sehr positiv. Ich kann mich tagtäglich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen und ich habe bestimmt gelernt mit wenig Geld das Beste aus dem Leben zu machen.

Bloss ist es sehr schwer in den nächsten Jahren so viel Geld beiseite zu legen um später ein finanziell sorgenfreies und unabhängiges Leben im Rentenalter zu führen. Ich bin Normalverdiener und kann nicht mal eben z.B. 250€ im Monat beiseite legen.

Wenn einem quasi 17 Jahre Selbstvorsorgemöglichkeit fehlen, und das noch in der "goldenen" Zeit, dann wird´s halt eng.

Silbermichel

Beitragvon Silbermichel » 22.05.2013, 15:07

Schmausi hat geschrieben:
Tisc hat geschrieben:
Schmausi hat geschrieben:nu´bin ich 47 und kann da auch nicht mehr viel reißen. Vielen Dank Deutschland
Schön zu wissen das man später in Altersarmut leben wird.

Mit der Lebenseinstellung wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung.


Verstehe mich bitte nicht falsch, meine Lebenseinstellung ist trotzdem sehr positiv. Ich kann mich tagtäglich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen und ich habe bestimmt gelernt mit wenig Geld das Beste aus dem Leben zu machen.

smilie_01 Behalte sie bei deine Lebenseinstellung, trotz aller Mißlichkeiten.
Aber Tisc halt. Der braucht das manchmal.

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Tisc
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Beitragvon Tisc » 22.05.2013, 15:11

Silbermichel hat geschrieben:Aber Tisc halt. Der braucht das manchmal.

Falsch, nicht der braucht das manchmal, sondern der hat Vergleichbares erlebt und mir fällt im Traum nicht ein, deshalb 20 Jahre vor der Rente meine Altersversorgung für gescheitert zu erklären.

Silbermichel

Beitragvon Silbermichel » 22.05.2013, 15:15

Ok Tisc, will hier auch keinen Streit vom Zaun brechen.
Ich fand deine Aussage nur ein wenig unpassend, und zynisch.
Ich kenne aber weder deine noch Schmausis Lebensumstände.
Also wenigstens in dieser Sache Friede.

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Nappo
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So ist das

Beitragvon Nappo » 22.05.2013, 15:17

@schmausi :
Da trittst Du bei mir offene Türen ein! Du hast also auch gemerkt, das Väter in D nichts wert sind?
Da findet sich im Internet das beste Forum das sich den Vätern bietet unter trennungsfaq.de

Die Unterhaltsmaximierungsindustrie ist Eine die am stillsten und von der Öffentlichkeit völlig unbeachtet, das jeweils unterhaltsverpflichtete Elternteil bis zum Kollaps ausbeutet. Gesetze zu umgehen, ist da was alltägliches.

Zusätzlich kommt dann auch auf die Väter noch zu, der mütterliche Kindesentzug, Kindesmanipulation, Strafanzeigen wegen Unterhaltspflichtverletzung, Schikanen beim Jugendamt usw. usw.

Dein Anwalt war Einer von Vielen, der nur allzu gut wusste, was dort gespielt wird. Die Rechnung allerdings wird Er nicht vergessen haben.

Flavour
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Beitragvon Flavour » 22.05.2013, 15:24

Solange es Richter auf Lebenszeit gibt und überlastete Gerichte wird sich wohl nichts ändern.

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 22.05.2013, 15:26

"Gerechtigkeit und Freiheit für Gustl Mollath!"

Petition:

https://www.openpetition.de/petition/on ... tl-mollath

smilie_24

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Schwubb
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Beitragvon Schwubb » 22.05.2013, 15:44

Nein , danke


Ich kenne das Gutachten, das ihn in die Psychatrie gebracht hat nicht.

Dass Leute nach einer Scheidung völlig ausgetickt ( nach meiner Meinung ) sind kam in meinem Bekanntenkreis vor.


Stell Dir vor Du hast als Richter ein Gutachten eines Sachverständigen,der bescheinigt Mollath ist gefährlich.

Würdest Du ihn trotzdem freilassen?

Würdest Du auch die Garantie dafür übernehmen, dass er nix Falsches tut, wenn er freigelassen wird ?

Petitionen zu unterschreiben ist einfach..............................




@ schmausi

Es ist Dein Kind, warum sollen andere bezahlen ?

Das mit der Altersversorgung kann trotzdem klappen. ! Nur Mut smilie_24
Hunde haben Herren,Katzen haben Personal

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Jacob
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Beitragvon Jacob » 22.05.2013, 16:09

Schwubb hat geschrieben:Petitionen zu unterschreiben ist einfach..............................


Definitv.
Aber es steht ja jedem frei sich vor einem eventuellen Unterschreiben der Petition mit der Thematik zu befassen.

Schwubb hat geschrieben:Stell Dir vor Du hast als Richter ein Gutachten eines Sachverständigen,der bescheinigt Mollath ist gefährlich.

Würdest Du ihn trotzdem freilassen?

Würdest Du auch die Garantie dafür übernehmen, dass er nix Falsches tut, wenn er freigelassen wird ?


Welcher Richter hier in Deutschland übernimmt denn irgendwelche Garantien für seine Urteile?

Prof. Dr. Henning Ernst Müller(Lehrstuhl für Strafrecht, Uni Regensburg) hat sich u.a. folgendermaßen zu dem Fall geäußert.
„Die Strafsache Mollath ist eine bisher von mir nie gesehene Ansammlung von vorsätzlichen Gesetzesverletzungen, gravierenden Verfahrensfehlern, gepaart mit schweren Verteidigungsfehlern und Versagen von kontrollierenden Instanzen. Hinzu kommt eine (...) geradezu unmenschlich erscheinende Ignoranz der jeweiligen Adressaten.“

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Nappo
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Interessant

Beitragvon Nappo » 22.05.2013, 17:18

@schwubb :
Lies Dich doch bitte mal ein, was Gutachten und Gegengutachten teilweise wert sind und WER diese macht. Dann gewinnt man sehr schnell ein differenzierteres Verhältnis dazu.

In der Psychologie wird übrigens folgendes gelehrt und steht auch so in der entsprechenden Gesetzgebung :

1. Zwangseingewiesen werden darf nur derjenige, der eine Gefahr für sich selbst oder für die Umwelt darstellt.
2. Alle anderen "Einweisungen" sind freiwillig. Also Aufenthalte.....

Ich glaube kaum, dass Herr Mullath vor hat, nach seiner Freilassung mit einer Axt spazieren zu gehen.

Und was den Einwurf bezüglich des Kindesunterhaltes angeht : Da spricht jemand, der sich mit diesem Thema überhaupt nicht auseinandergesetzt hat. So ist es ja auch gewollt.

Es ging hier um die Höhe (!) des Unterhaltes. Frag doch mal die Trennungsmami ob sie mit einem Wechselmodell einverstanden wäre. Ach so. Da kassiert sie doch lieber Unterhalt und der Ex liegt unter dem Selbstbehalt. Egal. Und das Geld kommt NATÜRLICH immer beim Kind an ! Ja, und die Erde ist eine Scheibe.

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Tisc
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Re: Interessant

Beitragvon Tisc » 22.05.2013, 17:35

Nappo hat geschrieben:Frag doch mal die Trennungsmami ob sie mit einem Wechselmodell einverstanden wäre. Ach so. Da kassiert sie doch lieber Unterhalt und der Ex liegt unter dem Selbstbehalt.


Ist das Kind 12 Jahre oder älter, ist der Kindeswunsch nach seinem dauerhaften Aufenthaltsort entscheidend, Muttis Meinung/Wunsch ist dabei unninteressant.

Unter den Selbstbehalt rutscht ein Unterhaltspflichtiger nur, wenn er privat Schulden gemacht hat, denn diese Zahlungen werden bei der Berechnung des Unterhaltes nicht berücksichtigt. Warum auch? Wenn das so einfach ginge, nähme sich jeder Unterhaltspflichtige einen Konsumkredit auf und würde somit die Unterhaltshöhe mindern.

PS: Bevor mir hier einer Häme oder Unwissenheit vorwirft, ich habe eine 10jährige Familiengerichts-Odyssee hinter mir, 5 Urteile gegen die Kindesmutter erwirkt, u.a. geteiltes Sorgerecht und das Wechselmodell erstritten, beides übrigens gegen den ausdrücklichen Willen der Kindsmutter.


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