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Aus die Maus für Griechenland

Hier können Sie lesenswerte Nachrichten zur Börse, Euro / Dollar, Öl, Finanzkrise, Inflation, Wirtschaft etc. aus Deutschland und dem Rest der Welt einstellen.

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Bumerang » 07.05.2016, 16:44

Diese Diskussion wird, mal wieder, völlig falsch geführt.

Eigentlich sollte es uns scheißegal sein, was die Griechen mit den Banken und den Käufern der Staatsanleihen für Geschäfte gemacht haben!

Jeder darf Geschäfte machen mit wem er will. Wenn aber Dritte haftbar gemacht werden, ist es Betrug! Wir wurden nicht von den Griechen betrogen sondern von unserer Regierung!
Gruß

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon lifesgood » 07.05.2016, 16:47

Robbert hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:Aber zuvor wurden mit den billigen Eurokrediten in Griechenland heftig Geschenke verteilt.

...was den elitären Kreisen vorenthalten bleibt; das gemeine Volk profitiert nicht davon


Ich hatte doch weiter oben verlinkt, dass die Reallöhne von 2000 - 2008 um 39,6% gestiegen sind und noch weiter oben, dass allein 2002 die Gehälter im öffentlichen Dienst um über 15% gestiegen sind.

Das sind dann wohl nicht die elitären Kreise.

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Bumerang » 08.05.2016, 11:16

Wenn wir schon bei der Diskussion sind, um wie viel sind die Preise gestiegen?
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon lifesgood » 08.05.2016, 11:35

... nun da ich ja von Reallöhnen schreibe, ist die Frage nach der Preissteigerung obsolet, denn die ist ja bei den Reallöhnen schon berücksichtigt, aber das weißt Du ja auch ;)

Der Reallohn oder Reallohnindex ist in der Volkswirtschaftslehre das Verhältnis von Nominallohn und Preisniveau beziehungsweise von Nominallohnindex und Preisindex.


Auch wenn Du das sicher selbst schon gegoogelt hast, aber auch die griechische Inflation ist seit der Euro-Mitgliedschaft auf relativ niedrigem Niveau:

Bild

Es ist nun mal weder für Staaten noch für Privatpersonen dauerhaft möglich Konsum über Kredit zu finanzieren. Damit will ich keineswegs die Griechenland-Politik schönreden, die ist Mist.

Aber die Griechen sind eben nicht nur Opfer, wie es häufig dargestellt wird. Durch die niedrigere Zinslast im Euro, hätte die Neuverschuldung eigentlich sinken müssen, aber man hatte die billigen Kredite eben auch mit vollen Händen ausgegeben und sich damit auch zum Spielball der Finanzspekulanten gemacht.

Nichtsdestotrotz sollte derjenige, der als Risikozuschlag extrem hohe Zinsen kassiert, dann auch zur Kasse gebeten werden, wenn der Risikofall eintritt.

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Bumerang » 08.05.2016, 20:45

Ich habe tatsächlich überlesen, dass Du von Reallöhne gesprochen hast.

Dennoch ist die rechnerische reale Steigerung von 5% p.a in 8 Jahren alles Andere als der Bringer. Wir wissen Alle, wie die offiziellen Inflationszahlen gerechnet werden. Vielmehr ist es so, dass eine kleine Minderheit profitiert hat während der Rest der Bevölkerung verarmt ist. Suppenküche und Pro Bono Praxen sind für Viele die letzte Rettung.

Ein nicht kleiner Teil der Kredite wurde auch "sehr sinnvoll" in U Boote etc investiert. Als "Ausgleich" wurden die rentablen Häfen und Flughäfen verkauft!

Dass "die Griechen" profitiert haben sollen, fällt mir deshalb sehr schwer zu glauben.
Gruß

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Frank the tank » 09.05.2016, 11:24

Ich habe seit ca. einen halben Jahr mal wieder Nachrichten im Ersten geguckt (Tatort). Mir war so, als wenn die Zeit stehen geblieben ist. Damals war Griechenland Berichterstattung hoch und runter, Brennpunkt usw. Seit dieser Zeit hat sich nichts verändert, es wird ständig nur Zeit "erkauft"!
Mich nervt das nur noch. Hier werden ständig Reformen als Verbesserungen verkauft. Rentenkürzungen um 10-40% und Steuerhöhungen, wie lange lässt sich ein Volk noch melken und verarschen?
Viele Grüße
Frank the tank

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon 999.9 » 09.05.2016, 11:34

Das ist Realsatire pur: Juncker sieht Griechenland auf einem guten Weg, die Schuldenkrise zu "überwinden".

https://www.youtube.com/watch?v=8AwV3NK ... e=youtu.be

Jeder kleine Ökonom weiß, dass Griechenland mit seinem BIP eines mittleren deutschen Bundeslandes niemals seine Schulden zurückzahlen kann. Dass der Jan Hofer das dann noch ohne mit der Wimper zu zucken vortragen kann ist leider der erneute Beweis dafür, dass unser massiv mit Zwangsabgaben überfinanzierte Staatsrundfunk mitnichten der Wahrheit, sondern einzig den Interessen einer kleinen Elite verpflichtet ist. Selbst in der ARD wusste man schon seit Jahren, dass die Schulden niemals zurückgezahlt werden können und man hat das auch schon mehrmals so dort verlautbaren lassen. Völlig unverständlich, dass so ein Unsinn aus Brüssel absolut unkommentiert in den 20.00h Nachrichten übernommen wird. Unabhängiger Journalismus und vor allem Realismus scheint dort nicht mehr vorhanden zu sein. Ist das dann schon DDR. 2.0 reloaded? Aktuelle Kamera...und der Staatsrat ähh die EU-Kommission lässt verlauten?! Potemkinische Dörfer sind das! smilie_08

Aber in diesem Land wundert mich eh nichts mehr. Deutschland ist übrigens auf dem Korruptions- und Schwarzgeldindex noch vor Panama, insofern passt das wieder einmal perfekt zur Bananenrepublik Deutschland.

Wenn der Bevölkerung nicht einmal mehr gesagt werden darf, dass Griechenland selbst mit (geht nicht, aber nur mal angenommen) Null-Ausgabenpolitik niemals schuldenfrei wird, dann kann man diese "Nachrichten" doch gleich einstampfen.
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Vargas » 09.05.2016, 11:53

Ich sehe das so mit den Griechen die Schmerzgrenze ist schon lange erreicht für das Volk.
Griechenland wird die EU und Nato verlassen ( Russland wird friedlich in die Bresche springen)
Die Souveränität ist zurückerlangt ( macht wieder seine eigenen Gesetze )
Die Drachma wird wieder eingeführt als Währung. (eigene Zentralbank)
Alle Schulden werden nicht mehr zurückgezahlt.
Die Kriegstreiberei von der NATO wird ein Ende haben, gut für Europa, ein Gleichgewicht wird her-
gestellt.
Lieber ein Ende mit Schmerzen, als Schmerzen ohne Ende
Das griechische Volk hat die Schnauze voll. Diese Schritte werden auch vom Volk eingeleitet.
Der IMF ist auch nicht mehr Platzhirsch seit die AIIB gegründet wurde.
Die Chinesen werden da auch abgeneigt sein ein Fuss in der Türe zu haben.
Dann wäre das leidige Kapitel abgeschlossen, für immer und ewig.
Wir werden sehen wie die Sache entwickelt.
Gruss
vargas
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon 999.9 » 09.05.2016, 12:06

Wäre eine schöne Vorstellung - für das griechische Volk. Leider ist Griechenland für die US Think Tanks viel zu wichtig. Eher käme ein Militärputsch, als ein NATO-Austritt. Die NATO-Flotte ist, als sie den unsäglichen Regierungswechsel in Libyen dort massiv unterstützte von griechischen Häfen ausgelaufen. Auch sind dort wichtige Flugplätze, die die russische Südflanke und den Kaukasus "abdecken" können, darauf werden die Amerikaner niemals verzichten. Auch aus dem Grunde wird Griechenland überhaupt noch im Euro gehalten, weil die Wahrscheinlichkeit eines NATO-Austritts steigt, wenn erst einmal die Eurowährung weg ist, dann wäre der Weg zu einem Ausscheiden aus der NATO nicht mehr so unwahrscheinlich. Leider sehe ich daher für das griechische Volk wenig Spielraum, sich aus der eisernen Umklammerung von IWF, EU und letztlich auch der NATO zu befreien. Vorteile haben sie dadurch ganz sicher nicht, auch nicht, dass die griechischen Rüstungsausgaben unverhältnismäßig hoch sind. Davon profitieren deutsche und französische Rüstungskonzerne unmittelbar, aber die Bevölkerung hat davon nichts. Der IWF befürwortet massive Renten - und Lohnkürzungen, was ökonomischer Unsinn ist, da das die Binnenkonjunktur gegen die Wand fährt. Ein Sparen bei den massiven Rüstungsvorhaben wird nicht vorgeschlagen. Nachtigall ick hör dir trappsen...
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Vargas » 09.05.2016, 12:46

@999.9
wenn das Volk die Sache in die Hände nimmt, dann haben die NATO, IMF, EZB nichts mehr zu sagen.
Die Griechen haben noch E..... in der Hose, zu verlieren habe die auch nichts mehr,es kann nur noch
besser werden für das Volk.
Gruss
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon 999.9 » 09.05.2016, 12:56

Zu wünschen wäre es ihnen natürlich. smilie_01

Niemand kann auf Dauer unter so einem Finanzdiktat leben.
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Chinese » 09.05.2016, 13:20

Grundsätzlich ist es so das weder Griechenland, Deutschland oder jedes andere Euroland jemals Ihre Schulden zurückzuzahlen werden. Dies kann ein geübter Schüler in der ersten Klasse Grundschule ausrechnen.

Das Problem was auf die Länder und bei Griechenland insbesondere bereits sichtbar ist, zukommt ist das es keinen ausgeglichenen Haushalt gibt und man weiterhin auf Pump lebt. Auf Pump leben kann man solange der Schuldner gibt. Langsam aber sicher gibt im Euroraum nur noch die EZB.

Private Schuldner hätten Ihre Forderungen schon längst abgeschrieben und Griechenland keine neuen Kredite gegeben. Quasi ein Ende mit Schrecken.

Das dies politisch nicht gewünscht war und ist hat man Griechenland herausgekauft, was für die privaten Schuldner ein Glücksfall war. Nun hält man aus politischen Gründen am Euro fest und zwar aus unterschiedlichen Interessenlagen und wirft den Griechen wie einem Hund immer wieder einen Knochen zum überleben hin aber nur wenn diese schön brav ihre Hausaufgaben machen.

Letztendlich ist es so, wenn Griechenland scheitert, scheitert der Euro.

Wirtschaftlich kann es nur einen Bankrott und mit einer neuen eigenen Währung einen Neuanfang geben. Die Schulden bzw. die Forderungen gehören abgeschrieben.

Politisch mag ich dies nicht beurteilen. Wobei auch die Griechen anscheinend noch nicht genug leiden. Ich habe den Eindruck das eine Mehrheit der Griechen den Euro und die verbundenen Vorteile (Import) gar nicht aufgeben wollen. So wird sich die ganze Sache noch Jahre hinziehen. Erst wenn sich die Zukunft des Euro im Gesamten entschieden hat wird es auch in Griechenland zu einer Entscheidung kommen.
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Vargas » 09.05.2016, 13:31

@Chinese,
zuerst wird das Brexit kommen dieses Jahr, nächstes Jahr, wenn Le Pen in Frankreich gewinnt ist
Europa Toast. Dann wird ein Land nach dem andern die EU verlassen, einige Länder stehen da
schon in den Startlöchern.
Gruss
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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon Bumerang » 09.05.2016, 14:02

Eventuell raus aus dem €, mehr passiert nicht.
Oder die GR-Schulden werden weiterhin in der EU verteilt.

Habe mal irgendwo gelesen, auf einer "VT-Seite", dass Deutschland als Erstes den € verlassen wird.
Oder der € bricht zusammen und dann sind alle Probleme gelöst.
Gruß

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Re: Aus die Maus für Griechenland

Beitragvon redtshirt » 09.05.2016, 14:05

Griechenland ist der Laborversuch, wie weit die Regierung gehen kann bis der erste auf gehangen wird.


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