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Scotland the brave

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999.9
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Beitragvon 999.9 » 22.10.2012, 09:09

numerobis hat geschrieben:Europa und EU sollte man streng unterscheiden!

Numerobis schätzt das Eine sehr während er das Andere zutiefst verachtet.


Mit den beiden Begriffen geht es mir sehr ähnlich!

smilie_02
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
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Reblis
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Beitragvon Reblis » 25.10.2012, 20:29


Reblis
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Beitragvon Reblis » 26.10.2012, 10:27

Krise schreckt Militär

Spanischer Stabsoffizier warnt Katalanen vor »Hochverrat«: Krise läßt Riß aufbrechen, der nach Tod des Putschistenführers und Diktators Franco mühsam gekittet worden war

immer öfter werden auf beiden Seiten der Barrikaden wieder Symbole, Begriffe und Bilder aus dem Krieg 1936–1939 wiederbelebt.

Seit einiger Zeit schwebt über jeder Diskussion zu Spanien die Frage, ob die sich ausweitende Finanz- und Wirtschaftskrise zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen kann. Sie wurde nicht offen ausgesprochen, das Thema galt als tabu. Gebrochen wurde es jetzt von einem Vertreter der Offizierskaste.

Francisco Alaman, Oberst der spanischen Armee im aktiven Dienst, verglich kürzlich die aktuelle Krise mit jener von 1936, in deren Folge Franco und weitere Generäle putschten. Einziger Unterschied sei, daß bisher »noch kein Blut geflossen« ist. In einem Interview mit dem Onlineportal Alerta Digital erklärte der Obrist, daß diese Entwicklung anhalten werde, denn »die Zahlen zeigen, daß sich die Lage in den kommenden Monaten und Jahren weiter verschlechtern wird.« Anlaß der Empörung des Stabsoffiziers waren vor allem die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens, der wirtschaftlich zweitstärksten Region Spaniens. Für dieses Ziel hatten im September in Barcelona 1,5 Millionen Menschen demonstriert.

Alaman platzte heraus, was offenbar viele im großteils reaktionären Offizierskorps denken: »Unabhängigkeit für Katalonien wird es nur über meine Leiche und die vieler anderer Soldaten geben. … Auch wenn der Löwe schläft, sollte man ihn nicht provozieren (…).« Die katalanischen »Nationalisten« seien »Geier« die es »zu vernichten« gelte.


http://www.jungewelt.de/2012/10-06/025.php







Der großartige Separatismus der Schotten

Das schottische Unabhängigkeitsstreben ist anders als der Separatismus, der in Südtirol oder Katalonien schwelt. Die Schotten sind weder fremdenfeindlich, noch haben sie etwas gegen Europa. Von Thomas Schmid

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article109975520/Der-grossartige-Separatismus-der-Schotten.html

numerobis

Beitragvon numerobis » 26.10.2012, 15:16

Nett von dem alten Spontirevoluzzer T.Schmid daß er dem Leser behilflich ist "guten" und "bösen"Separatismus auseinanderzuhalten.

Da kann ich mir auch gleich die taz kaufen meinte kopfschüttelnd die verkaufte Auflagezahl...

Reblis
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Beitragvon Reblis » 07.11.2012, 20:37

Die EU lässt die Katalenen jedenfalls schon mal wissen das sie im Falle eienr einseitigen Unabhängikeitserklärung nicht in der EU bleiben können.
Eine indirekte androhung von Wirtschaftlichen Sanktionen gegen diesen dann neuen Staat?

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3154083/unabhaengiges-katalonien-kann-nicht-bei-eu-bleiben.story






Katalonien: Ein neuer Staat in Europa

Vor den vorgezogenen Regionalwahlen in Katalonien ist die Stimmung in Spanien aufgeheizt. Neben der tristen Wirtschaftslage hat das Land nun auch mit den Sezessionsbestrebungen des reichen Nordens zu kämpfen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1308410/Katalonien_Ein-neuer-Staat-in-Europa?_vl_backlink=/home/index.do



Spanische Intellektuelle gegen Unabhängigkeit Kataloniens

MADRID. Rund 300 spanische Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle haben sich in einem gemeinsamen Manifest gegen eine Abspaltung der Region Katalonien von Spanien ausgesprochen.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,1001286

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Chinese
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Beitragvon Chinese » 08.11.2012, 03:36

Reblis hat geschrieben:Die EU lässt die Katalenen jedenfalls schon mal wissen das sie im Falle eienr einseitigen Unabhängikeitserklärung nicht in der EU bleiben können.
Eine indirekte androhung von Wirtschaftlichen Sanktionen gegen diesen dann neuen Staat?

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3154083/unabhaengiges-katalonien-kann-nicht-bei-eu-bleiben.story






Katalonien: Ein neuer Staat in Europa

Vor den vorgezogenen Regionalwahlen in Katalonien ist die Stimmung in Spanien aufgeheizt. Neben der tristen Wirtschaftslage hat das Land nun auch mit den Sezessionsbestrebungen des reichen Nordens zu kämpfen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1308410/Katalonien_Ein-neuer-Staat-in-Europa?_vl_backlink=/home/index.do



Spanische Intellektuelle gegen Unabhängigkeit Kataloniens

MADRID. Rund 300 spanische Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle haben sich in einem gemeinsamen Manifest gegen eine Abspaltung der Region Katalonien von Spanien ausgesprochen.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/art17,1001286


Würde eher sagen 300 nichtkatalonische Schriftsteller ............
»Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein

numerobis

Beitragvon numerobis » 16.11.2012, 23:03

Weil es ja zum allgemeinen Sezessionsfaden mutiert ist:

Auch jenseits des großen Tümpels melden einige Regionen Unabhängigkeitswünsche an.

In Texas wurden bereits über 100.000 Unterschriften für die Loslösung von den VSA gesammelt.

Reblis
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Beitragvon Reblis » 19.11.2012, 22:14

So wie es aussieht machen die Katalonen ernst.

Katalonien fordert Madrid heraus

Nach dem Willen seines Regierungschefs Artur Mas macht Katalonien ab Januar die ersten Schritte in Richtung Unabhängigkeit. "Wir werden keine Zeit verlieren", sagte Mas am Montag in einem Interview des Rundfunksenders Ser.

http://www.ftd.de/politik/europa/:unabhaengigkeit-katalonien-fordert-madrid-heraus/70119744.html






Bei den Parlamentswahlen in Katalonien am Sonntag wollen Nationalisten über die Abspaltung von Spanien abstimmen. Madrid vernachlässige die katalanische Infrastruktur und investiere Steuergelder in anderen Regionen. 600 Dörfer haben sich schon in einer Unabhängigkeitsbewegung zusammengeschlossen.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1925900/

Reblis
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Beitragvon Reblis » 25.11.2012, 11:34

Katalanen kämpfen für "neuen Staat in Europa"

Heute entscheidet Katalonien über seine Zukunft. Die Mehrheit der Bürger will Unabhängigkeit vom Rest Spaniens – auch wegen der Schuldenkrise. Eine Reportage aus dem Herzen des Separatismus.

http://www.welt.de/politik/ausland/article111465577/Katalanen-kaempfen-fuer-neuen-Staat-in-Europa.html
Ganz genau so ist es und nicht anders!

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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 25.11.2012, 11:51

na dann wird es mit einer spanischen Erholung nix.
Dann haben wir Spanien genauso an der Backe wie Griechenland

numerobis

Beitragvon numerobis » 25.11.2012, 12:29

Aba Spanien ist dann kleiner....

Zumal das Baskenland und Navarra dann ebenso auf Ideen kommen werden.

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haehnchen03
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Beitragvon haehnchen03 » 25.11.2012, 12:40

Am Zahlungsumfang Resteuropas wird sich dadurch aber wenig ändern.
Oder?

numerobis

Beitragvon numerobis » 25.11.2012, 12:55

Wäre Katalonien denn überhaupt in der EU?

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picodali
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Beitragvon picodali » 25.11.2012, 14:06

numerobis hat geschrieben:Wäre Katalonien denn überhaupt in der EU?


Nein. Die Aufnahme in die EU müsste, wenn gewünscht :wink: , neu beantragt werden. Ist übrigens eines der Hauptargumente der Status-Quo-Vertreter...

Finerus
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Beitragvon Finerus » 25.11.2012, 14:44

Die Aufnahme in die EU müsste dann neu beantragt werden, wenn davon ausgegangen wird, daß der neue Staat nicht in die Rechtsfolge Spaniens tritt. Hier könnte ebenso gut von einer fortgesetzten, gemeinsamen Mitgliedschaft der Nachfolgestaaten ausgegangen werden, was aber in der Praxis kaum ausgestaltbar wäre.

Fraglich ist überhaupt schon, ob eine Abspaltung Kataloniens und Schottlands als Sezession oder als Dismembration anzusehen wäre. Fielen z.B. gleichzeitig mit Katalonien noch weitere Regionen von Spanien ab, könnte man durchaus argumentieren, daß die Existenz des Altstaates insgesamt beendet ist und die Nachfolgestaaten komplett neu gegründet werden, da keiner von ihnen einfach nur als der vollumfängliche Altstaat weiterbesteht. Dann müssten alle Nachfolgestaaten neue Anträge für die Aufnahme in Staatenbünde wie die UNO oder die EU stellen. Das war bei der Auflösung Jugoslawiens und der Tschechoslowakei der Fall, denen jeweils komplett neue Nachfolgestaaten entsprangen.

Typisch, daß seitens der EU mit dem Verlust der EU-Mitgliedschaft - gleichbedeutend mit dem Verlust sicherer Subventionen - gedroht wird. Ob die Mitgliedschaft in der EU aber wirklich so erstrebenswert ist? Eine Zugehörigkeit zur Europäischen Freihandelszone EFTA genügt doch vollkommen. Man genießt dann alle Handelsvorteile, ohne sich mit den gigantischen Lasten und Risiken der EU zu beladen. Norwegen stellt hier das prosperierende Paradebeispiel dar. Meiner Meinung nach wäre Schottland im Fall der Selbständigkeit gut beraten, diese Option zu erwägen, anstatt sich erneut in die Fänge einer repressiven, undemokratischen Oberhoheit zu begeben.

Nachtrag:
Die Katalanen haben es heute mit der Wahl ihrer Regionalregierung in der Hand, den ersten Schritt zu einem Europa selbstbewusster und selbstbestimmter Regionen zu unternehmen. Schottland wird die katalanische Wahl und ihre Auswirkungen (mögliches Referendum zur Unabhängigkeit Kataloniens) mit größter Aufmerksamkeit beobachten: http://www.bloomberg.com/news/2012-11-25/catalans-vote-as-secession-push-piles-strain-on-rajoy.html


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