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Effektiv(st)es Silberinvestment

Physisches Silber, Silberaktien, ETF-Fonds oder Derivate? Austausch von Strategien und Erfahrungen zum Thema.

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silver_fox
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Beitragvon silver_fox » 29.01.2015, 16:12

Da sprichst du leider ein wahres Wort.

Allerdings gehe ich nicht unbedingt davon aus, dass z. B. Maple Leafs in 10 oder 20 Jahren nicht mehr gehandelt werden. Es sei denn, die Kanadier finden einen neuen Lieblingsbaum und das wäre nur zu unglaublich für jeden, der schon einmal in Kanada war. ;-)

Es wäre allerdings für den Anleger sicherlich interessant zu wissen, wie sich die Preise bei den Händlern eigentlich bilden.

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Ric III
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Beitragvon Ric III » 29.01.2015, 16:41

silver_fox hat geschrieben:
Allerdings gehe ich nicht unbedingt davon aus, dass z. B. Maple Leafs in 10 oder 20 Jahren nicht mehr gehandelt werden. Es sei denn, die Kanadier finden einen neuen Lieblingsbaum und das wäre nur zu unglaublich für jeden, der schon einmal in Kanada war. ;-)



Och...regional könnte der Hirschkolbensumach durchaus ein Kandidat sein.

Wobei,

Hirschkolbensumachsirup auf den Frühstückspfannküchlein ist eine widerliche Vorstellung.

Oscar
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Beitragvon Oscar » 31.01.2015, 20:44

Es geht doch um das, was man selber will. Absicherung, um im Notfall verkaufen zu können, da böten sich kleinere Stückelungen an. Diese sind dann leichter einsetzbar. Keiner will mit nem Türstopper einkaufen gehen... :lol:
Allerdings stellte ich fest, daß das Auge auch etwas will, sprich, die eine oder andere große Scheibe nenne ich mein eigen. Eine Kilo Libertad oder der Aztekenkalender sehen schon schön aus im Regal...
Fülle die Jahre mit Leben und nicht das Leben mit Jahren!

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Beitragvon silberschatzimsee » 31.01.2015, 21:00

das bloede an ag ist sein platzbedarf.... eine ganze tresorladung oder 4 kruegers fuer die hosentasche?
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

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silver_fox
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Beitragvon silver_fox » 31.01.2015, 21:14

Das mit dem Platzbedarf beim Anlagesilber sehe ich persönlich nicht als so großes Problem. Beim aktuellen Silberpreis braucht man für eine Anlage von einer Million Euro etwa zwei Tonnen Silber. Das klingt zwar im ersten Moment viel, aber eigentlich entspricht das nur einem Würfel reinen Silbers mit einer Kantenlänge von knapp 58 cm. Für den würde ich persönlich schon Platz finden, falls jemand einen übrig hat. ;-)

Umsteigen auf Gold werde ich also erst, sobald ich den Status Multimillionär erreiche. :D

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derleichte
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Beitragvon derleichte » 31.01.2015, 21:35

Andre090904 hat geschrieben:
Lillebor hat geschrieben:Genau so ist es smilie_01

Beim Weltuntergang ist es egal was für ein Motiv oder in welcher Erhaltung die Münze ist, aber soweit sind wir ja noch nicht smilie_16


Ach naja. Wenn es 5000 Münzen gibt und 4000 davon eingeschmolzen werden, könnte das umso interessanter werden, eine der übrigen Münzen in den Händen zu halten. :mrgreen:


dachte mein Vater auch,dann ist er vor 8 Jahren plötzlich gestorben und seine Sammlung ging in meinen Besitz über, deshalb nutze ich Edelmetalle nur als Anlage, die Münzen habe ich alle verkauft, Krügerrand gekauft und bin jetzt auch noch beim Silber gelandet!

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Flugfux
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Toller Thread

Beitragvon Flugfux » 01.02.2015, 01:53

...wie konnte ich diesen Thread drei Tage lang übersehen???

Vielen Dank, silver_fox, für das Eröffnen. Ich bin jetzt schon von den ersten drei Seiten begeistert.

Die Frage nach der richtigen Art, in EM zu investieren, stelle ich mir fast täglich seit ich vor ein paar Monaten auf dieses Forum und auf Maples, Koalas, Lunare, etc. gestoßen bin. Zuvor kannte ich nur Umlauf- und Gedenksilbermünzen.

Der Goldene Weg wäre für mich, Sammlermünzen zu finden, die man im Ausgabejahr spotnah bekommt, die aber in der Sammlergunst derart steigen, dass man nach ein paar Jahren beispielsweise den 2015er Jahrgang in mehr als dieselbe Menge 2018er Jahrgang umschichten kann - (also mehr Silber ohne höheren Geldeinsatz).

Bei niedriger Gold-Silber-Ratio einen Teil dann in Gold umschichten und bei steigender einen Teil wieder in Silber, und alles beginnt von vorne.

Wäre mir das möglich, wüchse nach und nach mein (beginnender Mini-)Hort stärker als durch reine regelmäßige Zukäufe.

Allerdings muss man dafür wohl
a) den richtigen Riecher für die Münzsorten,
b) ausreichende Kenne der Sammelgebiete (Auflagen etc.),
c) einen regelmäßigen Blick auf die Gold- und Silber-Kursentwicklungen und
d) viiiiiiel Zeit und Selbstdisziplin haben.

Als Arbeitnehmer in einem der schlecht bezahlten Berufszweige ist es mir aber umso wichtiger, möglichst viel aus dem raus zu holen, was ich am Monatsende bei Seite zu legen schaffe. Und wenn der Wert nicht nur erhalten bleibt sondern so oder so oder vielleicht auch so gesteigert werden kann, möchte ich versuchen, die Chance zu nutzen.

Umso mehr freue ich mich wie oben schon geschrieben über die bisherigen und auf die hoffentlich vielen noch folgenden Seiten.

Eine Frage hattest Du, lieber silver_fox, noch gestellt, deren Antwort ich entweder überlesen habe oder noch aussteht.

Die Münzen werden natürlich nicht nach sondern die Ronden (Münzrohlinge) vor dem Prägen poliert. So ist es auf jeden Fall möglich, dass auf den Ronden verbliebene Rückstände von Poliermitteln auch nach dem Prägevorgang noch auf der Münze sind. Die Vermutung, das solche Rückstände die Ursache für Milchflecken seien, ist anscheinend sehr verbreitet.

Eine effektive Verhütungsmaßnahme gegen Milchflecken scheint es noch nicht zu geben.

Ein Milchfleck auf der falschen Münze kann viel Arbeit auf dem Weg zum gewinnenden Umschichten (a-d) zunichte machen, wenn der Milch-Koala plötzlich doch nicht mehr wert ist als der Maple Leaf.

Ob mich die Milchflecken nun abschrecken oder nicht, weiß ich mir noch nicht so recht zu beantworten. Ich steige ja gerade erst ein; und das höchst langsam. Vermutlich sehe ich das, wenn mein erster Lunar 5 oz., den ich seit ein paar Wochen habe, es wagt, mir besudelt unter die Augen zu kommen.

Wie sieht eigentlich die Sammler-Aufpreis-Entwicklung aus, wenn man Münzen zu 2oz., 5oz. und 10oz. vergleicht? Das Risiko, dass alles verseucht ist, wäre bei fünf 2ozern ja deutlich geringer als bei einem 10ozer.

Liebe Grüße vom Fux smilie_24
"Er versprach mir die ganze bekannte Welt, ein Häuschen am Forum, Sklaven, Eselsmilch *seufz* soviel Gold wie ich nur essen könnte..." (Life of Brian)

_________12 * erfolgreich________________0 * erfolglos hier gehandelt________________0 Vorgänge laufen noch________________

_____________________________http://www.silber.de/forum/flugfux-t18212.html

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silver_fox
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Beitragvon silver_fox » 01.02.2015, 10:53

@Flugfux:
Es freut mich auf jeden Fall, wenn auch außer mir jemand mit der Fragestellung etwas anfangen kann. ;-)

Das Modell des Ankaufens aktueller Prägejahre und des späteren Verkaufens -- um einmal den Sammlerbonus abstauben zu können -- habe ich gedanklich auch schon einmal durchgespielt. Das größte Problem ist wohl die Ungewissheit, zu einem späteren Zeitpunkt den richtigen Sammler zu finden. Ein großer Vorteil der Strategie ist aber wohl, dass man unabhängig von der Entwicklung des Silberpreises sein Silberdepot vergrößern könnte.

Danke für die Aufklärung über den Prägevorgang. :-) Mit diesem Wissen klingt es natürlich plausibel, dass es sich bei Milchflecken um "eingeprägtes" Poliermittel handelt. Wenn das Poliermittel also richtig (aber ungewollt) in die Münze eingearbeitet wurde, könnte es auch in der Tat eine große Herausforderung sein, diese Flecken nachträglich wieder zu entfernen, da es sich ja dann um mehr als einen bloßen Oberflächenbelag handelt. Es wundert mich aber stark, dass man seitens der Prägeanstalten sich offenbar nie genauer mit der Problematik befasst hat, vor allem da es ja Münzen geben soll, die unmitelbar nach der Prägung schon Milchflecken aufweisen und für Prägeanstalten sollte es nicht das große Problem sein, Milchflecken unter Zerstörung von Münzen zu untersuchen, weil sie den "Müll" sehr billig wieder einschmelzen könnten.

Mit Verseuchung meinst du die Gefahr, dass eine Münze Milchflecken hat? Falls ja und falls das Risiko für Milchflecken auf größeren Münzen tatsächlich größer ist als auf kleineren (aufgrund der größeren Oberfläche), dann sind wohl auch Verunreinigungen weniger wertmindernd als bei kleinen Münzen, da es dann ja generell sehr schwierig wäre perfekte große Münzen zu finden. Allerdings sei angemerkt, dass falls das Risiko für Milchflecken direkt von der Größe der Oberfläche abhängig ist, man im Mittel auf einer 10 oz-Münze weniger Flecken haben sollte als auf 10 1 oz-Münzen.

Wie sich der Sammler-Aufpreis für die unterschiedlichen Größen entwickelt, ist wohl schwer vorherzusagen, vor allem da man diese Entwicklung nur für die Vergangenheit kennen könnte und es eine Vielzahl von Parametern gibt, die dabei eine Rolle spielen, wie z. B. Prägezahlen, die sich durchaus von Jahr zu Jahr ändern können. Aber auch der Silberpreis wird wohl eine Rolle spielen: Bei dem aktuellen Silberpreis können sich wohl etliche Sammler den "Luxus" von 10 oz- und 1 kg-Sammlungen leisten. Würde die Silberunze aber plötzlich (Annahme einer unveränderten wirtschaftlichen Umgebung) 100 EUR kosten, könnten wohl einige Sammler nicht mehr mithalten und kg-Münzen wären reine Anlageprodukte.

Es wäre aber auch schon nett zu wissen, wie sich der allgemeine Aufpreis (also nur für aktuelle Prägejahre) in Abhängigkeit vom Silberpreis verhält -- ein Rätsel, das ich mir vorgenommen hätte zu lösen mit langfristigen Preisbeobachtungen. ;-)

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lifesgood
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Beitragvon lifesgood » 01.02.2015, 11:17

... es ist schwierig die Sammlerwertentwicklungen aus der Vergangenheit in die Zukunft zu projezieren.

Seht Euch nur mal die Auflagezahlen eines Pandas oder auch der Lunarserien an. Die sind teilweise explodiert, zudem wird häufig auch schon ein Sammleraufschlag beim Erstverkauf (z.B kg-Panda) eingepreist. Ob da noch sooo viel zu holen ist, wie früher? Ich glaube eher nicht.

2008 lag ein kg-Panda preislich rund 60 - 70 € über z.B. einem kg-Kookaburra. Dieser Mehrpreis schien auf Grund der geringen Auflage, der Holzbox usw. gerechtfertigt. Heute liegt der Mehrpreis bei mehr als 400 €, trotz deutlich höherer Auflage beim Panda.

Zudem muss man sich dann auch davon trennen können. Ich habe z.B. noch eine komplette Lunar I Serie in kg-Münzen rumliegen, würde die aber nicht abgeben wollen.

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Beitragvon pandafan » 01.02.2015, 12:44

Interessant ist in dieser Hinsicht der Unterschied zwischen 5oz- und 1kg-Pandas.

Die 5oz-Exemplare wurden auch 2008 bereits deutlich über Spot verkauft, teilweise mit 100%igen Aufschlägen; entsprechend ähnlich den heutigen Erstverkaufspreisen.

Warum dies bei den 1kg-Derivaten derart abwich, ist mir nicht ersichtlich. Insofern ist eine Angleichung der Erstverkaufspreise für den Käufer nicht erfreulich, auf jeden Fall aber konsequent.

Auch die deutliche Erhöhung der Prägezahlen hatte auf die "Ausgabeaufschläge" keine ersichtliche Wirkung.

Man darf gespannt sein, wie die weitere Wertentwickluung verläuft. Auf Grund der ab 2015 fehlenden Angaben zu Gewicht und Reinheit wären die 2014er-Ausgaben möglicherweise sogar ein gutes Investment - "Damals, als die Pandas noch mit Reinheitsangabe geprägt wurden..."

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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 01.02.2015, 13:10

Ihr immer mit euren Medaillen.
Man kann auch silberne Gegenstände sammeln oder Tierchen, die hier aus 800’er Silber gegossen.
Sind auch schon über 2 kg...

Bild

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Zombie Apokalypse
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Beitragvon Zombie Apokalypse » 01.02.2015, 14:03

amabhuku hat geschrieben:Ihr immer mit euren Medaillen.
Man kann auch silberne Gegenstände sammeln oder Tierchen, die hier aus 800’er Silber gegossen.
Sind auch schon über 2 kg...

Bild

Ein Einbrecher würde wahrscheinlich die Tierchen gar nicht beachten und
somit stehen lassen, wenn sie offen in der Wohnung aufgestellt sind.

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Beteigeuze
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Beitragvon Beteigeuze » 01.02.2015, 14:14

Die 925 10 € Stücke sind doch auch gut. Sie sind zum Spot nach unten abgesichert, haben eine kleine Stückelung, keinen hohen Aufpreis, und ihr Zustand spielt eine untergeordnete Rolle für ihren Wert.
Wenns mal eng würde hat man Bargeld, und kann in jeder Bank oder Sparkasse schnell tauschen.
Fällt der Kurs dagegen stark, oder wenn man mutiger werden will, tauscht man gegen maples oä.
Sichere Sache, und man kann dem Messer beruhig beim Fallen zusehen.
Bonus: Milchfleckenfrei

TimoStyleZ
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Beitragvon TimoStyleZ » 01.02.2015, 15:29

Fuer 10 Euro hab ich die auch noch reichlich und gerne mitgenommen. Aber fuer 925er (ordentlicher Abschlag zum 999er beim Einschmelzen und Haendler geben dir kaum mehr als Nominal...) jetzt noch Aufschlaege auf den Spot zu zahlen (12,- / Stueck), halte ich fuer Quatsch mit Soße.

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Der Telefonmann
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Beitragvon Der Telefonmann » 01.02.2015, 15:42

Ich halte die aktuellen Preis für Silberzehner (11,50-12€) noch für in Ordnung. Man erkauft sich halt eine Rückfallversicherung für sein Silberinvestment. Zusätzlich kann der Bestand durch vereinzellte Rückläufer bei Banken erhöht werden.
Im Falle eines kurzfristigen, deflationären Schocks, können die Silberzehner ein probates Mittel sein.


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