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Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Physisches Silber, Silberaktien, ETF-Fonds oder Derivate? Austausch von Strategien und Erfahrungen zum Thema.

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lifesgood
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon lifesgood » 30.11.2016, 18:20

Querulant hat geschrieben:@Lifesgood

Denn im Gegensatz zum Erwerbstätigen muss man sich z.B. auch noch selbst krankenversichern, ...
Ist man denn als Rentner nicht automatisch krankenversichert?
Oder anders herum, muss man von einer gegebenenfalls sehr niedrigen Rente dann auch noch Krankenversicherungsbeiträge abzweigen?
Und wenn ja, reicht dann die Rente noch zum Leben oder bekommt man in diesen Fällen dann vielleicht vom Sozialamt was?


Eigentlich ging es ja bei der zitierten Aussage um den Privatier und nicht um den Rentner.

Aber ja, auch ein Rentner muss Krankenversicherung bezahlen. Wie das bei extrem niedrigen Renten ist, weiß ich nicht, aber Tante Google hilft bestimmt weiter.

Auch Steuer müssen Rentner zahlen, wenn die Rente über dem Grundfreibetrag liegt. Es gibt da zwar noch einen Rentenfreibetrag, der vom Jahr des Renteneintritts abhängt, aber der wird jedes Jahr weiter abgeschmolzen. Wer 2040 oder später in Rente geht, hat gar keinen Rentenfreibetrag mehr.

Wenn Du bisher geglaubt hast, dass Du Deine Rente irgendwann mal brutto für netto bekommst ohne Steuer oder Krankenkasse zahlen zu müssen, solltest Du Dich dringend mal informieren.

Aber eigentlich gehört das ja in den Renten-Thread.

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon lifesgood » 30.11.2016, 18:41

Bumerang hat geschrieben:Es geht nicht darum, wie viel EM man schon hat sondern wie wenig Fiat!

Man kann nicht in EM mehr stecken als man Fiat hat. Wer aber noch Fiat hat, insb in Finanzprodukten mit zweifelhafter Sicherheit und Rendite von dem er nur Bruchteile in EM steckt, wird es bereuen.

PS Ich spreche nicht von Rücklagen/Notgroschen.


Ich weiss wir sind da unterschiedlicher Meinung, aber es kann in einem Crash-Szenario durchaus anfänglich auch zu einem deflationären Schock kommen, das sollte man nicht ganz ausschließen. Denn es wird ja auch viel Vermögen vernichtet und damit auch Kaufkraft und Nachfrage. Sah man ja auch 2008, da wurde auch massenhaft Vermögen vernichtet und die Edelmetallpreise sind erstmal heftig gesunken, bei Silber 60% Rückgang bei Gold über 30%.

Für ein solches Szenario halte ich zur Risikostreuung einen gewissen Bargeldbestand (ca. halbes Jahreseinkommen) vor. Aber wirklich bar in kleinen Stückelungen (max. 50er und einige wenige 100er). Evtl. läßt sich während eines solchen deflationären Schocks, das Eine oder Andere von Wert günstig erwischen.

Ich habe mich heute von dem kleinen Palladiumanteil meines physischen Edelmetalldepots getrennt.

Nächstes Jahr brauche ich für die Einrichtung und Ausstattung meiner Alterswohnung einen schönen 5-stelligen Betrag. Für den ich eigentlich ein wenig Gold verkaufen wollte.

Aber da Palladium seit Anfang 2016 über 40% zugelegt hat und wieder über 700 € / Oz liegt (2015 hatte ich es verpennt über 700 € zu verkaufen), habe ich das Palladium heute abgestoßen. Schön war es ohnehin nicht. Und 125% steuerfreier Gewinn auf knapp 9 Jahre (2008 gekauft) ist ja auch nicht zu verachten.

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Bumerang » 01.12.2016, 10:52

lifesgood hat geschrieben:
Bumerang hat geschrieben:Es geht nicht darum, wie viel EM man schon hat sondern wie wenig Fiat!

Man kann nicht in EM mehr stecken als man Fiat hat. Wer aber noch Fiat hat, insb in Finanzprodukten mit zweifelhafter Sicherheit und Rendite von dem er nur Bruchteile in EM steckt, wird es bereuen.

PS Ich spreche nicht von Rücklagen/Notgroschen.


Ich weiss wir sind da unterschiedlicher Meinung, aber es kann in einem Crash-Szenario durchaus anfänglich auch zu einem deflationären Schock kommen,

lifesgood


Kommen kann alles. Ich halte so einen deflationären Schock für nicht realistisch in der westlichen Welt, weil er offiziell mit allen Mitteln bekämpft wird.

Dieser Schock war in der Vergangenheit die Folge des verzweifelten Versuches, die Goldbindung zu halten, nach dem man 20 bis 30 Mal mehr Währung gedruckt hatte als für die Balance zwischen Gold und Währung üblich war. Die Theorie sagte, die Geldmenge reduzieren
und alles wird gut, was man auch tat. Die Folgen kennen wir.

Das kann doch heute keine Regierung wollen. Das wäre so, als wollte man das Feuer in einem Haus mit einer 100 Kg TNT-Sprengung zu löschen. Das würde garantiert gelingen. smilie_11
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Gairsoppa » 01.12.2016, 11:15

Reich werden mit Edelmetallen.... smilie_08

Manche haben Glück!
Bares für Rares :shock: 34 g Gold für.....
https://www.youtube.com/watch?v=zZZS1RizM8o
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon CasaGrande » 01.12.2016, 12:05

Erhaltungsgrad von ss-vz und sehr wahrscheinlich echt - warum geht der Typ mit dem Goldstück nicht zu einem renommierten Auktionshaus?
So hat er ein paar Tausend Einheiten "Reichtum" verschenkt.

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Gairsoppa » 01.12.2016, 12:09

@ CasaGrande
Ja, das habe ich mich auch gefragt, zumal die Münze dann wohl für 30.000,- € versteigert wurde
http://www.emuenzen.de/forum/threads/ba ... 329/page-2

Keine Ahnung, aber irre ist es schon... nur weil es alt ist... Einschmelzen und einen Krügerrand draus machen :wink:
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon silberschatzimsee » 01.12.2016, 12:22

Es gibt Leute die tun alles um ins Fernsehen zu kommen....

@lifeisgood ich halte mein palladium noch und aergere mich im sommer schon ein wenig verkauft zu haben. Ich glaube, es koennte platin sogar noch ueberholen.
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Gairsoppa » 01.12.2016, 12:29

Platin, Paladium ? Alles, was man für Kathalysatoren bei Verbrennungsmotoren braucht abstoßen und rein in Kupfer - habe mir sagen lassen, das kommt in E-Motoren vor smilie_07 Ist aber kein EM und daher hier OT...
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon silberschatzimsee » 01.12.2016, 12:38

Gairsoppa hat geschrieben:Platin, Paladium ? Alles, was man für Kathalysatoren bei Verbrennungsmotoren braucht abstoßen und rein in Kupfer - habe mir sagen lassen, das kommt in E-Motoren vor smilie_07 Ist aber kein EM und daher hier OT...


Ich spekuliere auf Wasserstoffautos :)
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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Pauzzz » 01.12.2016, 13:07

irgendwer hat es doch treffend in seiner signatur: "wahrer reichtum ist die armut an bedürfnissen"

genauso ist es und das belegt auch, dass es eben nicht nur in geld oder vermögenswerten messbar ist.

es gibt eine bedürfnispyramide mit primären, sekundären, tertiären bedürfnissen und ich würde meinen, dass derjenige, der keine zu stillenden primären bedürfnisse hat, reicher ist als derjenige, dem die befriedigung derer noch fehlt.

daher ist, aus den blickwnkeln des betrachters, grundsätzlich der reichtum von jemandem nur im verhältnis zu anderen zu bewerten.
in meiner eigenen betrachtung würde ich mich erst reich fühlen, wenn ich aufhören würde, nach mehr reichtum zu streben. aber solange der nachbar sich dies oder das kauft, schon 2 kinder hat, home office machen darf usw., dann will ich das irgendwie auch :)
--> also bin ich noch lange nicht reich! smilie_24
Beste Grüße

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon lifesgood » 01.12.2016, 13:10

... Platin habe ich noch, macht aktuell bei den lausigen Preisen, noch 8,34 % des physischen Depots aus, ist also nicht wenig.

Das müßte um mindestens 50% steigen, damit ich überhaupt über einen Teilverkauf nachdenke.

Hab das aber auch in meiner Berechnung der Unzen pro Jahr Restlebenserwartung nicht berücksichtigt. Wenn ich Verkaufskurse nicht mehr erlebe, können meine Erben drauf warten, das ist mir relativ schnurz ...

Pauzzz hat geschrieben:daher ist, aus den blickwnkeln des betrachters, grundsätzlich der reichtum von jemandem nur im verhältnis zu anderen zu bewerten.
in meiner eigenen betrachtung würde ich mich erst reich fühlen, wenn ich aufhören würde, nach mehr reichtum zu streben. aber solange der nachbar sich dies oder das kauft, schon 2 kinder hat, home office machen darf usw., dann will ich das irgendwie auch :)
--> also bin ich noch lange nicht reich! smilie_24


Letztendlich hängt es mit der Zufriedenheit mit der eigenen Situation (was auch einen Bezug zu den Bedürfnissen beinhaltet) zusammen. Gemessen an der Zufriedenheit, würde ich mich schon als reich bezeichnen. Das Einzige was ich noch gerne hätte, wäre eine kürzere Arbeitszeit, aber auch das ist nur noch eine Frage von wenigen Jahren.

Sich am Nachbarn zu orientieren, ist eher kontraproduktiv. Oder Du ziehst einfach in eine ärmere Gegend, wo es den Nachbarn schlechter geht als Dir, wenn Du Dich dann reicher fühlst smilie_10

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon Bumerang » 01.12.2016, 13:26

lifesgood hat geschrieben:... Platin ...

Das müßte um mindestens 50% steigen, damit ich überhaupt über einen Teilverkauf nachdenke.


Das ist jetzt keine Kritik, da dieses Verhalten menschlich aber dann doch falsch ist, mindestens wenn Du davon ausgehst, dass ein anderes Metall sich schneller verdoppelt könnte als Platin.
:)



Pauzzz hat geschrieben:daher ist, aus den blickwnkeln des betrachters, grundsätzlich der reichtum von jemandem nur im verhältnis zu anderen zu bewerten.
in meiner eigenen betrachtung würde ich mich erst reich fühlen, wenn ich aufhören würde, nach mehr reichtum zu streben. aber solange der nachbar sich dies oder das kauft, schon 2 kinder hat, home office machen darf usw., dann will ich das irgendwie auch :)
--> also bin ich noch lange nicht reich! smilie_24


schön gesagt :)
Gruß

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon lifesgood » 01.12.2016, 13:46

Bumerang hat geschrieben:
lifesgood hat geschrieben:... Platin ...

Das müßte um mindestens 50% steigen, damit ich überhaupt über einen Teilverkauf nachdenke.


Das ist jetzt keine Kritik, da dieses Verhalten menschlich aber dann doch falsch ist, mindestens wenn Du davon ausgehst, dass ein anderes Metall sich schneller verdoppelt könnte als Platin.
:)


Ich bin doch Diversifizierungs-Fanatiker, daher gehört ein Platinanteil schon in mein physisches Depot, gerade jetzt wo das andere Industriemetall Palladium weg ist. Und Platin ist ja ein sehr marktenges Metall. Wenn es mal losgeht, kann es sehr schnell, sehr stark steigen. Hatten wir in der Vergangenheit öfter mal.

Aktuell gliedert sich mein physisches Depot (nach Spotpreisen) wie folgt auf:

- Gold 68,63%
- Silber 22,78%
- Platin 8,34%

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon gullaldr » 01.12.2016, 13:59

Angesichts der von der Dir oft erwähnten Gold-Silber-Ratio wäre dieses Depot dann eigentlich etwas zu Gold-lastig, oder? Mir ist natürlich klar, dass solch ein Depot ja über viele Jahre gewachsen ist, insofern man selten den richtigen Umschichtungs-Moment findet.

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Re: Irrglaube: Reich werden mit Edelmetallen - Diskussionsthread

Beitragvon amabhuku » 01.12.2016, 14:03

Pauzzz hat geschrieben:irgendwer hat es doch treffend in seiner signatur: "wahrer reichtum ist die armut an bedürfnissen"
genauso ist es und das belegt auch, dass es eben nicht nur in geld oder vermögenswerten messbar ist.

es gibt eine bedürfnispyramide mit primären, sekundären, tertiären bedürfnissen und ich würde meinen, dass derjenige, der keine zu stillenden primären bedürfnisse hat, reicher ist als derjenige, dem die befriedigung derer noch fehlt.


Respekt! Da zu den primaeren Beduerfnissen meines Wissens Luft, Essen, Trinken und Schlafen gehoeren, musst du zu den ganz harten Kerlen gehoeren, die so was schlicht ignorieren.
Sekundaere und tertieare Beduerfnisse entfallen somit auch, was willst du damit auch 6 Fuss tiefer liegend....
:mrgreen:


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