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Aus die Maus für Griechenland

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Silberfreak1
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Beitragvon Silberfreak1 » 16.06.2015, 13:43

@Bumerang "plausibel"
danke für dein update - Mißverständnis.

ps.
Griechenlands Finanzminister Varoufakis warnt vor einer Auflösung Europas. Doch für die meisten Griechen steht das nicht zur Debatte. Fast 70 Prozent wollen laut einer Umfrage im Euro bleiben - und würden sogar harte Sparmaßnahmen akzeptieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 38958.html

die Griechen erahnen wohl dass es ohne Euro und mit Drachme noch schlechter zu leben wäre.

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eisendieter
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Beitragvon eisendieter » 16.06.2015, 14:19

wenn der Austritt verkraftbar wäre, wie man überall lesen kann, und wenn dieser keine Turbulenzen an den Märkten auslösen wird, wie man ebenfalls überall lesen kann, warum lässt man es dann nicht einfach dazu kommen?
Erfolgreich gehandelt, siehe unter https://forum.silber.de/viewtopic.php?f=28&t=16101

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veritas
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Beitragvon veritas » 16.06.2015, 14:23

Ein Zitat aus der FAZ, welches auch nicht von der Hand zu weisen ist:

"In fünf Jahren verfehlter Rettungspolitik sind trotz Schuldenschnitts die Schulden Griechenlands von 48 auf 330 Milliarden Euro gestiegen – und die Arbeitslosigkeit – und die Arbeitslosigkeit von 11 auf 26 Prozent. Dieses Experiment ist krachend gescheitert. Jetzt beginnt das „Blame Game“, niemand will es gewesen sein, der Schwarze Peter soll nach Athen.“

Griechenland, Ukraine, Lummerland ... gibt es überhaupt noch andere Themen? Immer, wenn ich an einer geschlossenen Schule vorbeifahre, kommen mir da so Gedanken. Interessiert es überhaupt noch, wie es hier in Deutschland aussieht? 12 Millionen dahinvegetierend unter der Armutsgrenze, Millionen arbeitslos oder in versklavenden Anstellungen, Vernichtung des Mittelstands und der allgemeinen Zukunft selbst der fleißigsten Menschen. Die Liste wäre beliebig erweiterbar. Wenn es um innenpolitische Themen geht, dann nur noch um die Integration unserer ausländischen Besucher. Da macht man sich seine Gedanken, und wird abrupt aus diese gerissen, weil wieder so ein Schlagloch etwas störend den Fortgang verhindert. Könnte man dieses verdammte Loch nicht mal langsam schließen? Ach nein! Entschuldigung, ich vergaß, dazu fehlt hier das Geld. Armes reiches Deutschland! Hauptsache international den Muskelmax spielen, koste es was es wolle. Ein Irrsinn bis hin zum Wahnsinn, und dann auch noch alles alternativlos.

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Beitragvon eisendieter » 16.06.2015, 14:46

Silberfreak1 hat geschrieben:Griechenlands Finanzminister Varoufakis warnt vor einer Auflösung Europas.



ich wundere mich sowieso, dass sich der Vogel da überhaupt noch einmischen darf. Hieß es nicht vor vier Wochen, er sei entmachtet?
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Beitragvon eisendieter » 16.06.2015, 14:52

veritas hat geschrieben: Hauptsache international den Muskelmax spielen, koste es was es wolle. Ein Irrsinn bis hin zum Wahnsinn, und dann auch noch alles alternativlos.



Im richtigen Leben erfüllt das mindestens die Tatbestände Veruntreuung, Beihilfe zur Insolvenzverschleppung, Betrug, Verschleierung von Straftaten und Meineid, was in dem Umfang für eine lebenslange Haft reichen dürfte, und zwar alternativlos.

Bestraft wird in unserem Land jedoch hingegen derjenige, der keine Reflektoren am Fahrrad hat.
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Pablo Hernandez

Beitragvon Pablo Hernandez » 16.06.2015, 15:21

veritas hat geschrieben:Ein Zitat aus der FAZ, welches auch nicht von der Hand zu weisen ist:

"In fünf Jahren verfehlter Rettungspolitik sind trotz Schuldenschnitts die Schulden Griechenlands von 48 auf 330 Milliarden Euro gestiegen – und die Arbeitslosigkeit – und die Arbeitslosigkeit von 11 auf 26 Prozent. Dieses Experiment ist krachend gescheitert. Jetzt beginnt das „Blame Game“, niemand will es gewesen sein, der Schwarze Peter soll nach Athen.“

Griechenland, Ukraine, Lummerland ... gibt es überhaupt noch andere Themen? Immer, wenn ich an einer geschlossenen Schule vorbeifahre, kommen mir da so Gedanken. Interessiert es überhaupt noch, wie es hier in Deutschland aussieht? 12 Millionen dahinvegetierend unter der Armutsgrenze, Millionen arbeitslos oder in versklavenden Anstellungen, Vernichtung des Mittelstands und der allgemeinen Zukunft selbst der fleißigsten Menschen. Die Liste wäre beliebig erweiterbar. Wenn es um innenpolitische Themen geht, dann nur noch um die Integration unserer ausländischen Besucher. Da macht man sich seine Gedanken, und wird abrupt aus diese gerissen, weil wieder so ein Schlagloch etwas störend den Fortgang verhindert. Könnte man dieses verdammte Loch nicht mal langsam schließen? Ach nein! Entschuldigung, ich vergaß, dazu fehlt hier das Geld. Armes reiches Deutschland! Hauptsache international den Muskelmax spielen, koste es was es wolle. Ein Irrsinn bis hin zum Wahnsinn, und dann auch noch alles alternativlos.


Jetzt sei aber nicht undankbar. Immerhin dürfen Schwule + Lesben heiraten und demnächst Kinder adoptieren. Da wurde von der Politik doch viel erreicht. Gemessen an der Häufigkeit der Berichterstattung dürften davon mindestens 99,5 % der Deutschen Bevölkerung betroffen sein. smilie_11

lifesgood

Beitragvon lifesgood » 16.06.2015, 15:34

... und das weil die Iren sich bei einer Volksabstimmung dafür entschieden haben.

Eigentlich könnten wir bei der nächsten Bundestagswahl auch die Iren für uns zum Wählen schicken, hier wird die Wahlbeteiligung sowieso immer geringer smilie_10

Unabhängig davon wie man zu der Sache steht, aber dass hier Gesetze geändert werden, weil sich ein anderes Land bei einer Volksabstimmung dafür entschieden hat, das ist doch hahnebüchen.

Wenn man wissen will, wie das deutsche Volk dazu steht, kann man es ja einfach befragen. Aber direkte Demokratie ist in diesem Land ja wohl weniger erwünscht.

lifesgood

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Beitragvon Bumerang » 16.06.2015, 16:02

eisendieter hat geschrieben:wenn der Austritt verkraftbar wäre, wie man überall lesen kann, und wenn dieser keine Turbulenzen an den Märkten auslösen wird, wie man ebenfalls überall lesen kann, warum lässt man es dann nicht einfach dazu kommen?


Der Austritt GR's wäre für sich betrachtet verkraftbar, ABER:

Die Privatinvestoren würden keine Anleihen mehr von Spanien, Irland, Portugal, Italien mehr kaufen, weil sie ein ähnliches Vorgehen (Austritt mit Schuldenerlass bzw Umwandlung in Landeswährung) befürchten würden. Kein Mensch würde mehr in ein Fonds oder KLV investieren, die in solche Anleihen investiert. Selbst die Bürger der betroffenen Länder. Im Gegenteil, es würde zu einem Ausverkauf kommen und in Folge zu einem starken Zinsanstieg. Damit würden ein oder gleich mehrere Staaten GR's Platz einnehmen.

GR ist nicht das Problem sondern der €. GR zeigt es nur.

Also gibt es nur einen Weg um den € zu behalten: What ever it takes = Inflation + Subvention.
Gruß

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Entweder man hat Kapital oder man ist Kapital

Pablo Hernandez

Beitragvon Pablo Hernandez » 16.06.2015, 18:22

Bumerang hat geschrieben:
eisendieter hat geschrieben:wenn der Austritt verkraftbar wäre, wie man überall lesen kann, und wenn dieser keine Turbulenzen an den Märkten auslösen wird, wie man ebenfalls überall lesen kann, warum lässt man es dann nicht einfach dazu kommen?


Der Austritt GR's wäre für sich betrachtet verkraftbar, ABER:

Die Privatinvestoren würden keine Anleihen mehr von Spanien, Irland, Portugal, Italien mehr kaufen, weil sie ein ähnliches Vorgehen (Austritt mit Schuldenerlass bzw Umwandlung in Landeswährung) befürchten würden. Kein Mensch würde mehr in ein Fonds oder KLV investieren, die in solche Anleihen investiert. Selbst die Bürger der betroffenen Länder. Im Gegenteil, es würde zu einem Ausverkauf kommen und in Folge zu einem starken Zinsanstieg. Damit würden ein oder gleich mehrere Staaten GR's Platz einnehmen.

GR ist nicht das Problem sondern der €. GR zeigt es nur.

Also gibt es nur einen Weg um den € zu behalten: What ever it takes = Inflation + Subvention.


Sozusagen ALTERNATIVLOS gell. Aber das zieht nicht mehr, inzwischen rafft es auch das Volk, dass es mit Merkel + Co. ALTERNATIVLOS in den Abgrund geht.

Länder wie Spanien oder Italien haben auch vor dem Euro mit Anleihezinsen von 6 - 10 % gelebt und ihnen ging es wesentlich besser als heute. Die niedrigen Anleihezinsen produzieren einen gnadenlose Deflation mit Jugendarbeitslosigkeit von 50 % und mehr.

Wer auf Inflation wartet, der kann das bei der Fortführung der aktuellen Politik auch noch 10 weitere Jahre tun, so wie dieser Experte hier. Ohne Anleihezinsen von wenigestens 2-3 % läuft inflationsmäßig gar nix.

http://www.rissesblog.de/buecher/die-inflation-kommt/

Erschienen 2010! smilie_20

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Sapnovela
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Beitragvon Sapnovela » 16.06.2015, 20:20

Bumerang hat geschrieben:
eisendieter hat geschrieben:wenn der Austritt verkraftbar wäre, wie man überall lesen kann, und wenn dieser keine Turbulenzen an den Märkten auslösen wird, wie man ebenfalls überall lesen kann, warum lässt man es dann nicht einfach dazu kommen?


Der Austritt GR's wäre für sich betrachtet verkraftbar, ABER:

Die Privatinvestoren würden keine Anleihen mehr von Spanien, Irland, Portugal, Italien mehr kaufen, weil sie ein ähnliches Vorgehen (Austritt mit Schuldenerlass bzw Umwandlung in Landeswährung) befürchten würden. Kein Mensch würde mehr in ein Fonds oder KLV investieren, die in solche Anleihen investiert. Selbst die Bürger der betroffenen Länder. Im Gegenteil, es würde zu einem Ausverkauf kommen und in Folge zu einem starken Zinsanstieg. Damit würden ein oder gleich mehrere Staaten GR's Platz einnehmen.

GR ist nicht das Problem sondern der €. GR zeigt es nur.

Also gibt es nur einen Weg um den € zu behalten: What ever it takes = Inflation + Subvention.


Die von Dir genannten ehemaligen Krisenstaaten sind
a) keine homogene Gruppe und
b) kaum mit Griechenland vergleichbar, da Griechenland de facto ein failed state ist, nicht in der Lage seine Steuern einzuziehen, ein funktionierendes Rechtssystem aufzubauen etc.

Italien und Irland haben passable Handelsüberschüsse,
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... u-laender/
dagegen hat Griechenland fast gar nichts zum exportieren.

Irland ist auch ein beliebtes Ziel für ausländische Direkt-Investoren, was für Griechenland nicht unbedingt gilt...
http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/mapToo ... lbox=types

Schwieriger ist es für Spanien und Portugal. Sie machen auch neue Schulden, aber bei weitem nicht so viele wie Griechenland
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... u-staaten/
und das bei Rekordschulden in Griechenland...
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... sprodukts/

Für Spanien und Portugal wird Draghis Anleihe-Kaufprogramm aber sicher ausreichen, zur Not wir die Parität nach Ländern eben aufgegeben, ist ja nicht so, dass Verträge in der EU wirklich wichtig sind. Es wird am langen Ende etwas teurer, sollte aber beherrschbar sein. Bin mal gespannt, wer nach einem evtl. Grexit gegen eine Notenbank mit einer Billionen-Euro-Druckmaschine spekuliert.

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 16.06.2015, 20:26

Das Wochenende wäre perfekt für einen Ausstieg geeignet!2 Tage sind die Banken zu und das wird nochmal um 3 Tage verlängert und ab Donnerstag bekommen alle Griechen ihre frischen Drachmen.
Notbanknoten sind in der Regel ja schon vorhanden,da brauch also für die Erstausrüstung nicht viel gedruckt werden.Da kann man wieder schön sehen welchen Wert bedrucktes Papier hat.
So und nicht anders...
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Beitragvon 00.43peter » 16.06.2015, 20:36

Also,wenn jemand Drachmen braucht,ich hab noch welche...1:2 zugunsten der Drachme smilie_20
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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 16.06.2015, 20:41

Ob die da das alte Design wieder nehmen?Die haben bestimmt für viel Geld was ganz tolles neues optimistisches entworfen...
Fuck the Euro oder sowas...
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GV Jäger
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Beitragvon GV Jäger » 16.06.2015, 20:58

Da machen die Griechen genau das, was sich jeder in der einen oder anderen Form wünscht, zu versuchen den Turbo Kapitalismus zu beenden und dafür gibt es von den gleichen Wutbürgern auch nur Gemecker.
Lucke bei den Bilderbergern ist wohl doch keine so gute Alternative.

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Beitragvon Sapnovela » 16.06.2015, 22:12

Schöner Artikel in der Welt...

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... ieger.html

Alexis Tsipras ist jetzt schon der Sieger

Mit Blick auf Athen hält man in Berlin angespannt den Atem an. Den griechischen Ministerpräsidenten freut es. Er setzt gezielt auf die nervenschwachen Deutschen. Bisher geht seine Rechnung auf.
...
Selbst wenn Athen heute sämtliche Forderungen erfüllte, die seine Verhandlungspartner seit dem Wochenende zur Bedingung gemacht haben, hätte sich der griechische Starrsinn gelohnt. Nie ist die Euro-Gruppe Alexis Tsipras mehr entgegengekommen als in diesen Tagen. Der Ministerpräsident bleibt dennoch stur. Er will nicht nur nicht sparen, er will keinerlei Veränderungen in seinem Land zulassen. Tsipras vertraut weiter auf die Nervenschwäche der Europäer im Allgemeinen, der Deutschen in Gestalt von Angela Merkel im Besonderen, deren Worte ("Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg") ein deutsches Entgegenkommen zumindest nicht ausschließen


Und "wir" werden sie immer weiter wählen die CDU-CSU-SPD-FDP-Grüne Umverteilungstruppe.... alternativlos. smilie_29


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