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Briefmarken

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zwergensilber
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Re: Briefmarken

Beitragvon zwergensilber » 09.01.2017, 17:16

Ich habe ein paar Erstauflagen bekannter Bücher. Da bin ich mir halbwegs sicher, dass meine Erben in etwa nochmals das dafür sehen, was ich gezahlt habe. Natürlich soll man da auch keine Mondpreise zahlen. Wenn ich bei den Briefmarken die Katalogpreise sehe, zweifle ich bereits am Wert in 10 Jahren.

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amabhuku
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Re: Briefmarken

Beitragvon amabhuku » 09.01.2017, 17:59

Die Erstauflagen heute bekannter Buecher muessen aber damals unbekannt gewesen sein, bzw. der Schriftsteller, um jetzt einen hohen Wert zu haben. Sonst wurde schon die Erstausgabe in hoher Zahl gedruckt.
Nicht jede Erstausgabe ist automatisch teuer. Außerdem brauchst du zum Verkaufen sehr viel Zeit, sonst musst du verschleudern.
Ein Antiquariat, bei dem ich damals immer eingekauft habe, hat 2009 geschlossen. Etwa 60 000 Baende Sofortverkauf, es fand sich nur EIN Mitkonkurrent, der für alles zusammen 2500 Euro gezahlt hat. Kenne den Antiquar persoenlich, da waren zig Erstausgaben und bibliophile Raritaeten dabei.
Er war aber krank und die Zeit draengte.

Bei den Buchsammlern ist es analog wie bei den Briefmarken, die Sammler sterben weg und nur noch Raritaeten erzielen hohe Zuschlaege.
Durch das -Indernetz- gab es auf einmal Millionen Dachboden und Kellerfunde. Vieles vorher Rare war auf einmal massig da.
Da gab es vor Jahren mal einen Thementag auf irgendeinem TV Sender; der Abgesang des Buchmarktes und zum Sterben der Antiquariate.
Hat sich bewahrheitet.

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Re: Briefmarken

Beitragvon silberschatzimsee » 09.01.2017, 19:43

Noch ein Punkt derdazu kommt, es fehlt den Leuten schlicht und einfach auch das Geld.
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

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zwergensilber
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Re: Briefmarken

Beitragvon zwergensilber » 09.01.2017, 20:06

Man muss halt suchen, bis man zu vernünftigen Preisen rankommt. Aber einige Klassiker behalten ihren Preis. Man muss in 50 Jahren niemanden erklären, welche Bücher Geschichte geschrieben haben. Die bleiben aktuell und haben immer ihre Käufer. Solange man sich in einem Segment unter ca. 500€ aufhält, sehe ich das nicht riskant. Ich habe unter anderem ein Buch von Kant, so etwas bleibt. Das ist auch relativ fälschungssicher.

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durchdenwind
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Re: Briefmarken

Beitragvon durchdenwind » 09.01.2017, 20:10

Ich habe meine Briefmarkensammlung an unser örtliches SOS-Kinderdorf gespendet.
Die Kids sind beschäftigt und beim Verkauf kommt der Eine oder der Andere Euro in die Kasse... smilie_01

silberhai

Re: Briefmarken

Beitragvon silberhai » 09.01.2017, 20:30

durchdenwind hat geschrieben:Ich habe meine Briefmarkensammlung an unser örtliches SOS-Kinderdorf gespendet.
Die Kids sind beschäftigt und beim Verkauf kommt der Eine oder der Andere Euro in die Kasse... smilie_01

Briefmarkensammlung ist aber nicht gleich Briefmarkensammlung , meine würde ich bestimmt nicht Spenden. smilie_24

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durchdenwind
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Re: Briefmarken

Beitragvon durchdenwind » 09.01.2017, 20:45

Ich habe in den 70/80ern auch mehrere tausend DM reingesteckt... smilie_04

silberhai

Re: Briefmarken

Beitragvon silberhai » 09.01.2017, 20:57

durchdenwind hat geschrieben:Ich habe in den 70/80ern auch mehrere tausend DM reingesteckt... smilie_04

Ja auch ich habe über die Jahre viel Lehrgeld zahlen müssen. Deshalb habe ich mich später spezialisiert. Abarten , Plattenfehler , Zähnungen , Farben usw. , und was wichtig ist kompetent geprüft BPP.

Ric III
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Re: Briefmarken

Beitragvon Ric III » 10.01.2017, 12:19

Das ist wohl wahr, obwohl der absolute Focus meiner sammlung schon auf den Jahren vor 1867 liegt dürfte der maxiamal erzielbare Marktpreis bei meinen "Papierchen" dreistellige Eurowerte nicht überschreiten.

Und selbst das eben nur bei einer überschaubaren Anzahl der Belege.Aber ich habe auch nie unter Anlageaspekten(und eigentlich auch nicht unter den herkömmlichen philhatelistischen Aspekten)gesammelt,sondern klar historisch orientiert.

Ric III
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Re: Briefmarken

Beitragvon Ric III » 10.01.2017, 12:22

zwergensilber hat geschrieben: Wenn ich bei den Briefmarken die Katalogpreise sehe...


Naja, DIE waren nun auch vor 15,20,30 und 35 Jahren schon .....Wunschvorstellungen.

Silberplättchen
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Re: Briefmarken

Beitragvon Silberplättchen » 10.01.2017, 12:36

Ric III hat geschrieben:
Naja, DIE waren nun auch vor 15,20,30 und 35 Jahren schon .....Wunschvorstellungen.


Das mag wohl stimmen, nur hat man damals in der Regel (Kiloware/Massenware ausgenommen) weit mehr als 8 %-25 % vom Marktwert bezahlt. Da waren es in der Regel schon 50 % oder sogar mehr %, wie mir neulich ein langjähriger Briefmarkenhändler erzählte. Zumindestens bei uns, für Deutschland weiss ich es nicht? Damals konnte man als Händler aber den Briefmarkenkäufern mehr Geld aus der Tasche ziehen, böse gesagt. Es gab noch kein Internet, darum ging ein schneller Preisvergleich schlecht, ausser man hatte viel Erfahrung und kannte die verschiedenen Händler/Quellen jeweils untereinander. Dank Internet und co. fielen dann die Preise.

Ric III
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Re: Briefmarken

Beitragvon Ric III » 10.01.2017, 13:23

Ne, man hat schon immer den Marktwert bezahlt.Aber ich denke daß du die Katalogdotierungen meintest.

Unter den Händlern gab es auch in den 70ern und 80ern....sagen wir mal vorsichtig....schillernde Gestalten.

Die wirkliche Spitze im Markt ist auch bereits deutlich vor Internetzeiten überschritten worden.In einigen gebieten hat das Netz dann aber durchaus zu einer weiteren Klärung überzogener Vorstellungen beigetragen.

Aber mal ein relativ "junges"Beispiel.Sollte maximal 6 oder 7 Jahre her sein als ich über folgende Gschicht gestolpert bin.
Weder betrifft/interessiert es mich direkt, noch kann ich beurteilen ob überhaupt was dran ist oder ob die Story möglicherweise mir auch in bestimmter Absicht aufs Brot geschmiert wederen sollte:

Angeblich seinen BRD-Posthorn-postfrisch noch als dicke Stapel und bogenweise in diversen Lagern und würden dort quasi gehortet um den Marktpreis nicht völlig zusammenbrechen zu lassen.

Ähnliche G´schichten kenne ich aber aus Bereichen in welchen ich ganz andere Einblicksmöglichkeiten habe und dort kann ich sagen daß es natürlich immer wieder auch Bestrebungen gibt das eine oder andere Objekt zu cornern .Die geheimnisvoll verbreiteten Horrorstorys schießen ihrerseits aber über jedewede sinnvolle Realitätsbeschreibung hinaus.Dies übrigens in voller Absicht....

Wie auch immer,als Invest bleiben die Zackigen ungeeignet.Das ist übrigens gar nicht sooo übel,es drängt schlicht alle Leute aus dem Markt welche sich nicht für die Sache selbst interessieren.

Insofern schließe ich mich auch keineswegs der Auffassung an daß Wissen verloren geht. Hinsichtlich von purem Sammlerwissen mag das durchaus zutreffen,die historisch interessanten Aspekte finden durchaus ihre Beachtung.
Obwohl ich hier natürlich auch wieder nicht ausschließen will daß der eine oder andere philhatelistisch orientierte Sammler/Bearbeiter explizit und ausschließlich posthistorisches Datenmaterial bedroht sieht.
Sobald auch nur der leiseste Hauch einer allgemeinhistorischen Relevanz in der Literatur zu finden ist(und das ist eben sehr häufig durchaus der Fall)wird diese nicht allzu schnell verschüttet gehen.

Ich bin da ja selbst bestenfalls in der Rolle eines völligen Außenseiters unterwegs.Die klassischen Herangehensweisen der Philas interessieren mich nur insofern ich sie für meine Zielsetzungen brauche oder eben die "Sprache" beherrschen muß.

Also im Grunde durchaus mit der Rolle vergleichbar welche ich in einer Barrenmünzeneditionsreihensammlerdebatte spielen könnte. :mrgreen:

Allerdings bleiben hier eben die 31,1 Gramm Material.....

Ergänzung:

die Mechanismen solcher FÜR den Sammler produzierenden Märkte zu diskutieren ist bestenfalls l`art pour l`art. Ein Erkenntnisgewinn im Sinne diese Mechanismen auf andere Sparten anzuwenden darf man getrost in der Wasserpfeiffe rauchen.

Silberplättchen
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Re: Briefmarken

Beitragvon Silberplättchen » 10.01.2017, 15:32

Ric III hat geschrieben:Ne, man hat schon immer den Marktwert bezahlt.Aber ich denke daß du die Katalogdotierungen meintest.


Ja genau, sorry smilie_13 ich meinte die Katalogpreise von Zumstein, Michel und co.

silberhai

Re: Briefmarken

Beitragvon silberhai » 10.01.2017, 16:26

Obwohl ich nun schon seit 2 Jahren meine Sammeltätigkeit beendet habe und die Sammlung somit ruht habe ich
immer noch Freude an den Marken. Markt hin und Markt her , die kann mir keiner nehmen.

40 Jahre Sammlerleidenschaft haben mich geprägt und ich werde einen Teufel tun die Marken für einen Apfel und ein Ei
zu Verscherbeln. Es ist immer wieder schön zu Sortieren , zu Blättern und selber zu Forschen nach Abarten , und die Freude war immer groß wenn wieder ein Schätzchen gefunden wurde und somit sein Plätzchen im Album fand.
Auf diese schönen Stunden möchte ich auch heute nicht Verzichten , für mich pure Entspannung und Erholung.

Somit bleibt die Sammlung schön bei mir, denn nur wer sammelt ( oder hat ) kann Verstehen welche Arbeit das gemacht hat.
Vielleicht kommen auch wieder andere Zeiten und das Interesse steigt wieder , und gute Marken nach 1945 - 1955
bekommen auch heute noch einen annehmlichen Preis.

Und der Michel Katalog ist für mich der beste der Welt. In keinen anderen findet man so eine gebündelte Information.
Preise darin seien dahingestellt , aber einen Anhaltspunkt braucht ein Sammler eben. smilie_24
Zuletzt geändert von silberhai am 10.01.2017, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.

Silberplättchen
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Re: Briefmarken

Beitragvon Silberplättchen » 10.01.2017, 17:21

silberhai hat geschrieben:Obwohl ich nun schon seit 2 Jahren meine Sammeltätigkeit beendet habe und die Sammlung somit ruht habe ich
immer noch Freude an den Marken. Markt hin und Markt her , die kann mir keiner nehmen.

40 Jahre Sammlerleidenschaft haben mich geprägt und ich werde einen Teufel tun die Marken für einen Apfel und ein Ei
zu Verscherbeln.


Das verstehe ich voll und ganz, würde ich auch nicht machen, hätte ich selbst jahre bzw. jahrzentelang Briefmarken gesammelt. In meinem Fall ist es aber aus einer Erbschaft heraus. Darum hat niemand von unserer Familie einen Bezug dazu, geschweige denn, sammelt selber Briefmarken. Bei mir verstaubten die Briefmarken und ich möchte sie nun wirklich für einen wohl kleinen Obulus in Hände geben, für Leute bzw. Sammler die da mit Herz und Verstand dabei sind. Morgen Mittwochabend weiss ich dann definitiv mehr ob ich die Briefmarkenalben weggeben kann und dies mit hoffentlich gutem Gewissen. smilie_06


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