Wo jetzt investieren?

Physisches Silber, Silberaktien, ETF-Fonds oder Derivate? Austausch von Strategien und Erfahrungen zum Thema.

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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Da ich beide schon länger halte, hoffe ich inständig, dass sie solche Kurse nie mehr sehen werden ;)
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WhiteWarrior
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von WhiteWarrior »

Das kann ich gut verstehen Schubidu.

Wenn die USA aber den Iran richtig angreifen (nicht "nur" Luftschläge, sondern mit Bodentruppen), dann wird es einige Verwerfungen geben. Was ich nicht hoffe, aber im Bereich des möglichen ist.
Der Iran ist ca. 4 X so gross wie der Irak. Und mit den Schiiten ist nicht zu spassen. Das würde extrem blutig werden.
Gott behüte uns, das dass passiert.

Aber wenn, dann gibt es nochmals Kaufkurse. Wenn die Aktienkurse aber am Boden liegen, dann kann Donald Trump seine Zwischenwahlen im November vergessen.
Deshalb ist das wohl noch nicht entschieden, ob da ein grosser Krieg angezettelt wird.

Bei so einem Aktiencrash würden wir auch nochmals einen Abverkauf bei Silber sehen, dass vielen hier im Forum hören und sehen vergeht.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
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Polkrich
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Polkrich »

Dieser Threat-Titel ist jetzt wieder ganz aktuell.
Bisher konnte man regelmäßig in AU investieren. Mal ne 100 Euro, mal ne 0,5oz Lunar oder bei in den letzten Jahren mal ne 20 (Reichs)Mark und 20 Kronen oder 2x Vreneli oder 100 Rubel Olympiade.
Nun mit dem gestiegenden POG ist das für mich vorbei, da reicht es noch ab und an für ne 20 Mark usw.
Wohin also? 2 Monate übriges FIAT sparen und dann kaufen?
Ich habe jetzt mal ein bißchen in Aktien investiert, gerade Rohstoffe wie EM-Miner oder Uran- und Kupferminer halte ich für gut. Risiko ist immer dabei, klar. Der Rückgang der Zettel-Preise von CRIMEX ist für mich egal, da ich Silber noch zu 10€/oz und Gold 900€/oz kaufen konnte (viele Jahre her).
Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit. Anthony Hopkins
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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Das ist die grundsätzliche Frage, ob man derzeit überhaupt Alles investiert haben sollte.

Ich halte schon seit längerer Zeit mehr als die Hälfte des für Aktien vorgesehenen Kapitals im Trockenen, weil ich auf einen Rücksetzer warte.

Derweil laufen die Aktienmärkte von einem Allzeithoch zum Nächsten. Wenigstens bin ich zum Teil mit dabei geblieben nach dem Moto "wer nicht dabei ist, wenn es fällt, ist auch nicht dabei, wenn es steigt".

Aber mit "All in" würde ich mich derzeit nicht wohlfühlen und ein bisschen Zinsen gibt's ja auch für kurzfristig angelegte Liquidität.
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IrresDing
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von IrresDing »

Ich bin immer voll investiert. An der Seite stehen mit der Kohle in den Händen kann gut gehen, geht aber sehr oft schief.

Investieren bei Allzeithochs führt nicht zwangsläufig zu schlechteren Renditen, sondern hat sich historisch gesehen oft als eine der besten Strategien für langfristige Anleger erwiesen. Der Grund ist einfach: Märkte tendieren langfristig nach oben, und ein "Höchststand" ist oft nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu noch höheren Werten.

Und das belegen Studien eindeutig:
https://www.jpmorgan.com/content/dam/jp ... -highs.pdf

https://www.fidelity.com/learning-cente ... time-highs

https://www.schroders.com/en-ca/ca/prof ... uldn-t-be/

Fazit: Time in the market beats timing the market.


Ich habe heute morgen 2100€ in ETH und BTC nachgelegt. Das war einfach zu verlockend.
„Plötzlich erkannte er, dass er die Welt entweder mit den Augen eines armen, beraubten Opfers sehen konnte, oder aber als Abenteurer auf der Suche nach einem Schatz.“
– Paulo Coelho: Der Alchimist
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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Je älter man wird, umso weniger Zeit hat man zum Aussitzen.

Ich hatte eine Großtante, die hat Zeit ihres Lebens immer gutes Geld mit Aktien gemacht, aber als sie im Alter von 89 Jahren verstorben ist, war ihr großer Posten Deutsche Bank tiefrot.

Die Erben haben trotzdem verkauft und einen Verlust von 100 k€ realisiert.
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08-15
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von 08-15 »

Schubidu hat geschrieben: 06.02.2026, 21:46 … verstorben ist, war ihr großer Posten Deutsche Bank tiefrot.

Die Erben haben trotzdem verkauft und einen Verlust von 100 k€ realisiert.
Die Erben hätten froh sein sollen, das wenig Erbschaftssteuer anfällt und dir Aktien behalten sollen.
https://forum.silber.de/viewtopic.php?f=28&t=20818
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IrresDing
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von IrresDing »

Schubidu hat geschrieben: 06.02.2026, 21:46 Je älter man wird, umso weniger Zeit hat man zum Aussitzen.

Ich hatte eine Großtante, die hat Zeit ihres Lebens immer gutes Geld mit Aktien gemacht, aber als sie im Alter von 89 Jahren verstorben ist, war ihr großer Posten Deutsche Bank tiefrot.

Die Erben haben trotzdem verkauft und einen Verlust von 100 k€ realisiert.


„Der Tod ist ein gerechter Mann,
ob'st oarm bist oder reich.
„G'sturb'n ist g'sturb'n“, sagt der Wurm.
Als Leich' ist jeder gleich.“

Daher streut man ja heute breit diversifiziert, auch über Anlageklassen hinweg, und Einzelaktien meidet man sowieso. Das habe ich vorausgesetzt. Mit voran schreiendem Alter nimmt man sowieso Risiko raus, was aber nicht bedeutet, dass man es auf 0 fährt. Dazu das 3-Töpfe-Modell von Beck anwenden und man sollte ganz gut schlafen können.

Allgemein dazu, Kommer: https://gerd-kommer.de/blog/unterschied ... h-bleiben/

Beck, hervorragende Simplifizierung des Themas. Das empfehle ich jedem anzusehen: https://youtu.be/gSdrTbUBHMc?si=dEPEHRhhJKQVYHeu

Das Market Timing senkt aber nicht das Risiko. Es erhöht es deutlich, denn es ist eine Art des aktiven Handelns an der Börse. Und hier ist nun mal der Erwartungswert negativ. Wer seine Sharpe Ratio im Alter senken möchte, der schichtet einen Teil des Portfolios dauerhaft um, bspw. in kurzlaufende Staatsanleihen unter 5 Jahre Restlaufzeit (Vorsicht: Entgegen der Intuition erhöhen Langläufer das Risiko, sie senken es nicht!).

Theoretisch lässt sich nach Markowitz Portfoliotheorie das Sharpe Ratio auch durch Antagonisten einfangen, dafür hat er immerhin den Nobelpreis bekommen, ich rate aber davon ab. Im jungen und mittleren Alter mag dieses Finden der Balance aufregend sein, im Alter hätte ich darauf aber keine Lust mehr.

Ein Tipp zur praktischen Anwendung der Portfoliotheorie nach Markowitz ist dieser hervorragend recherchierte Beitrag: https://youtu.be/Bsfa-49RYGc?si=tjgUn63lW4wS2duG
„Plötzlich erkannte er, dass er die Welt entweder mit den Augen eines armen, beraubten Opfers sehen konnte, oder aber als Abenteurer auf der Suche nach einem Schatz.“
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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Das mag Alles richtig sein und das sind auch Alles sehr schlaue Leute. Kann man Alles machen, wenn man noch mindesten 15 - 20 Jahre im Erwerbsleben steht.

Aber jeder hat seine persönlichen Lebenserfahrungen. Dazu gehörte bei mir der Millenium-Crash und das Platzen der Dot.com Blase.

Dabei habe ich auch heftig Federn gelassen. In jungen Jahren kann man das kompensieren über die Jahre.

Mit KI steht uns eine ähnliche Revolution bevor bzw. wir sind schon drin und das birgt neben Chancen eben auch Risiken.

Mit zunehmendem Alter stellt man sich auch die Frage "wieso soll ich etwas riskieren, was ich schon habe, um Geld zu verdienen, das ich nicht mehr brauche?"

Daher für mich eben ein kleines Portfolio an soliden Aktien mit vernünftiger Dividende und vielleicht noch ausschüttende ETFs dazu. Das generiert ein wenig Cashflow und damit laufende Einnahmen und wenn es runtergeht tut das nicht so weh, solange die Dividende kommt.

Sollte es nötig sein, kann man noch ein bisschen EM (mal teurer, mal weniger teuer) verkaufen, das sich immer und überall schnell zu Geld machen läßt.

Es gibt nicht umsonst die Faustregel, dass die Aktienquote 100 (oder auch 120) abzüglich Lebensalter betragen sollte. Ich für meinen Teil habe ein hohes Sicherheitsbedürfnis und liege da noch drunter.

Und sollte ein Crash kommen, habe ich Liquidität um günstig einzusammeln. Kommt der Crash nicht, wird es eben über die Jahre verfrühstückt. Natürlich birgt auch Liquidität das Währungsrisiko, aber wenn an dieser Front was passiert, werden die Edelmetalle diesen Verlust überkompensieren.

Sollte ich dabei an möglichen Gewinnen was liegen lassen, ist es eben so. Prämisse ist bei mir immer "man will mit der Anlage nicht reich werden, sondern verhindern im Alter arm zu sein".
Hannoveraner
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Hannoveraner »

IrresDing hat geschrieben: 06.02.2026, 21:35 Ich bin immer voll investiert. An der Seite stehen mit der Kohle in den Händen kann gut gehen, geht aber sehr oft schief.

Investieren bei Allzeithochs führt nicht zwangsläufig zu schlechteren Renditen, sondern hat sich historisch gesehen oft als eine der besten Strategien für langfristige Anleger erwiesen. Der Grund ist einfach: Märkte tendieren langfristig nach oben, und ein "Höchststand" ist oft nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu noch höheren Werten.

Und das belegen Studien eindeutig:
https://www.jpmorgan.com/content/dam/jp ... -highs.pdf

https://www.fidelity.com/learning-cente ... time-highs

https://www.schroders.com/en-ca/ca/prof ... uldn-t-be/

Fazit: Time in the market beats timing the market.


Ich habe heute morgen 2100€ in ETH und BTC nachgelegt. Das war einfach zu verlockend.
Das habe ich auch über 25 Jahre so gehalten.
Ein kleiner Betrag auf dem Girokonto von ca. 1 -2 Monatsgehälter von uns beiden als Reserve. Der Rest wurde in verschiedenen Formen Angelegt. Da sind wir gut mit gefahren unser Umfeld mit denen wir über Geldanlagen sprachen waren teilweise entsetzt. Wir hatten aber auch extremes Glück.
Der Dotcom Crash war in den Anfangsjahren unseres Sparens und wir hatten kurz vorher weite Teile rausgenommen um Einrichtungen für das Haus zu kaufen das wir gemietet hatten.
Danach haben wir uns über die niedrigen Kurse gefreut weil wir günstig nachkaufen konnte. Mein damaliger Anlageberater hat bei mir den Begriff Kaufkurse geprägt.
Kurz vor dem Lehmann Crash haben wir unser gekauftes Haus bezogen. Hierzu hatten wir dann 80% der Anlagen verkauft und wir konnten uns mit Mitte 30 entspannt über die nächsten Kaufkurse freuen.
Hatten da ja noch 28 Jahre bis zu dem geplanten Rentenbeginn.
Den Coronacrash konnten wir auch halbwegs abwenden, da wir vorher weite Teile der Anlagen aus Sorge vor den Coronafolgen verkauft haben. Konnte am Tag des Em Crash dadurch auch noch gut nachkaufen.

Wir hatten dabei viel Glück gehabt. Wenn wir diese Verkäufe nicht getätigt hätten, dann hätte uns das in Summe einen 6 stelligen Betrag gekostet. Wir hätten einen wesentlich höheren Kredit für unser Haus aufnehmen müssen usw. Der Eigenteil für die Mietimmobilie wenige Jahre später wäre nicht da gewesen.

Habe auch 2 mal vor Sorge vor weiteren Crashs Teile verkauft und es kam nichts. Hat mich etwas an Rendite gekostet, konnte aber ruhiger Schlafen. So wie jetzt auch, wo ich 30% meines Aktienvermögens durch Aktien und EM Verkäufe zusätzlich zur Seite gelegt habe. Ich bin jetzt einfach entspannter.


Heute sehe ich das auf einer Seite entspannter, da ich mit Betongold. EM und Aktien breit aufgestellt bin.
Ähnlich ist es ja auch bei dir.

Auf der anderen Seite habe ich gemerkt wie schnell alles anders werden kann.
Zu sagen das nach einem Crash irgendwann der alte Wert sich wieder einstellt und man durch die Kaufkurse am Ende besser dasteht, stimmt nur wenn alles im Leben rund läuft und man nichts braucht um Kredite zu tilgen oder Eigenteil fürs Haus benötigt wie es bei uns war.

Wie schnell ist aber auf einmal alles anders im Leben.
Wie schnell ist man heute Arbeitslos, so wie es jetzt einer guten Freundin mit Mitte 50 ergangen ist. Da ist nichts mehr mit nachkaufen. Sie muss evtl. an das Ersparte um die Hauskredite zu begleichen. Ein 30% Crash wäre für die Fatal
Ich habe mich mit 53 entschieden aus gesundheitlichen Gründen komplett aus dem Berufsleben auszusteigen. Hätte dann aus verschiedenen Töpfen noch eine Zeitlang Geld bekommen und danach ans Ersparte gehen müssen , da das Einkommen meiner Frau durch Ihre reduzierte Arbeitszeit „nur“ für das normale Leben reicht.
Ein Crash in der Zeit wäre fatal gewesen.
Ich habe in der Zeit so viele Menschen kennengelernt die aus gesundheitlichen Gründen aus dem Beruf gezwungen wurde. Da spielen sich Dramen ab die kann man sich nur schwer vorstellen.
Da ist am Ende keiner vor gefeit. Das geht oft von einem Tag auf den anderen Los.
Dadurch das ich die Rente durchboxen konnte lehne ich mich wieder entspannt zurück und kann monatlich wieder gut zurücklegen und Kaufkurse nutzen.
Andere stehen stehen vor einem existenziellen Scherbenhaufen.
Wenn das passiert wenn die eigenen Aktien parallel 30 % an Wert verlieren, dann haut einen das noch weiter um.
Von daher, besonders beim Älterwerden und geringerer Restlaufzeit eines Arbeitslebens durchaus noch einmal umdenken und vorsichtiger werden.
Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Das oft schnell und erbarmungslos.

Wenn ich das was ich das von dir , auch in der Vergangenheit geschriebene betrachte, dann kann ich mir gut vorstellen das du auch in so einem Fall gut abgesichert bist. Von daher smilie_01


Ich möchte hier keinen Teufel an die Wand malen.
Jeder sollte aber mal realistisch darüber nachdenken was passiert wenn ein Verdiener ausfällt. Was passiert wenn der Hauptverdiener ausfällt. Was ist wenn dann noch ein Crash kommt.
WhiteWarrior
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von WhiteWarrior »

Schubidu hat geschrieben: 07.02.2026, 08:41
Daher für mich eben ein kleines Portfolio an soliden Aktien mit vernünftiger Dividende und vielleicht noch ausschüttende ETFs dazu. Das generiert ein wenig Cashflow und damit laufende Einnahmen und wenn es runtergeht tut das nicht so weh, solange die Dividende kommt.


Sollte ich dabei an möglichen Gewinnen was liegen lassen, ist es eben so. Prämisse ist bei mir immer "man will mit der Anlage nicht reich werden, sondern verhindern im Alter arm zu sein".
Volle Zustimmung zu den beiden sehr wichtigen Punkten.

- Ich brauche Aktien, bei denen mir die Kursrücksetzer im Prinzip egal sind. Die nutze ich zum nachkaufen. Die Dividende muss aber verlässlich kommen. Damit bezahle ich Wasser, Strom, Autoversicherung, Grundsteuer.

- Der Zinseszinseffekt und die Dividenden sorgen dafür, dass ich und meine Frau im Alter nicht arm sind. Kursgewinne sind oft nur über viele Jahre zu erzielen. Schaut euch mal den langfristigen Chart von der Allianz an. Aber die Dividende kommt und das zählt. Ebenso kamen immer wieder "Nachkaufpreise."
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stargate
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von stargate »

Was habt ihr denn so für Dividenden Aktien?
Ich hatte auch mal die naive Vorstellung, dass ich im Alter nur von Dividenden lebe, aber damit das funktioniert, muss man ja ne hohe 6 stellige Summe vorrangig in reine Dividenden-ETFs oder Einzelaktien stecken, ein Msci World bringt da zu wenig. Mittlerweile bin ich da komplett weg von, mein Hauptdepot besteht aus einem Msci World + Msci EM und ein paar Einzelaktien + Krypto. Edelmetallkäufe habe ich aufgrund der hohen Preise komplett eingestellt, aber da bin ich sowieso schon sehr gut aufgestellt.. Aktuell konzentriere ich mich nur auf mein Depot. Breitgestreut und mit kontinuierlicher Rendite ist mir wichtiger als das letzte Prozent rauszudrücken.
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Schubidu
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Schubidu »

Bei der Altersvorsorge nur auf ein Asset zu setzen birgt immer Risiken.

Umso mehr "Beine" man hat umso stabiler steht man, auch wenn man natürlich dabei etwas an Rendite liegen läßt.

Meine Altersvorsorge steht auf folgenden Beinen:
- Rente
- Mieteinnahmen
- Dividenden (und ggf. mal Gewinnmitnahmen bei Aktien)
- Gewinnmitnahmen beim spekulativen EM-Anteil
- Zinsen (auf den Cashanteil, der bei Schwäche in Aktien fließen würde)
- aktuell noch das Einkommen aus meiner Teilzeitbeschäftigung

An Dividendenaktien habe ich aktuell im Depot:
- Allianz
- BMW
- Dt. Post
- Dt. Telekom
- EON
- Enel
- freenet
- Ing. Group
- Lufthansa
- McDonalds
- Mercedes
- Münchner Rück
- RWE

Wobei man hier ja die Dividendenrendite auf den individuellen Einstandspreis sehen muß und nicht auf den aktuellen Kurs.

Dazu noch die Silber-ETCs aus der Teil-Umschichtung vom Physischen, die aktuell über 100% im Plus sind.

Kryptos habe ich nicht. Da hatte ich mich schon vor vielen Jahren dagegen entschieden und dabei wird es auch bleiben.

Für mich persönlich am relevantesten ist der Zeitraum ab 2019, weil ich da mit 56 Jahren auf teilzeit gegangen bin. Damals war mein Privatvermögen so, dass es für einen komfortablen Lebensabend ausreichend war und auch für meine Kiddis noch was geblieben wäre.

Seitdem ist es, vordergründig durch den hohen EM-Anteil um 150% gestiegen, obwohl ich mir auch Einiges gegönnt hatte ;)

Von daher bin ich glücklich und zufrieden und selbst wenn es mal nicht so läuft (was auch kommen wird), bringt mich das nicht aus der Ruhe, weil es meine Art, mein Leben zu führen nicht beeinflußt.
WhiteWarrior
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von WhiteWarrior »

Schubidu hat geschrieben: 12.02.2026, 06:06


Wobei man hier ja die Dividendenrendite auf den individuellen Einstandspreis sehen muß und nicht auf den aktuellen Kurs.


Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den viele Investoren überhaupt nicht auf dem Schirm haben. Ich erhalte meine Dividendenrendite auf den Kaufkurs zu dem ich die Aktie gekauft habe.

Beispiel: DHL-Aktie (Deutsche Post).

Dividende 1,85 Euro : Aktienkurs aktuell 51 Euro X 100 = 3,62 % Dividendenrendite

Habe ich aber DHL zu 30 Euro gekauft, habe ich eine viel höhere Dividendenrendite:

Dividende 1,85 Euro : Aktienkurs 30 Euro X 100 = 6,16 % Dividendenrendite.
Ein Volk das keine Waffen tragen möchte, wird Ketten tragen.
Kolibri
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Re: Wo jetzt investieren?

Beitrag von Kolibri »

Egal wie ich die Dividende der Deutschen Post berechne es sind im Mai 1,36€ netto auf dem Konto,nur das zählt.
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