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Strategie Silber Münzen

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Madam Nitalp
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon Madam Nitalp » 22.10.2017, 12:47

Danke für die Blumen, Marko!

Lifesgood hat wahrscheinlich Recht. Das EEG ist auch nicht mehr die Gelddruckmaschine, die es einmal war. Aber die staatlich garantierten Abnahmepreise waren bis 2012 Top und wer sich schon damals diese Konditionen gesichert hat darf seinen Ökostrom nach wie vor zu diesen Top Preisen einspeisen.

http://www.jm-projektinvest.com/de/phot ... verguetung

Übrigens Gratulation zu den Dali Medaillen!
Die würden mir auch als Silber Medaillons gefallen
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sternengong
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon sternengong » 22.10.2017, 12:49

Wunderschön smilie_01
Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden smilie_01

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lifesgood
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon lifesgood » 22.10.2017, 13:01

Madam Nitalp hat geschrieben: Aber die staatlich garantierten Abnahmepreise waren bis 2012 Top und wer sich schon damals diese Konditionen gesichert hat darf seinen Ökostrom nach wie vor zu diesen Top Preisen einspeisen.


Dafür waren damals die Module deutlich teurer. An der Rendite hat sich wenig geändert, da nicht nur die Einspeisevergütung, sondern auch die Anlagenpreise deutlich gesunken sind.

Im Hinblick auf Eigenverbrauch, vielleicht auch mal mit E-Fahrzeug usw. ist man wohl mit den aktuell günstigeren Modulepreisen besser bedient.

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Madam Nitalp
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon Madam Nitalp » 22.10.2017, 13:08

Kein Wunder, dass die Solarmodule um 2012 noch doppelt so teuer waren. Schließlich musste die Solarindustrie damals für einen 15 kg Silberbarren 12.000 bis 15.000 Euro berappen. Heutzutage bekommt man die Barren wieder nachgeworfen und kann die Module entsprechend günstig herstellen.

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lifesgood
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon lifesgood » 22.10.2017, 13:17

... die waren auch 2008/2009 schweineteuer, als man den kg-Barren Silber für 350 - 400 € incl. MWSt. kaufen konnte.

Ich denke die Preisentwicklung hängt eher an den Stückzahlen und am Technologiefortschritt als am Silberpreis.

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P.S.: Wenn Dir jemand Silberbarren nachwirft, würde ich in Deckung gehen, das kann ganz schön weh tun smilie_10

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amabhuku
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon amabhuku » 22.10.2017, 15:16

Madam Nitalp hat geschrieben:Kein Wunder, dass die Solarmodule um 2012 noch doppelt so teuer waren. Schließlich musste die Solarindustrie damals für einen 15 kg Silberbarren 12.000 bis 15.000 Euro berappen. Heutzutage bekommt man die Barren wieder nachgeworfen und kann die Module entsprechend günstig herstellen.


Kleine Anmerkungen: Fuer ein Modul von 150 Wp braucht man nicht mal 5 g Silber; wird nur fuer die gedruckten Leiterzuege auf der Waferrueckseite benoetigt. Silberhaltiges Lot.
Das waeren heute 2,5 $ bei ca. 300 $ Endpreis. Vernachlaessigbar, selbst bei extremen Preisschwankungen.
Nebenbei; die Solarindustrie kauft keine Silberbarren, sondern nur silberhaltige Loetpaste.
15 kg sind auch keine Standardbarren, sondern eine neuzeitliche Erfindung des EM Bullionhandels.

Module sind wegen der Fertigung in China und Indien billig geworden (Loehne). Zum Teil spielt auch die Technologiespionage eine Rolle, man hat alle Erkenntnisse der Solarindustrie-Waferherstellung, vor allem der deutschen, ohne Entwicklungsaufwand kopiert.

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Madam Nitalp
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon Madam Nitalp » 22.10.2017, 15:23

amabhuku hat geschrieben:
Madam Nitalp hat geschrieben:Kein Wunder, dass die Solarmodule um 2012 noch doppelt so teuer waren. Schließlich musste die Solarindustrie damals für einen 15 kg Silberbarren 12.000 bis 15.000 Euro berappen. Heutzutage bekommt man die Barren wieder nachgeworfen und kann die Module entsprechend günstig herstellen.


Kleine Anmerkungen: Fuer ein Modul von 150 Wp braucht man nicht mal 5 g Silber; wird nur fuer die gedruckten Leiterzuege auf der Waferrueckseite benoetigt. Silberhaltiges Lot.
Das waeren heute 2,5 $ bei ca. 300 $ Endpreis.


Also ein 150Wp Modul gibts auch schon für 169 Euro
http://www.solartec-shop.com/-Solarmodu ... kristallin
...und mir kann es ehrlich gesagt egal sein, da ich meine Module schon lange eingesackt habe. Nicht weil die damals so günstig waren oder ich eine "Grüne" bin, sondern ganz einfach wegen der damals reichlichen Staatsförderung über das EWG. http://www.jm-projektinvest.com/de/phot ... verguetung


Und dass die Solarindustie in Sachen Silberpreisentwicklung eine nicht unwesentliche Rolle spielt bestätigt der Umsatz in Höhe von 76 Millionen Unzen Silber alleine in 2016.

krothold hat geschrieben:Bild
Quelle: http://www.silverinstitute.org/site/WSS2017.pdf


Anders ausgedrückt. Die Nachfrage aus der Solarindustrie lag 2016 bereits bei ca. 1/3 der Gesamtnachfrage nach Silberbullionmünzen - und Barren. Das ist eine Hausnummer mit mächtig Potenzial, wenn man sich mal anschaut, was weltweit in Sachen erneuerbare Energieen nicht nur in China in der Pipeline liegt.

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amabhuku
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon amabhuku » 22.10.2017, 23:38

Der Endpreis des Moduls hat aber wenig bis nichts mit dem Silberpreis zu tun, weil der Anteil des Silbers, am Endpreis gemessen, vernachlaessigbar ist.
Das habe ich versucht zu vermitteln und du hattest das Gegenteil behauptet (dein Beitrag oben).
Das viel Silber benoetigt wird, liegt an der Menge der hergestellten Module.
Comprende?
Oder auch nicht...

An einem 150 Wp Modul fuer 169 Oiro wirst du nicht lange Freude haben.
Aber jeder wie er es braucht.
:)

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Ernst
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon Ernst » 30.11.2019, 12:29

Ich lese seit einigen Tagen oder Wochen hier mit, und möchte Euch ein großes Kompliment machen. Ich habe selten ein besser strukturiertes und informatives Forum gesehen wie dieses.

Ich bin 53 Jahre alt, und habe bisher sehr wenig mit Edelmetallen gemacht, allenfalls mal nebenbei zur Kenntnis genommen. Da ich nach neuen, sinnvollen Investitionsmöglichkeiten suche, habe ich seit einiger Zeit Gold und Silber oder auch andere Rohstoffe im Blick.

Nun habe ich mir einige Silbermünzen bestellt, alles 1 oz, und bin an der Strategiefrage hängen geblieben.
Wenn ich es bisher richtig gelesen habe, gibt es zwei fundamentale Ansätze:

a) Der "Schrotthändler"
Diese Strategie schaltet ausser dem nackten Material- und Wiederverkaufswert alle weiteren Faktoren aus.
Letztlich ist es wie Schrotthandel, wo z.B. jemand Eisen deswegen sammelt, um ggf. tagesaktuellen Eisenpreis zu profitieren. D.h. idealerweise Ausschau halten nach der günstigsten Einkaufsmöglichkeit; im Prinzip könnte man also auch Elektroschrott sammeln, das verarbeitete Silber herausschmelzen, und daraus neue Barren machen.
Die etwas bequemere Variante ist: Das Gesamtgewicht Maple-Leaf oder Kanguru Münzen (wegen der MwSt.) zu günstigsten Einkaufspreisen maximieren.

b) Der "Abonnent"
Diese Strategie stellt den Materialwert als einen Faktor neben anderen. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Sammlung wie bei Asterixheften zu erlangen. Der Materialwert der Asterixhefte ist identisch mit der Bildzeitung, d.h. 1 kg Altpapier wird z.Zt. mit 8 ct. vergütet. Während jedoch der Sammlerwert z.B. einer Jahresausgabe Bildzeitung eher leicht unter dem Altpapierwert liegt, wird ein 50 Jahre altes Asterixheft (Kaufpreis: 2,50 DM) heute für 6 - 100 € angeboten.

Was bedeutet das für Münzen?

- Der Kaufpreis für eine Münze ist optimal, wenn der dieser möglichst nah am Materialwert liegt.

- Man kauft in Zeiten, in denen der Materialwert eher niedrig ist. Der Materialwert sinkt bei steigendem Angebot und sinkender Nachfrage, d.h. wenn in einem Forum wie hier der überwiegende Teil frustriert das Silbermünzensammlen aufgeben möchte und die Stimmung mies ist. Umgekehrt, wenn sich die meisten Leute über ihre Wertsteigerungen freuen, neue Sammelgebiete eröffnen und die Stimmung bombig ist, kann man beruhigt seine Silbermünzen anbieten.

- Ich persönlich neige eher zur Abonnentenstrategie, da ich hier ein gewisses Vergnügen habe. Die Kunst ist jetzt nur herauszufinden, wie man bei Silbermünzen die Bildzeitung vom Asterixheft unterscheidet. Die Bildzeitung ist mit 80 ct.(?) zwar näher am Spotpreis, während die Asterixhefte 12 € kosten.
Auch wenn die Auflage der Bildzeitung seit 1998 auf 1/3 gesunken ist, glaube ich nicht an eine Preissteigerung; bei Asterix schon eher.

- Die Verhaltenstheorie sagt, dass man nicht von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen darf. Nur weil der Truthahn beständig an Gewicht zulegt, kann man nicht hoffen, dass es immer so weitergeht. Irgendwann ist Thanksgiving!

Aus dieses Erwägungen heraus komme ich im Moment zu dem Schluss, dass ich keine Sammlermünzen aus der Vergangenheit kaufe, wo der Wertsteigerungseffekt bereits eingetreten ist. Neu aufgelegte Serien kaufe ich nah am Spotpreis mit einem vorher für mich festgelegten, akzeptierten Aufschlag. Ich fokussiere mich auf Qualität, d.h. für mich: Kanada, UK, Australien.

Was meint ihr dazu? :-)

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Geek
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon Geek » 30.11.2019, 12:36

Um das alles herauszufinden wünsche ich dir viel Glück. smilie_24

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leuchtboje
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon leuchtboje » 30.11.2019, 12:55

Sehr schön geschrieben. smilie_01

Das läuft auf eine Erstausgabestrategie, gepaart mit Semi-Bullionstrategie raus. Kann gut funktionieren, muss es aber nicht unbedingt.

H.M. Murdoch
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon H.M. Murdoch » 30.11.2019, 13:17

Guten Tag an alle Ag-Freunde,

finde ich auch prima, das so viele mal einen Einblick in ihr "Seelenleben" sprich in Ihre Sammelstrategie bzw. Sammelschwerpunkt gewähren.
Finde auch gut wie @Ernst die Einteilung der Forumsmitglieder kategorisiert hat. Ich persönlich würde mich dann wohl eher zur Kategorie "Schrotthändler" zählen smilie_02 smilie_02
Ich betrachte den Aufbau im Besonderem im Bereich Ag als Beimischung zum Gesamtvermögen / Krisenbestand.
Daher ist es für mich die oberste Priorität, wo bekomme ich am meisten Silber für mein Geld (vorzugsweise nur Münzen, keine Barren). Der Zustand ist mir (relativ) egal Hauptsache die Münzen sind nicht irgendwie verbogen oder chemisch behandelt.
Daher habe ich meinen Schwerpunkt auch auf die österreichischen 25, 50, 100 ÖS Münzen gelegt, da hier der Preis für den Silberanteil noch ziemlich nahe am Spot ist.
Aber auch den 5 DM und 10 DM Gedenkmünzen bin ich nicht abgeneigt sofern der Preis passt.

Ich denke aber, dass ich nicht der einzige hier bin der so eine Taktik fährt. Und zum anderen lebt dieses Forum ja auch davon, dass hier so viele Silber-Freunde sind, die aus ganz unterschiedlichen Sammelgründen hierher kommen.
Deshalb ist der Austausch untereinander so wichtig und gut, da wir ALLE davon nur profitieren können. smilie_09 smilie_24 smilie_01

libelle
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon libelle » 30.11.2019, 13:29

Ernst hat geschrieben:
Aus dieses Erwägungen heraus komme ich im Moment zu dem Schluss, dass ich keine Sammlermünzen aus der Vergangenheit kaufe, wo der Wertsteigerungseffekt bereits eingetreten ist. Neu aufgelegte Serien kaufe ich nah am Spotpreis mit einem vorher für mich festgelegten, akzeptierten Aufschlag. Ich fokussiere mich auf Qualität, d.h. für mich: Kanada, UK, Australien.

Was meint ihr dazu? :-)


Erst einmal willkommen an Bord, Ernst. smilie_36

Die gleiche Strategie verfolge ich nun schon seit fast 10 Jahren. Die eine oder andere Münze habe ich in der Zwischenzeit auch wieder zu einem guten Kurs verkaufen können. Man darf halt nicht zu gierig werden.
Die meisten Münzen verzeichnen aber kaum überproportional Zugewinne, sondern orientieren sich dann doch eher am Spotverlauf.

Nach einiger Zeit, wenn die ersten Tubs und die erste Masterbox den Weg zu dir nach Hause gefunden haben wirst du aber wahrscheinlich, wie die meisten User hier auch, schon mal deutlich über Spot zulangen.
Das Auge und die Sucht geben da keine Ruhe und wenn dann auch noch ausreichend Kohle auf dem Konto ist, ist es mit der Disziplin schnell mal vorbei.

Da ist dann Vorsicht angesagt!
Das sollte auf keinen Fall ausufern, weil es am Ende das ganze Paket mit nach unten ziehen kann.
Es kommen auch einfach viel zu viel neue Serien auf den Markt.

silberschatzimsee
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon silberschatzimsee » 30.11.2019, 15:04

Am besten fährst du mit stinknormalen Bullion möglichst nahe am Materialwert.

Den Weg für eine sich im Wert verdoppelende Ausgabe säumen gefühlte 30 Rohrkrepierer die im Nachtkasterl herumkugeln und darauf warten das irgendwann die Unze bei 100 € steht damit man sie ohne Schaden in die Schmelze geben kann. :roll: :roll: :roll:

Meine Philosphie, Gewinne mit der Masse machen.
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

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lifesgood
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Re: Strategie Silber Münzen

Beitragvon lifesgood » 30.11.2019, 15:14

Hallo Ernst,

willkommen im Forum!

Ich würde zweigleisig fahren.

Zum einen die Schrottstrategie (wobei mir das Wort "Schrott" hier nicht gefällt), allerdings nicht das Augenmerk auf Stockpicking setzen, das kann auch gewaltig schiefgehen. Lieber eine Cost-Average-Strategie fahren, also regelmäßig für denselben Betrag kaufen. So kauft man automatisch bei günstigeren Kursen mehr und bei höheren Kursen weniger.

Zusätzlich dazu kannst Du ja die eine oder andere Serie, die Dir gefällt sammeln.

Gerade wenn man dann mal etwas tiefer in der Thematik drin ist, will man auch was Schönes haben. Aber das sollte immer nur einen Teil des Invests darstellen.

lifesgood


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