Wo jetzt investieren?

Physisches Silber, Silberaktien, ETF-Fonds oder Derivate? Austausch von Strategien und Erfahrungen zum Thema.

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08-15
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von 08-15 »

libelle hat geschrieben: 17.02.2026, 14:25 Geht's jetzt ans Eingemachte?
Niederlande planen Steuer auf Gewinne – auch ohne Verkauf smilie_08
...
Diskutiert wird die Besteuerung von Wertzuwächsen auch dann, wenn sie nicht realisiert wurden – also keine Verkäufe stattgefunden haben.

Betroffen wären u. a.:

Aktien & ETFs
Immobilien
physische Edelmetalle

Das bedeutet: Steuern auf Buchgewinne – ohne dass Liquidität geflossen ist.
...
https://www.focus.de/finanzen/boerse/ni ... cb99a.html
Interessant wird das ganze vor allem bei Immobilien bzw. bedingt auch bei physischen Edelmetallen. Bei Immobilien ist ja die Möglichkeit eines Verkaufs, gerade bei eigen genutzten Immobilien, nicht so einfach. Selbst bei vermieteten Immobilien geht das jetzt nicht so schnell / einfach. Bei physischen Edelmetallen wird es interessant wie der Staat (gibt es in Holland schon eine Pflicht sein Vermögen offen zu legen auch wenn aus dem Vermögen keine "Einkünfte" erzielt werden?) die Edelmetalle erst mal mit bekommt. Aber auch hier ist der Verkauf, zumindest je nachdem welchen Wert der Staat zu welchem Datum "verwendet", auch nicht so einfach zu realisieren. Unabhängig davon, dass es schon sehr dreist ist "nicht realisierte Gewinne" zu besteuern.
https://forum.silber.de/viewtopic.php?f=28&t=20818
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Frank the tank
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Frank the tank »

Gold steigt von 500 auf 1000
man muss 500 versteuern.
Gold fällt von 1000 auf 200??????
kann ich 800 Verlust abschreiben?
Alles hahnebüchen
domrepp
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von domrepp »

Z. B.:
Aktien im Wert von 50.000 am 01.01.2029
Ein Jahr später ein Wert von 100.000
Buchgewinne von 50.000
Darauf dann 36% --> ca. 16.700, obwohl nichts veräußert
Im Juni Kurseinbruch auf 60.000
Die Steuer bleibt bei 16.700
Sprich, du musst (wenn keine Cash) Aktien veräußern, um zahlen zu können.
Am Ende bleibt 43.300 - also 6.700 weniger als deine ursprünglicher Einsatz.
Du machst aus 10k realem Gewinn einen Verlust von 6.700 und verlierst 28% deiner Anteile komplett.

Ich bin mir sicher, unsere Sozis werden sich freuen und eine Anregung sehen. Mir verschlägt das die Sprache! Wenn das kommt, ist das Aktiensparen usw in den Niederlanden vorbei. Ich kann das noch nicht glauben, weil so unfassbar.
WhiteWarrior
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von WhiteWarrior »

Ob Aktien, Land (Wald), Immobilien, Festgeld bei der Bank, Bauernhöfe mit viel Ackerland usw. Der Staat hat auf alles Zugriff. Bei mir wurde dieses Jahr die Grundsteuer für das Haus um 7% und auf den Wald um 5% erhöht. Und das nach der massiven Erhöhung erst vor kurzer Zeit.

Immer mehr erkenne ich, warum viele unserer Vorfahren in Edelmetalle (Besteck, Münzen, Schmuck, Eheringe) investiert haben. Noch ist es möglich im anonymen Tafelgeschäft für 2000 Euro bar Gold, Silber und Platin zu kaufen.
Genau das wollen aber viele Parteien abschaffen und haben das auch ausdrücklich in Ihren Parteiprogrammen stehen.

Über einen Verkauf mache ich mir Gedanken wenn es dann soweit ist. Aber was ich anonym und bar gekauft habe, weiss der Staat erst mal nicht. Und es kann sein, dass dieser Sachverhalt noch Gold wert wird.

Wer nicht so viel Geld hat - und dazu zähle ich mich - der kann noch immer mit Edelmetallen und auch mit Privat- Käufen hier im Forum einiges anlegen und sichern.

Bei den grossen Vermögen ist längst die Flucht ins Ausland im Gange bzw. bei vielen schon abgeschlossen.

Für viele von uns werden die 1 Kilogramm Barren und Münzen aus Silber noch von unschätzbarem Wert werden. Und das meine ich völlig ernst.

Nicht in Panik verfallen, wählen gehen und noch ein paar Wiener Philharmoniker kaufen ist mein Rat.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
Rhenanus
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Rhenanus »

Zunächst einmal fällt so ein Entwurf nicht vom Himmel, sondern hat einen konkreten Anlass (Zitat Blocktrainer):
Das Problem: Fiktive Renditen
Das alte Box-3-System besteuerte nicht deine tatsächlichen Gewinne, sondern eine vom Staat festgelegte fiktive Rendite auf dein Vermögen. Selbst wenn du real kaum Zinsen oder sogar Verluste hattest, wurde dir ein pauschaler Ertrag unterstellt – auf den du Steuer zahlen musstest. In Niedrigzinsphasen traf das besonders konservative Sparer, deren reale Rendite deutlich unter der angenommenen Modellrendite lag.
Der niederländische Oberste Gerichtshof (Hoge Raad) erklärte dieses System in mehreren Urteilen für rechtswidrig, da es gegen Eigentumsrechte und Gleichbehandlungsgrundsätze verstoße.
Die Regierung musste also handeln.

Haben wir diese Besteuerung in Deutschland? Nein, also sind die Voraussetzungen, das NL-System bei uns anzuwenden, auch nicht gegeben. Bei uns plagt man sich weiter mit der Erbschaftssteuer (Warten auf Bundesverfassungsgericht) und diversen Vorschlägen zur Vermögenssteuer (bürokratisch angeblich zu teuer) und Finanzierung der Sozialversicherungen durch weitere Kapitalertragsabgaben.

Frage: Wie will die NL feststellen, welche EM in welcher Größenordnung der Einzelne hat? Und wenn der Niederländer mit 100 g Gold mal eben über die Grenze nach D oder Belgien geht und es dort verkauft? Grenzkontrollen wegen EM - kann ich kaum glauben. Oder er kommt nach D und kauft hier Gold physisch ein. Meldet der deutsche EM-Händler dann an NL? Goldnumismatik: Besteuerung nach Marktwert oder nach Gewicht (Gold aus römischer Kaiserzeit, aus Mittelalter: wenig Gewicht, hoher Wert)?

Ich finde diese Panikmeldungen aus dem Ausland immer toll, weil man sie auf den deutschen Staat überträgt. Wenn die das machen, dann sind wir auch bald dran. Unser Steuersystem ist so komplex, dass wir seit Jahrzehnten keine vernünftige Reform hinkriegen. Wir diskutieren, machen Vorschläge, der nächste erklärt die Absurdität der Vorschläge und kommt seinerseits mit einem Vorschlag um die Ecke. Und schon ist wieder Wahlkampf, sodass außer Wahlkampfversprechungen nichts passiert. Und wenn man schon dauernd auf den Staat und die Politiker eindrischt, dann hat diese Unfähigkeit zur Veränderung doch auch etwas Gutes: Beschlüsse im Ausland werden bei uns nicht einfach übernommen, meist noch nicht einmal diskutiert, selbst da nicht, wo das Ausland besser ist.
Wer erfasst das Gold, das Leute privat aufbewahren oder in Schließfächern - auch im Ausland - oder in Hochsicherheitstresoren? Und was ist mit Goldschmuck? Muss hier auch alles offengelegt werden? Vielleicht werden die Münzanhänger für den Centenario wieder zum Renner? Oder Armbänder mit 10 Vreneli oder Kaiser Wilhelm?
Und bevor ein solches Gesetz bei uns Wirklichkeit wird, können wir sicherlich unser EM in verschiedene Währungen tauschen und dieses verstecken oder vergraben (findet kein Metalldetektor!). Ich sehe der Sache in NL gelassen entgegen.
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gullaldr
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von gullaldr »

Das mag sein, vor allem, weil sie auf die dominante Wählerklientel der Rentner acht geben müssen.

Aber, finanzpolitisch steht unseren Politikern zunehmend das Wasser bis zum Hals, so dass in Zukunft einfach aus der Not heraus auch Aktionismus im Bereich der Geldbeschaffung entstehen kann.

https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... n-100.html
Hannoveraner
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Hannoveraner »

gullaldr hat geschrieben: 17.02.2026, 19:14 Das mag sein, vor allem, weil sie auf die dominante Wählerklientel der Rentner acht geben müssen.

Aber, finanzpolitisch steht unseren Politikern zunehmend das Wasser bis zum Hals, so dass in Zukunft einfach aus der Not heraus auch Aktionismus im Bereich der Geldbeschaffung entstehen kann.

https://www.tagesschau.de/inland/innenp ... n-100.html
Ist doch in Ordnung.
Dafür sind wir ein leuchtendes Vorbild für die Welt.
Dekabonisierung, Energiewende , offene Grenzen


Wir schaffen das smilie_09
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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Hannoveraner
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Hannoveraner »

Schubidu hat geschrieben: 17.02.2026, 20:55 Heute im Radio gehört https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... nt,VBSS9sr
Ist doch super . 👍
So müssen alle Zahlen für die Politik die von der Mehrheit gewünscht ist. Genauso wie die höheren Energiekosten in 2026 durch die Erhöhung der CO2 Steuer.

Das es immer heißt das man von der Reichen nehmen soll, bedeutet am Ende das der Mittelstand löhnt. Ist denen die nicht dazu gehören dann egal. So muss jeder zahlen .

Von daher weiter ein Grund in EM investiert zu sein.
WhiteWarrior
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von WhiteWarrior »

Nennen wir das Kind doch beim Namen:

Ob Gold, Silber oder Platin, der eigentliche Booster für die physischen Metalle ist doch der steuerfreie Verkauf nach einem Jahr Haltedauer. Wenn dieser Sachverhalt fällt, schauen die meisten hier im Forum aber ganz blöd aus der Wäsche.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Steuerfreiheit fällt. Natürlich wird man vorher weiter kräftig die Grundsteuer erhöhen. Die Mehrwertsteuererhöhung wird auch kommen (auch der Lebensmittelsatz wurde ja bisher nicht erhöht), es fallen alle Tabus.

Da bleibt in meinen Augen als letzter Rettungsanker der Kauf und das Halten von Gold. Goldkäufe zu besteuern ist bisher weltweit noch nicht eingeführt und es wird schwer das national einzuführen.

Auch der anonyme Kauf bis 2000 Euro mit Bargeld wird fallen (erstmal runter auf 1000 Euro) CDU und FDP kämpfen ja für uns smilie_10

Diese ganzen Meldungen machen EM zu einem wichtigen Rettungsanker, vor allem wenn man schon Bestände hat. In meinen Augen muss man sich da den Verkauf von Kernbeständen wirklich gut überlegen.
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gullaldr
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von gullaldr »

Letztlich betrifft so eine Mehrwertsteuererhöhung eher sogar die armen Leute. Denn diese müssen sich ja auch mit den "Basics" eindecken. Das meint, die Ausgaben jedenfalls für Grundnahrungsmittel und bestimmte Haushaltwaren (Waschpulver, Shampoo usw.) sind ja für Leute, die 1500 Euro Nettoeinkommen haben, ähnlich wie für Leute, die 15.000 Euro Nettoeinkommen haben. Bloß macht letzteren eine Mehrwertsteuererhöhung um ein paar Prozent wenig aus, während Erstere dann schon in existenzielle Krisen geraten können. Der Unterschied liegt vor allem im Konsum von Luxusgütern, die sich vor allem für Besserverdiener verteuern, weil die Armen sie ohnehin nicht erwerben können. Aber, diesbezüglichen Konsum können die Besserverdiener ja selbst steuern. Niemand ist gezwungen, sich einen Porsche zu kaufen. Zudem haben sie Möglichkeiten, die Mehrkosten durch Anlagestrategien, sprich: geschicktes Investment, besser auszugleichen. Letztlich also schadet eine Mehrwertsteuererhöhung auf der Konsumentenseite eher den Armen. Und auf der Produzentenseite natürlich der Wirtschaft, weil dann weniger konsumiert werden kann, somit die Gefahr einer deflationären Entwicklung wächst.
Kolibri
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Kolibri »

Hannoveraner mach dir mal keine Sorgen,ob Immobilien,Edelmetalle oder Aktien,rasiert werden wir alle.
Wenn am Ende vom Vermögen noch 40% übrig bleiben gehörst du zu den Gewinnern.
Neubauten heute schon fast unbezahlbar werden extrem besteuert,das schöne Altbau Eigenheim ist heute schon eine energetische Ruine,Preisverfall ist vorprogramiert.
Bei EM und Aktien wird schon kräftig kassiert,da ist steuerlich noch Platz nach oben.
Kapitalertragssteuer auf alles wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und was kann man dagegen tun? NICHTS.
Rhenanus
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Rhenanus »

Kolibri hat geschrieben: 18.02.2026, 10:43 Hannoveraner mach dir mal keine Sorgen,ob Immobilien,Edelmetalle oder Aktien,rasiert werden wir alle.
Wenn am Ende vom Vermögen noch 40% übrig bleiben gehörst du zu den Gewinnern.
...
Bei EM und Aktien wird schon kräftig kassiert,da ist steuerlich noch Platz nach oben.
Kapitalertragssteuer auf alles wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und was kann man dagegen tun? NICHTS.
Schwarzseher und Propheten an die Front. Bei EM sollte man differenzieren und die Haltedauer berücksichtigen. Gold hat nach einem Jahr keine Besteuerung, bei Silber und Platin muss die Mehrwertsteuer reingeholt werden, ansonsten weniger Abgaben an den Staat als bei Aktien.

40% vom Vermögen? Worauf könnte sich eine solche Aussage stützen? Wenn man noch 40% vom Gewinn geschrieben hätte, aber nein, man kann ja nicht genug pauschal draufhauen. Vielleicht erst einmal nachdenken und nicht in Trump-Manier (Medikamentenpreis um 100% gesenkt!) Prozentzahlen rausposaunen, die jeglicher Grundlage entbehren. Wenn ich 100.000 Euro in Aktien halte, bleiben mir real nach Staatszugriff also noch 40.000 Euro übrig? Und damit ist man sogar noch Gewinner! Kann es sein, dass Prozentrechnung in der Schule übersprungen oder nicht verstanden wurde?
Hannoveraner
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Hannoveraner »

Kolibri hat geschrieben: 18.02.2026, 10:43 Hannoveraner mach dir mal keine Sorgen,ob Immobilien,Edelmetalle oder Aktien,rasiert werden wir alle.
Wenn am Ende vom Vermögen noch 40% übrig bleiben gehörst du zu den Gewinnern.
Neubauten heute schon fast unbezahlbar werden extrem besteuert,das schöne Altbau Eigenheim ist heute schon eine energetische Ruine,Preisverfall ist vorprogramiert.
Bei EM und Aktien wird schon kräftig kassiert,da ist steuerlich noch Platz nach oben.
Kapitalertragssteuer auf alles wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und was kann man dagegen tun? NICHTS.
40% Pauschal würde ich auch nicht sehen.
Das wir rasiert werden in Zukunft ist aber Sicher wie das Amen in der Kirche.
Wenn VW jetzt ankündigt 20% der Kosten zu sparen wird sich das Auswirken,
Über 30.000 Arbeitsplätze stehen laut Managermagazin auf dem Spiel.
Dadurch werden erhebliche Steuern weniger fließen und die Einnahmen von Bund , Länder und Städte weiter runterfahren.

Jeder der in den betroffenen Regionen des Niedergang der Autoindustrie Immobilien hat, sollte überdenken ob nicht der Zeitpunkt gekommen ist die zu veräußern .

Die 3000 Mrd für unsere CO2 Politik 2025-2045 müssen irgendwo herkommen. Die positiv Effekte durch Investitionen sind gegengerechnet
Frauenhofer Studie 2020 und Aktualisierung
2021
https://www.tech-for-future.de/energiew ... amtkosten/


Geringere Einnahmen durch die Zerstörung der Industrie und entsprechende Arbeitsplätze + steigende Ausgaben durch die aktuelle Politik in den verschiedensten Bereichen = höhere Abgabenlast für alle.

Deutschland wird genau hinsehen was die Nachbarn machen um an das Geld der Bürger zu kommen.
Hollands Steuer auf das Anlagevermögen , bzw. Gewinne schon vor Veräußerung ist ein klares Signal und recht einfach umzusetzen.
Italiens Pläne für eine einmal Abgabe auf unregistriertes Gold ist auch ein klares Signal wohin die Reise gehen könnte. Entweder eine Pauschalsteuer auf registrierte Goldvermögen oder eine Steuer auf Gewinne.
Das europäische Vermögensregister wird auch darauf abzielen hier irgendwann abzuschöpfen.

Das hier Verschärfungen kommen steht außer Frage.
Hannoveraner
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Hannoveraner »

Rhenanus hat geschrieben: 18.02.2026, 11:05
Kolibri hat geschrieben: 18.02.2026, 10:43 Hannoveraner mach dir mal keine Sorgen,ob Immobilien,Edelmetalle oder Aktien,rasiert werden wir alle.
Wenn am Ende vom Vermögen noch 40% übrig bleiben gehörst du zu den Gewinnern.
...
Bei EM und Aktien wird schon kräftig kassiert,da ist steuerlich noch Platz nach oben.
Kapitalertragssteuer auf alles wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und was kann man dagegen tun? NICHTS.
Schwarzseher und Propheten an die Front. Bei EM sollte man differenzieren und die Haltedauer berücksichtigen. Gold hat nach einem Jahr keine Besteuerung, bei Silber und Platin muss die Mehrwertsteuer reingeholt werden, ansonsten weniger Abgaben an den Staat als bei Aktien.

40% vom Vermögen? Worauf könnte sich eine solche Aussage stützen? Wenn man noch 40% vom Gewinn geschrieben hätte, aber nein, man kann ja nicht genug pauschal draufhauen. Vielleicht erst einmal nachdenken und nicht in Trump-Manier (Medikamentenpreis um 100% gesenkt!) Prozentzahlen rausposaunen, die jeglicher Grundlage entbehren. Wenn ich 100.000 Euro in Aktien halte, bleiben mir real nach Staatszugriff also noch 40.000 Euro übrig? Und damit ist man sogar noch Gewinner! Kann es sein, dass Prozentrechnung in der Schule übersprungen oder nicht verstanden wurde?
Auch wenn ich an die Pauschale 40% nicht glaube und auch nicht darstellen könnte.
Klar ist das es in D immer weniger Menschen gibt und geben wird die sich ein Vermögen aufbauen können.
Andere müssen ihr Vermögen abschmelzen weil die Abgabenlast immer größer wird und oder der Arbeitsplatz verloren geht.
VW spricht von einem Arbeitsplatzabbau von 35.000 Mitarbeitern.
2015 sind in Deutschland 120.000 Industrie Arbeitsplätze verloren gegangen. 2026 werden es lt. diverser Schätzungen mind. diese 120.000, eher 150.000 sein.
Das bei ständig steigenden Staatsausgaben.
Das es da einen steigenden Staatszugriff auf das Einkommen und Vermögen geben wird , sollte auch dir klar sein.
CO2 Steuer sorgen hier für höhere Kosten.
MwSt auf 21 % ist im Gespräch.
Das Thema Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Veräusserungssteuer Immobilien, Wegfall Steuerfreiheit Gold/ EM nach 1 Jahr, höhere Steuer auf Aktiengewinne etc. sind alles gerade im Gespräch und werden in welcher Art auch kommen.

Ob man dann persönlich 10/20/30 oder wieviel % weniger an Vermögen hat wird sich zeigen .

Da gehörst du am Ende mit deinen kolportierten 40.000€ in Aktien zu den Gewinnern weil du am Ende noch
ein nennenswertes Vermögen hast.
Die einen können sich derzeit gar nichts mehr aufbauen. Die anderen müssen immer mehr vom Vermögen abbauen um über die Runden zu kommen.

Von daher ist es bei heutigen Invests die langfristig aufgebaut und gedacht werden schon lohnenswert auch zu betrachten wo der Staat am schnellsten Zugriff haben könnte und in welcher Art das ausgestaltet werden wird.
Wer langfristig ein Vermögensaufbau plant und den steigenden Finanzbedarf des Staates nicht berücksichtigt macht einen Fehler. Da wird sich so mancher wundern das er in 20 Jahren weniger hat als geplant.

Auch wenn ich die 40% nicht als realistisch ansehe. So ist eine permanente Verharmlosung genauso schlecht wie eine Übertreibung .

Anstatt , wie du es auch gerne machst, immer auf Trump rumzuhacken, wäre es ratsam einmal genau hinzusehen warum er etwas macht.
Die USA werden in diesem Jahr 9 Billionen Staatsschulden umschulden müssen. Staatsschulden die aus der Zeit Obamas kommen und damals mit 0,5-1 % verzinst waren. Nach aktuellen Schätzungen werden für die neuen Kredite 4-4,5% gezahlt werden müssen. Bedeutet am Ende 300-350Mrd zusätzliche Zinslast oder eine Erhöhung der Zinslast von Aktuell ca. 1000 Mrd auf über 1300 Mrd USD.
Ähnliches wird auch auf uns zukommen wenn die Niedrigverzinsten Papiere auslaufen. Die 1000 Mrd „Sondervermögen“ werden auch am Ende eine zusätzlichen Zinslast bringen.

Da wir parallel die Industrie zerstören und Arbeitsplätze verlieren werden diejenigen die noch haben zur Kasse gebeten werden.

Da hätte ich lieber eine Präsidenten/ Kanzler der eine Politik macht um Industriearbeitsplätze zu schaffen und Kosten zu senken
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