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Beginnende Bargeldverbote

Hier können Sie lesenswerte Nachrichten zur Börse, Euro / Dollar, Öl, Finanzkrise, Inflation, Wirtschaft etc. aus Deutschland und dem Rest der Welt einstellen.

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Em-Bug
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Em-Bug » 19.07.2017, 23:04

Goldfisch hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Bargeld wird weiterhin überall dort genutzt, wo es einen Mehrwert bringt. Ich kann mir in Deutschland keine Geschäft vorstellen, das den Kunden mit Bargeld wegschickt.



Da habe ich andere Erfahrungen beim Kauf eines Neuwagens dieses Jahr gemacht...


Was wurde denn als Zahlungsweg akzeptiert bzw. was ist da jetzt üblich: Vorkasse, Kreditkarte, Bankkarte oder Rechnung?
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Ric III
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Ric III » 19.07.2017, 23:10

Markus 92 hat geschrieben:Kreditkartenanbieter VISA erklärt Bargeld im Einzelhandel den Krieg!

https://finanzmarktwelt.de/kreditkarten ... ieg-63684/

Passendes Video von Dirk Müller dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=WgwOG3Jxqg0


Da weiß ich ja wer noch diese Woche seine VISA einstampfen läßt.

Aktion -Reaktion.

Goldfisch
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Goldfisch » 19.07.2017, 23:15

Em-Bug hat geschrieben:
Goldfisch hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Bargeld wird weiterhin überall dort genutzt, wo es einen Mehrwert bringt. Ich kann mir in Deutschland keine Geschäft vorstellen, das den Kunden mit Bargeld wegschickt.



Da habe ich andere Erfahrungen beim Kauf eines Neuwagens dieses Jahr gemacht...


Was wurde denn als Zahlungsweg akzeptiert bzw. was ist da jetzt üblich: Vorkasse, Kreditkarte, Bankkarte oder Rechnung?


Vorkasse per Überweisung. Bargeld bei Übergabe würde abgelehnt.
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Ric III
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Ric III » 20.07.2017, 00:18


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Bumerang
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Bumerang » 20.07.2017, 07:43

Goldfisch hat geschrieben:
Em-Bug hat geschrieben:
Goldfisch hat geschrieben:

Da habe ich andere Erfahrungen beim Kauf eines Neuwagens dieses Jahr gemacht...


Was wurde denn als Zahlungsweg akzeptiert bzw. was ist da jetzt üblich: Vorkasse, Kreditkarte, Bankkarte oder Rechnung?


Vorkasse per Überweisung. Bargeld bei Übergabe würde abgelehnt.



Ausnahmen bestätigen die Regel.

Es wäre interessant zu wissen, ob nach der Vertragsunterzeichnung diese Regelung zum Vorschein kam, beziehungsweise sie bereits Bestandteil des Vertrages war.

Im zweiten Falle hast du das quasi akzeptiert. Ist im Vertrag dazu nichts geregelt gewesen, hätte der Händler dein Bargeld akzeptieren müssen! Wenn er das nicht tut, gerät er in Annahmeverzug und muss nun hinter dir her laufen um an sein Geld zu kommen! Oder du hast den Vertrag noch gar nicht unterschrieben. Dann hätte ich es darauf ankommen lassen und einfach gesagt "nun wenn Sie mein Geld nicht brauchen gehe ich halt zum nächsten Händler". Ich wäre auf die Reaktion gespannt gewesen.

Natürlich können verschiedene Konstellationen dazu führen, dass so ne komische Haltung entsteht. Als erstes kann ich mir vorstellen, dass Hersteller mit eigenen Autohäusern wie Mercedes oder BMW, die sowieso (noch) auf einem sehr hohen Ross sitzen, eine interne Regelung haben, um Bargeld möglich zu vermeiden. Doch als Kunde kann man sehr wohl drauf bestehen und im Zweifel würde man, glaube ich, den Wagen auch bar bezahlen können. Oder es handelt sich um sozusagen "Discounter" die Autos wie bei Aldi am Fließband verkaufen. Von so einem habe ich mir vor 15 Jahren ein Auto geholt. Es war wirklich wie bei Aldi an der Kasse ( ca 10 an der Zahl!). Fahrzeug circa eine Woche vorher ausgesucht, online, Bilder ausgetauscht Daten ausgetauscht, vor Ort Probefahrt gemacht, Auto geprüft, an der Kasse bar bezahlt und mitgenommen. Die Geldwäsche Vorschriften waren damals aber lockerer. Möglicherweise möchte man sich bei sehr vielen Kunden die Formulare ersparen, was schließlich viel Zeit kostet. Das Verhalten einzelner Händler ist auch nicht relevant. Man wird immer einen Händler finden, bei dem man sein Auto bar bezahlen kann. Ob es dann der günstigster Preis sein wird, ist natürlich nicht garantiert. Bei einer Direktbank zum Beispiel hat man keine Filiale um 10.000 € abzuheben. Wobei das inzwischen auch bei manchen Filialbanken nicht mehr geht. Das nimmt man in Kauf um keine Kontogebühren zu bezahlen, bessere Konditionen und einen deutlich besseren Service zu erhalten.
So lange auf dem Markt alles zu bekommen ist, in jeder Art und Weise, ist alles in Ordnung.

Man kann aber nicht von jedem alles verlangen und das auch noch günstig. Das geht nicht.

Solche Debatten werden künftig immer öfter geführt werden, weil die IT in allen Bereichen Einzug hält. Digitalisierung sage ich nur!

Das Bargeld wird davon nicht verschont bleiben. Überall dort wo Bargeld nicht zwingend notwendig ist für mindestens einen der Vertragsparteien, wird es durch Plastikgeld ersetzt. Ich spreche hier von ganz normalen Marktverhalten, und nicht von irgendwelchen gesetzlichen Zwängen! Diese sind natürlich in einer freien Gesellschaft natürlich abzulehnen!

Im übrigen ersetzen die neuen Zahlungsmethoden die Banken!!! Inzwischen können auch andere Unternehmen die nichts mit der Finanzbranche zu tun haben Fiat-Geld "verwalten". Hätte die Finanzbranche die Golddeckung behalten, wären viele der neuen Zahlungs-Dienstleister aus dem Spiel. smilie_07
Gruß

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bestone
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon bestone » 21.07.2017, 13:26

Hatten gestern wegen einer 2018 anstehenden Betriebsschließung Vertreter der Arbeitsagentur vor Ort.
Also dort kann man sich seine Ansprüche noch bar auszahlen lassen, wenn auch gegen eine Gebühr... :mrgreen:
Viele Grüße
bestone

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Finerus
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Finerus » 09.08.2017, 10:21

Wieder ein neuer Dienst, diesmal eine Initiative der Bankenwirtschaft, wohl eine etwas späte Reaktion auf die branchenfremden Drittanbieter:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Banken-ermoeglichen-Echtzeitueberweisung-article19974392.html

Es scheint so zu kommen, wie Bumerang es hier verschiedentlich angedeutet hat: Konkurrenz belebt das Geschäft.

Die Zahl alternativer Bezahldienste nimmt nicht nur zu, auch ihre Alltagstauglichkeit verbessert sich, da sie preislich immer besser mithalten können bzw. andere Vorzüge zu bieten haben. Der Kunde wird sich aus dieser Vielfalt das passende Angebot frei aussuchen (Idealfall). Oder es werden sich wieder mal wenige Quasimonopolisten mit dubiosen Methoden durchsetzen (bisherige Erfahrung im Onlinebusiness). Für entscheidend halte ich, daß möglichst weitgehende Wahlfreiheit bewahrt bleibt, sowie Verbraucher- und Datenschutz einigermaßen gewährleistet ist. Der Möglichkeit zur Bezahlung mit Bargeld fällt in diesem Entwicklungsrahmen mMn eine unverzichtbare, oft aber unterschätzte Aufgabe zu: einerseits als Reserveinstrument, andererseits als Preisreferenz.

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Kox
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Kox » 18.08.2017, 20:10

Hallo

...ein Autokauf geht auch heute noch in Barzahlung. Hab mir Neuwagen gekauft/bestellt.
Meine Frage wegen Barzahlung wurde nett und seriös bejaht. So auch im März diesen Jahres
geschehen bei Auslieferungstermin. 54567,89 € Fein säuberlich in allen möglichen Scheinen bezahlt. Geld lief durch Zählmaschine
und gut. ... so what? :mrgreen:

Grüße Kox
Mit Hilfe der DM wurde das erschaffen, was mit Hilfe des € zerstört wird.....

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Gairsoppa
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Gairsoppa » 18.08.2017, 20:28

smilie_02 Schon klar: Fünfzigtausend und 4-5-6-7-Komma-8-9

War's 'n Diesel smilie_06
Das Geld ist der Punkt, den Archimedes suchte, um die Welt zu bewegen (Johann Nestroy)
7x erfolgreich gehandelt

oli40
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon oli40 » 18.08.2017, 20:41

Der Autohändler nimmt nur Bares bis 14990 Euro.
Der Rest des Kaufpreises muss überwiesen werden.
Wenn der Restbetrag auf das Konto des Autohändlers eingegangen ist kannst du dein Auto abholen.

So schauts aus.


smilie_24 oli40
Scheiss drauf!...Malle ist nur einmal im Jahr.

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Gairsoppa
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Gairsoppa » 18.08.2017, 21:44

Gairsoppa hat geschrieben:smilie_02 Schon klar: Fünfzigtausend und 4-5-6-7-Komma-8-9

War's 'n Diesel smilie_06


smilie_20 fällt mir erst jetzt auf, der Typ hat Dich um 20.000 Öcken beschubst smilie_11
Die Karre war nur 34567,89 € wert
Na ja, mein A6 Avant S hat immerhin 98765,43 € gekostet
smilie_10
(nix für ungut Kox)
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7x erfolgreich gehandelt

Ronny
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Ronny » 18.08.2017, 22:08

..... für diesen Preis kaufe ich mir rd. 8 neue Autos, mit denen ich auch von A nach B komme. Mein letzter Kauf war vor 5 Jahren, Hyundai I 10 für schlappe 6.900,--! Hatte bisher nie Probleme damit!
Jeder wie er halt kann oder will .... :lol:

Silbermann 1984
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Silbermann 1984 » 18.08.2017, 23:02

Ronny hat geschrieben:..... für diesen Preis kaufe ich mir rd. 8 neue Autos, mit denen ich auch von A nach B komme. Mein letzter Kauf war vor 5 Jahren, Hyundai I 10 für schlappe 6.900,--! Hatte bisher nie Probleme damit!
Jeder wie er halt kann oder will .... :lol:


Manchen geht halt einer bei ab wenn man richtig dick auftragen kann smilie_11 ,mach dir nichts draus Ronny ,ich würde auch nicht mehr wie 10 Riesen für ne Karre ausgeben,selbst wenn ich 100.000 ausgeben könnte ,der Mist fault einem nämlich eh wieder nur unterm Hintern weg ob irgendwann mal 10.000 oder 100.000 gekostet hat ist Herzlich egal :wink:

Ronny
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon Ronny » 19.08.2017, 00:16

@Silbermann

So sehe ich das auch. Ich war immer "Normalverdiener" und musste mein Geld schon immer bewusst ausgeben. Ich denke die meisten, die sich so teure Autos leisten können oder wollen, haben es nicht
selbst angespart. Eher durch Eltern oder Erbschaften "subventioniert" bekommen. Diesen Trend habe
ich auch durch meine jahrelange Tätigkeit als Bankangestellter oft beobachtet. Mir geht es eher wie Dir, für mich wäre so ein teures Auto eher eine Belastung. Von Neid bin ich weit weg...! Ich habe in meinem Leben gelernt, dass andere Dinge für mich weitaus wichtiger sind... smilie_24

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buntebank
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Re: Beginnende Bargeldverbote

Beitragvon buntebank » 19.08.2017, 07:06

ich will ja nicht unken - aber der Grossteil der Dickschiffe dürfte entweder direkt geleast
oder halt als Firmenwagen mit 1%-Regelung für private Nutzung durch die Republik fahren.

da tritt dann sowieso kein Bargeld-Problem auf...
ist eher eines der unzähligen Subventions-Probleme...
je nach gefahrenen Kilometern und Anschaffungskosten dürfte jeder Harzer
erneut neidisch werden, wieviel "die anderen" monatlich "sparen" dürfen...

da wird dann gerne mit "Steuern zahlen" argumentiert - ein weiteres weites Themenfeld;
schönes Beispiel wie wir quasi bereits ein BGE (bedingungsloses Grundeinkommen) haben -
nur die Profiteure wollen halt die Alimentierung nur ungern zugeben.
ist ja auch blöd, kann man schlechter über "Sozialschmarotzer" schimpfen wenn man selbst einer ist . . .
zufrieden verschiedenste Sorten getauscht mit einem guten Dutzend Forums-Mitgliedern.

Unendlicher Geld-Nachschub auf: https://www.buntebank.com/


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