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Minen-Aktien (Gold)

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ein-anderer
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Minen-Aktien (Gold)

Beitragvon ein-anderer » 16.05.2013, 16:04

Ein lesenswerter Beitrag zum Thema "Minenaktien – ja oder nein?" erschien heute (auf englisch) hier:

http://fofoa.blogspot.de/2013/05/glimpsing-hereafter-2.html

Das Thema endet mit einem wunderbaren kleinen Video über die Mühsal der alten Goldschürfer. Die weiteren Absätze befassen sich mit Fragen von Goldleihe und Goldpfand in der Zeit nach einer Neubwertung von Gold (physisch) und sind für das Thema "Mine" nicht relevant.

Das Fazit des Abschnitts "Mining Shares and the Freegold Revaluation" lautet:
Hohes Risiko. Denn:

Wenn Gold (physisch) nach einer Neubewertung seinen Preis z.B. verdreißigfacht haben wird, erhalten die Minen eine Sonderstellung: Während dann jeder andere für eine Unze Gold z.B. $ 50.000,- zu bezahlen hat, bleibt sie für die Minen vergleichsweise preiswert (Förderkosten = ca. $ 1200,–). Die Gefahr, dass dann der Staat auf den Plan tritt und das Minengeschäft stark reglementiert und/oder besteuert, ist groß. Der Wert von Minenaktien entsprechend offen.

Fazit:
Here are the questions that you should answer for yourself, now that I have explained why I don't hold mining shares, and also based on your personal understanding of Freegold. The issue isn't, "Will mine shares go up or down?" The issues are, "As compared to physical gold, are mines worth the risk?" and "Do mines offer any diversification value in addition to holding physical gold?" and "Are you prepared if mines go to zero for a time?" and "Can you pick the mines that will survive?"


PS:
Das sogenannte "Freegold"-Szenario, das hier zugrundegelegt wird, bedarf etwas Einführung. Zwei Zeilen genügen nicht, und der entsprechende Wikipedia-Eintrag (englisch) ist mehr als dürftig. Zu einem Einstieg empfehlen sich einige der inzwischen 400 Beiträge von FOFOA. Eine gute Zusammenstellung von "Basis-Beiträgen" findet sich hier:

http://matrixsentry.wordpress.com/2012/ ... e-browsing

(und dort unter der Überschrift/Link "Indenture’s Reading List").

Gelegentlich schaue ich hier vorbei und kann dann vielleicht die eine oder andere Frage beantworten.
Zuletzt geändert von ein-anderer am 16.05.2013, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Chinese
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Beitragvon Chinese » 16.05.2013, 16:27

Dies ist ein "Blödartikel". Wundert mich wieso nur x 30. Wieso nicht x 100?

Mehr Sorgen bei Minenaktien würde mir machen wenn die Korrektur des Goldpreises noch 1 bis 2 Jahre anhält oder sogar noch tiefer geht. Dann wird es für den einen oder anderen Wert eng. Hier steigt das Risiko eines Totalverlustes enorm, welches ich bei echtem Gold nicht habe. Aber natürlich trotzdem die gefürchtete x 30 fachung des Preises trotzdem hätte (Wunschdenken).
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Zu schnel?

Beitragvon ein-anderer » 16.05.2013, 16:32

Haben Sie mein PS gelesen – und befolgt?
Und wenn zumindest Letzteres nicht: Sie können eine Theorie also von außen beurteilen, nur an Hand ihres Namens und der Nennung eines ihrer Details?
Respekt!
Aber jeder so, wie er denkt. Ich verteidige hier nichts, sondern verweise nur.

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Chinese
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Beitragvon Chinese » 16.05.2013, 17:31

Schön!

ich habe ja nicht den Berichteinsteller beurteilt sondern den geposteten Artikel und die Aussage als Blöd bezeichnet. Sollte man niemals persönlich nehmen und war in keinem Ansatz so gemeint. Umgekehrt sollte man es jeden selbst überlassen wie er über so einen Artikel denkt.
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Beitragvon Wollmaus » 07.08.2013, 09:20

Ist es nicht auch so, dass die Goldminen immer schon für eine gewisse Zeit im Vorraus Ihr Gold zu einem bestimmten Preis verkaufen? Also, dass sie sich verpflichten, in Zukunft zu diesem und jenem Preis zu liefern? Wenn dann der Goldpreis stark steigt, würden sie doch erst einmal nicht davon profitieren, oder?
Nach einer gewissen Zeit dann natürlich schon.

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Hook
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Beitragvon Hook » 07.08.2013, 10:16

Jau, nennt sich Termingeschäft.

Gibt aber verschiedene,

bei manchen müssen beide Vertragspartner am Erfüllungszeitpunkt das ausgemachte Geschäft erfüllen, bei anderen ist es einem oder beiden Parteien erlaubt, am Stichtag zu entscheiden, ob das Geschäft nun abgeschlossen wird oder nicht, zb ein Optiongeschäft welches ein bedingtes Termingeschäft ist

Kenne mich nicht aus, aber Rohstoffminen/Produzenten wären verrückt, nur unbedingte Termingeschäfte. einzugehen, d.h. Liefer-/ bzw. Ausgleichzwang zu einem festgelegten Erfüllungszeitpunkt.
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Beitragvon MrScott » 07.08.2013, 14:01

"Hedging" ist ein beliebtes Mittel für Minengesellschaften, wenn es darum geht Finanzierungen für Minen etc. zu bekommen, dass dann ein Teil der künftigen vorab zu fixen Preisen verkauft wird, damit für die Geldgeber größere Sicherheit gegeben ist, dass sie an ihr Geld kommen.

Vor allem große Minengesellschaften haben sog. "Hedgebooks" geführt, welche aber, im Zuge des steigenden Goldpreises (um mal bei den Goldminen aus dem Thread zu bleiben) abgebaut wurden, was sich die Gesellschaften teilweise viel Geld haben kosten lassen.

Monentan ist es eher so, dass einige Gesellschaften wieder andenken im Zuge der Umsetzung von Projekten auf Hedging zurückzugreifen, da viele Projekte einen gewissen Mindestgoldpreis benötigen um überhaupt wirtschaftlich zu sein.

Ist also nicht unbedingt was schlechtes, wenn es richtig eingesetzt wird...

lg
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Beitragvon Silver-Invest » 13.10.2013, 15:27

es gibt auch goldproduzenten die bei goldpreisen von 1200 Dollar je Unze profitabel arbeiten können...

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Beitragvon MrScott » 13.10.2013, 16:41

Silver-Invest hat geschrieben:es gibt auch goldproduzenten die bei goldpreisen von 1200 Dollar je Unze profitabel arbeiten können...


Ja, natürlich gibt es die, von den Cash Costs alleine her doch einige, von den All In Sustaining Costs her nicht mehr ganz soviele. Ich habe auch von Projekten und nicht von Unternehmen geschrieben. Und wenn es um die Finanzierung von Projekten geht, dann kann es sein, dass der Fremdkapitalgeber fordert, dass ein Teil der Produktion mit einem Fixpreis abgesichert wird, damit sichergestellt ist, dass er sein Geld bekommt.

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Beitragvon Silver-Invest » 13.10.2013, 17:00

...das wäre dann das geschäftsmodell von Silver wheaton bzw. Sandstorm Gold via upfront payment...sich einen Teil der zukünftigen produktion zu fixen Preisen zu sichern.
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Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren."
(André Kostolany, berühmter Börsenspekulant)

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Beitragvon MrScott » 13.10.2013, 17:12

Silver-Invest hat geschrieben:...das wäre dann das geschäftsmodell von Silver wheaton bzw. Sandstorm Gold via upfront payment...sich einen Teil der zukünftigen produktion zu fixen Preisen zu sichern.


Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube nicht, dass die Upfrontzahlungen als Verbindlichkeit eingebucht werden. Silver Wheaton geht es darum zu fixen Preisen kaufen zu können, während Banken als Geldgeber Augenmerk darauf legen, dass der Schuldner zu einem fixen Preis verkaufen kann. Die Bank will ihr Geld samt Zinsen wieder, die Streamer wollen Rohstoff.

Also zwei ziemlich unterschiedliche Geschäftsmodelle würde ich meinen. ;-)

lg
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Beitragvon Silver-Invest » 13.10.2013, 17:56

Ende des Monats melden die ersten goldproduzenten ihre Zahlen für das 3. Quartal ...besonders interessant dürfte dabei die Entwicklung des aisc sein...

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Beitragvon Silver-Invest » 14.12.2013, 14:10

wer jetzt gezieltes Stock-picking betreibt kann in der Zukunft, die Früchte seiner Arbeit ernten.

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Beitragvon Polkrich » 12.05.2014, 08:30

Da wäre aber ein richtiger Kauf- und Verkaufszeitpunkt essentiell gewesen. Habe mir im Januar Barrick geholt und war zwischenzeitlich knappe 25% im Plus. Leider fiel der Kurs nach dem kurzen Hoch wieder deutlich, so dass mein Stop gegriffen hat. Keine Ahnung, ob ich nochmals einsteige.
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Beitragvon Hook » 12.05.2014, 10:49

@ Pollkrich

ähnlich erging es mir Ende 2013/Anfang 2014. Hab nen ordentlichen Batzen verloren mit Minen-Aktien und KO-Zertis.
Die Geschichte hat nur einen Vorteil für mich: Papierwerte können andere koofen, ich bleibe bei EM nun physisch.
Auch sonst interessieren mich irgendwelche Firmenpapiere nicht mehr. Es benötigt einfach zu viel Recherchiererei, und dann kann man trotzdem noch auf die Schnauze fallen. Mein Verlust von Anfang des Jahres hat alle Gewinne der letzten 2 Jahre aufgefressen.

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