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Welche Fluchtwährungen - außer EM - haltet ihr für sinnvoll?

Physisches Silber, Silberaktien, ETF-Fonds oder Derivate? Austausch von Strategien und Erfahrungen zum Thema.

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palmenbaum
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Welche Fluchtwährungen - außer EM - haltet ihr für sinnvoll?

Beitragvon palmenbaum » 26.07.2012, 11:50

Hallo zusammen,

da ich bisher nur stiller Mitleser war, muss ich nun auch einmal eine Frage äußern. Da einige Bekannte (und nicht nur diese) immer weniger Vertrauen in den Euro haben, stellt sich nun die Frage nach Alternativen. Angenommen ein Anleger ist soweit gut in EM investiert und sucht eine Möglichkeit, ca. 20-30k in anderen Wärhungen zu investieren. Welchen Währungen würdet ihr den Vorzug geben?

Was haltet ihr speziell von:

- Australischer Dollar
- Kanadischer Dollar
- Singapur-Dollar
- und Norw. Kronen

Für zahlreiche Ratschläge wäre ich mehr als dankbar!

Viele Grüße und
smilie_14

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detonic96
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Beitragvon detonic96 » 26.07.2012, 11:55

mein favorit sind norw. Kronen oder austr. Dollar. Singapur Dollar finde ich nicht so doll, hatte neulich welche in der hand, dachte ich bin bei monopoly ;)))))

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ceritus80
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Beitragvon ceritus80 » 26.07.2012, 12:21

Das Monopoly Geld ist hochwertiger als die komischen Lappen die du da hattest ;)

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alfman
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Beitragvon alfman » 26.07.2012, 12:25

auf jeden fall das risiko verteilen.
also jeweils kleinere beträge auf mehrere währungen aufteilen.
übrigens: nicht den CHF vergessen!
Life, Liberty and Property!

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Milchfleck
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Beitragvon Milchfleck » 26.07.2012, 12:26

Hallo,

ich wohne 4km von der Grenze zu CZ weg und habe 500 EUR in CZ-Kronen umgetauscht.


Das nur für den Notfall, wenn bei uns im Zuge einer Währungsreform Geschäfte und Tankstellen evtl. mal 1-2 Tage schließen.

Sollte das nicht passieren, kann ich das Geld auch aufbrauchen.

In Papierwährungen habe ich generell so wenig Vertrauen, dass ich sie nicht als Silber- und Gold-Ersatz sehe, größere Beträge werde ich also nicht in CZ-Kronen tauschen, genauso wenig wie in NOK oder CHF.

Grüße,
der Milchfleck
Zuletzt geändert von Milchfleck am 26.07.2012, 12:27, insgesamt 1-mal geändert.
"Bis spätestens Ende Juni ist das Goldkartell Geschichte und der Goldpreis kann frei steigen. Möglicherweise schon kommende Woche. Bitte nicht vor der aktuellen Drückung unter $1400 zittern.WE." 15. Mai 2013

Finerus
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Beitragvon Finerus » 26.07.2012, 12:27

"Fluchtwährung", der von Dir gewählte Terminus suggeriert doch die Antwort bereits: nur Währungen von Staaten, in die man im Notfall flüchten kann und möchte.

Geeignet scheinen nur Staaten mit einer stabilen, konfliktarmen Gesellschaft; Staaten, die über eine robuste, nicht allein auf Export ausgerichtete Wirtschaft verfügen. Der heimische Immobilienmarkt sollte nicht heißgelaufen sein, denn dies erhöht das Risiko künftiger Kreditausfälle. Zudem sollte das Bankensystem lokal ausgerichtet sein.

Kanada erfüllt diese Bedingungen halbwegs, wenn man von den stark anziehenden Immobilienpreisen absieht. Ob man im Krisenfall auch leicht dorthin käme, ist die Frage.

Der norwegische Immobilienmarkt ist bereits heißgelaufen (siehe Artikel bei Bloomberg). Dasgleiche gilt leider auch für die Schweiz, wo erschwerend die Verstrickung Schweizer Banken in globale Derivatengeschäfte hinzukommt.

Singapur ist kein Rechtsstaat im modernen Sinn, was mich persönlich abstoßen würde. Das hohe Maß an Verflechtung mit den Volkswirtschaften Chinas, Malaysias und Indonesiens läßt erwarten, daß der asiatische Kleinstaat bei Ausbruch einer größeren Krise besonders hart getroffen würde, denn die Sektoren Dienstleistungen und Transport, auf die man sich spezialisiert hat, unterlägen dann besonders starken Einbrüchen. Das Bankgeheimnis Singapurs steht außerdem im Kreuzfeuer der Kritik. Langfristig könnte man dies als Belastung für die lokalen Banken und den Singapur-Dollar ansehen. Andererseits ermöglicht das autokratische System Singapurs schnelle Reaktionen seitens der politischen Führung, was im Krisenfall zumindest ein effektives Krisenmanagement wahrscheinlich macht.

Der Australische Dollar gilt als klassische Rohstoffwährung, was langfristig sicher den inneren Wert stützt. Dies birgt bei kurzzeitigen Preiseinbrüchen - ausgelöst etwa durch eine harte Landung der chineschen Wirtschaft - natürlich ein gewisses Risiko.

Als Münzhorter/Münzsammler halte ich die Silbermünzen und Goldmünzen mit hohem Nominal für erwägenswert, beispielsweise die 20-Dollar-Gedenkmünzen mit ca. 1/4 oz Silber. Je näher Nominalwert und Metallwert beieinander liegen, desto besser. Solche Münzen eignen sich zumindest teilweise als Fluchtwährung, sofern das Ziel der Flucht im jeweiligen Ausgabeland liegt. Die Absicherung durch den Metallwert wirkt inflationärer Entwicklung entgegen, während der Nominalwert einen Schutz gegen starke Einbrüche bei den EM-Preisen darstellt. Erkauft wird dieser Schutz freilich mit einer schlechteren Wertentwicklung im Fall stetig steigender EM-Preise.

Ceterum censeo fraudem dictam machinationem europaeam stabilitatis esse amovendam.
Zuletzt geändert von Finerus am 26.07.2012, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 26.07.2012, 12:42

Milchfleck hat geschrieben:Hallo,

ich wohne 4km von der Grenze zu CZ weg und habe 500 EUR in CZ-Kronen umgetauscht.


Das nur für den Notfall, wenn bei uns im Zuge einer Währungsreform Geschäfte und Tankstellen evtl. mal 1-2 Tage schließen.

Sollte das nicht passieren, kann ich das Geld auch aufbrauchen.

Grüße,
der Milchfleck


Daran hatte ich noch gar nicht gedacht...ich bin ja auch nicht weit weg von denen.500 Euronen reichen da wirklich. smilie_14
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MapleHF

Beitragvon MapleHF » 26.07.2012, 12:43

... ich hab auch nicht weit, aber irgendwie zieht´s mich da gar nicht hin smilie_08

Ist schon Jahre her, dass ich das letzte mal dort war.

MapleHF

HBS
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Beitragvon HBS » 26.07.2012, 12:46

Das Aussehen von ausländishen Währungen spielt nur eine untergeordente Rolle - da kommt es auf die Stabilität an.

Fremdwährungen haben aber den Nachteil, das man Gebühren BEIM Umtausch und dann auch beim eventuellen Rücktausch entrichten muss - die Banken oder Wechselstuben wollen ja auch verdienen.

neben den 4 aufgezählten Währungen

- Australischer Dollar
- Kanadischer Dollar
- Singapur-Dollar
- und Norw. Kronen

kann man durchaus auch noch den
"Hongkong Dollar", eventuell auch noch den "Neuseeland Dollar" in Betracht ziehen.

Weglassen würde ich derzeit den "Schweizer Franken" und die "dänische Krone", beide Währungen sind an den EURO gekoppelt.

Ansonsten ruhig selber mal hier die Kursentwicklungen der einzelnen Währungen nachschauen:

http://www.forium.de/de/waehrungsrechner.html

[url][/url]

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 26.07.2012, 12:51

in etlichen Jahren hat sich da extrem viel getan...es lohnt sich da wieder mal hinzufahren.

Ich fahre jedes Jahr 2-3 mal von Niederbayern nach Dresden via Prag und dank der EU Fördermittel und nicht zu vergessen auch eigener Geldmittel(wird gern mal unterschlagen) ist da gewaltig investiert worden.

Ein System ist da allerdings noch nicht so recht entstanden....Strassenmeisterein..da sind sie noch etwas schlampig
Die meisten der wild wuchernden Märkte sind mittlerweile verschwunden,ebenso die ganzen "Roten Lolas"

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Beitragvon Friedrich 3 » 26.07.2012, 12:55

HBS hat geschrieben:Das Aussehen von ausländishen Währungen spielt nur eine untergeordente Rolle - da kommt es auf die Stabilität an.

Fremdwährungen haben aber den Nachteil, das man Gebühren BEIM Umtausch und dann auch beim eventuellen Rücktausch entrichten muss - die Banken oder Wechselstuben wollen ja auch verdienen.

neben den 4 aufgezählten Währungen

- Australischer Dollar
- Kanadischer Dollar
- Singapur-Dollar
- und Norw. Kronen

kann man durchaus auch noch den
"Hongkong Dollar", eventuell auch noch den "Neuseeland Dollar" in Betracht ziehen.

Weglassen würde ich derzeit den "Schweizer Franken" und die "dänische Krone", beide Währungen sind an den EURO gekoppelt.

Ansonsten ruhig selber mal hier die Kursentwicklungen der einzelnen Währungen nachschauen:

http://www.forium.de/de/waehrungsrechner.html

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Ausser der Norwegischen Krone sind alle anderen totale Exoten..die Mehrheit würde wohl über Drittstaaten verschwinden.Daher ist der Franken gar nicht so abwegig.Und Fluchtwährung Nummer 1 ist Gold
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Beitragvon HBS » 26.07.2012, 13:49

@Friedrich 3

Der asiatische Markt (sprich richtiges Wirtschaftwachstum), wird in den nächsten Jahren mit Singapur, Hongkong als Drehschreibe, mächtig an Fahrt gewinnen, davon wird natürlich auch Neuseeland und Australien profitiieren, als "Drittstaaten" würde ich die derzeit nicht bezeichnen.

Der Schweizer Franken, wie auch der britische Pfund sind dagegen eine ALIBI-Währung, in die nun "Ausländer aus den Krisenstaaten", investieren im riesigen Ausmaß.

Warum hat denn die Schweiz einen Schlussstrich gezogen und den Franken an den EURO gekoppelt, warum überlegt London, größere Geld Transfers von EURO in den britischen Pfund zu verbieten ???

Auch ein Fluten von "fremden" Kapital kann eine Währung kaputt machen.

Nehmen wir ein Beispiel an, was von den schweizer Banken durchgespielt wird: Der EURO geht kaputt, was passiert mit den zig Milliarden "wertlosen" Euros, die dort im Tresor lagern. Die Schweiz gibt ja heute schon zig Milliarden schweizer Steuergeld aus, um diese "Inflationswährung" einigermaßen zu stabilisieren.

Silberlicht
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Beitragvon Silberlicht » 26.07.2012, 13:54

Meinen Vorrat an Norkronen habe ich wechselkursverlustfrei wieder abgestossen.

Dafür habe ich die Aussidollar aufgestockt.

Zusätzlich Candollar(ich weiss ,zu sehr an den USlappen gekoppelt,hab sie direkt aus Kanada bekommen.Deshalb)
Zusätzlich für ein Paar Hundert Euro Thailändische Bath.(Mehr Urlaubsmässig gebunkert,da der Euro immer mehr gegen den Bath abk.....t)

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 26.07.2012, 13:59

HBS hat geschrieben:@Friedrich 3

Der asiatische Markt (sprich richtiges Wirtschaftwachstum), wird in den nächsten Jahren mit Singapur, Hongkong als Drehschreibe, mächtig an Fahrt gewinnen, davon wird natürlich auch Neuseeland und Australien profitiieren, als "Drittstaaten" würde ich die derzeit nicht bezeichnen.

.


Nein ich meinte diese Länder nicht als "Dritte Welt" Länder.Mir ging es um die Ausreise via Drittländer ...also nicht direkt von Hamburg nach Singapur.Sondern eine Flucht mit Fremdwährung in bar über deutsche Nachbarländer.Ob man als Normalverdiener bei einer notwendigen Flucht einen Flug oder eine Schiffspassage buchen kann???Ich weiss nicht so recht.....da liegen die unmittelbaren Nachbarstaaten geographisch günstiger.

Singapore Dollar oder die aus Neuseeland in bar sind nicht wirklich praktisch.Und ob man im Falle Zugriff auf ein Devisenkonto hat???
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Beitragvon Silberlicht » 26.07.2012, 14:10

@friedrich

Deviesenkonto???Auf die wird man wohl zuerst keinen Zugriff mehr haben!

Das Wort "Deviesenkonto" beinhaltet ja schon das man flüchten will!

Sowas ist keine gute Idee,ausser man hat das Konto ausserhalb der EUzone.(Kenne Leute die haben so was in Asien oder Mittelamerika.In jedem Urlaub stocken sie das Konto auf!Mit Cashmoney,keine Überweisungen von Europa!)


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