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1/4 Unze Britannia

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joee78
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1/4 Unze Britannia

Beitragvon joee78 » 23.11.2023, 20:52

Hab hier die letzte Britannia mit Queen Elisabeth - und dann auch noch in dieser seltenen Stückelung - gefunden:

https://www.silberling.de/Silber/Britan ... -2023.html

Hab irgendwie das Gefühl, sie könnte Sammlerwert entwickeln! Was meint ihr?

Bin drauf und dran mir ne Tube zu kaufen - einziger Nachteil ist der Preis von 15 €/Münze, der deutlich über dem Spot liegt :roll:

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.tob.
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon .tob. » 23.11.2023, 21:41

Warum sollte sich hier ein Sammlerwert entwickeln? Werden die nicht unlimitiert geprägt?
Bei den 1/4 oz kostet Dich das Gramm Silber € 1,98, bei den 1 oz Britannia dagegen nur € 0,86, also nicht mal die Hälfte.

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stargate
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon stargate » 23.11.2023, 22:39

joee78 » 23.11.2023, 21:52 hat geschrieben:Hab irgendwie das Gefühl, sie könnte Sammlerwert entwickeln! Was meint ihr?


Das ist Massenware, dass interessiert in einigen Jahren keine Sau mehr.

Schwundgeldfluechter
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Schwundgeldfluechter » 23.11.2023, 22:46

Die olle Lis, Gott hab sie selig, ist bzw. war die am häufigsten geprägte Frau der Welt. Seltene Sovereign-Ausgaben mögen einen gewissen Aufschlag über Spot behalten, aber sonst?

9999Ag
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon 9999Ag » 24.11.2023, 00:32

Ich würde auch sagen, dass diese 1/4 Unzen Silber Münzen viel zu teuer sind. Außerdem haben diese in meinen Augen noch einen weiteren großen Nachteil, sie haben nämlich leider keine dieser schönen und einzigartigen Sicherheitsmerkmale welche die Münze fälschungssicher macht. Diese haben ab 2021 in Silber nur die 1 Unzen Münzen aber in Gold alle Münzen und damit sogar die kleine 1/10 Unze smilie_01

Rhenanus
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Rhenanus » 24.11.2023, 08:46

Seit über 15 Jahren sammele ich Britannia in Gold, Silber, Platin - auch Proof in AU / Ag - und in Numisbriefen. In dieser Zeit hat die Royal Mint manches versucht, aber wirkliche Gewinner für den späteren Verkäufer sind bis jetzt nur die alten Silberlinge von 1 oz 1997-2006 - Motiv egal. Bis zur Motivtrennung von Proof und BU und Legierungsumstellung 2012/2013 war der Top-Jahrgang 2007 mit dem Löwenmotiv. Dafür habe ich zur Sammlungsvervollständigung für Komplettverkäufe schon mal 47 Euro bezahlt. Im Ankauf zahlen Händler 32 Euro. Die ungeliebten Jahrgänge mit dem Standing Motiv 2000 / 2002 / 2004 / 2006 bringen locker das 2-3-fache im Händlerankauf. Die Jahrgänge, die unter 100.000 Ex. geblieben sind, werden gesucht, denn die Sammler weltweit halten sie fest.

Oriental Border und Britannia mit Lunarsymbolen am Rand sind auch nur Randerscheinungen geblieben, manche wurden auf Händlerinitiative vorwiegend in USA vermarktet und waren bei uns kaum erhältlich.

2011 kam die Halbunze heraus und wurde um 18-20 Euro gehandelt. Danach Absturz und beim Ankauf zahlen die Händler seit Jahren den Preis für eine halbe Unze Silber. Ebenso verfahren sie bei 1/10 und 1/4 oz. Schau dir die wenigen Händlerankaufsangebote auf gold.de an, dann hast du den Wert. Alles andere dürfte Illusion sein. Vielleicht findest du einen Sammler, der dir ein Einzelstück für die Sammlung abkauft. Inklusive Versand musst du dann aber schon über 20 Euro bekommen, um einigermaßen deine Kosten zu decken.

An Fälschungen würde ich bei einem solchen Stück gar nicht denken, da gibt es Ausgaben, die sich bei vielleicht gleichem Aufwand deutlich besser vermarkten lassen.

Jeder sollte seine Erfahrungen machen. Wenn man von einem Kauf / Geschäft überzeugt ist, muss man auch Lehrgeldzahlungen in Kauf nehmen, das steigert den Erfahrungsschatz.

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joee78
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon joee78 » 24.11.2023, 11:37

Vielen Dank erstmal für die fundierten Antworten! Ich werde mir Gedanken machen, da mir diese Minimünzen schon irgendwie gefallen ...

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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Benutzername: * » 24.11.2023, 12:49

@Rhenanus:
Vielen Dank für das Teilen deines Wissens.

Ich würde gerne deine Meinung zur 10 oz Britannia lesen.

Ursprünglich dachte ich, dass es sich um eine regelmäßig geprägte XL-Bullionmünze handelt, aber scheinbar kam sie nur einmalig 2021 auf den Markt. Die Prägezahlen kenne ich nicht. Beim Händler nicht mehr zu bekommen. Ist es auch eine Randerscheinung oder doch eine gefragte Münze? Wie sieht die Sammlergemeinde das?
smilie_14

Rhenanus
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Rhenanus » 24.11.2023, 16:28

@ Benutzername

Leider hat die Royal Mint vor gut einem Jahrtzehnt angefangen, vieles an Münzen auf den Markt zu werfen, worunter letztlich die schöne Britannia-Serie gelitten hat. Es war überschaubar, doch dann war das klare Konzept dahin. Neue Serien, am besten sogar mehrere Motvie im Jahr, viele Stückelungen, Gold, Silber, Platin, Privy-Ausgaben und Sonderprägungen zu jeden Queen-Ereignis, Barrenform bei Britannia Gold und Silber nicht zu vergessen. Man muss die Kuh melken. Die Zwischengrößen 2 oz und 5 0z PP und die ganz großen Kilo-Klopper sind nie große Erfolge geworden, sondern werden in der Bucht verschoben, wenn sich einer Gewinn davon verspricht.

Die 10 oz 2021 Bullion ist bei günstigem Kauf nicht verkehrt, aber jenseits der 300-350 Euro wird es schon schwer sie zu verkaufen. In der Bucht hat es im letzten Vierteljahr etwa eine knappe Handvoll Verkäufe gegeben, in Deutschland gerade mal 2 jeweils um die 300 Euro. Da sehe ich sie. Die Briten, wo die anderen etwas mehr gebracht haben, sind seit dem Brexit mit ihren Preisen jenseits der Realität. Was sich in der Bucht für 400-450 Euro tummelt, ist für uns in D wieder uninteressant, weil noch dicker Versand und Zoll über das "phantastische" Global Shipping Program draufgeschlagen werden.

Ich selbst habe den 10 oz Barren, der sich - je nach Silberspot - um die 270-300 Euro wohl besser absetzen lassen wird, wenn man es braucht. Bei allen Zwischengrößen und Proof-Ausgaben der Brit. sollte man beim Einstiegspreis genau hinschauen, denn die Preissteigerungen liegen vorwiegend bei den Gewerblichen. Wer in den letzten Jahren eine 1/4 oz Gold Proof (bis 2019 mein Gebiet) für 1000-1200 Euro erwirbt, dürfte schwer einen Verlust vermeiden. Vor dem Brexit habe ich in UK (Bucht) die Ausgaben vorwiegend von Privat erworben, seit dem Brexit ist kein Stück aus UK mehr bei mir eingetroffen. Die Quelle ist aufgrund der überzogenen Preis sowie der happigen Zusatzkosten Versand / Zoll versiegt.

Für Britannia-Fans mag die 10 oz Brit. 2021 ein netter Beleg sein, einen Verkauf mit fettem Gewinn sehe ich weniger, unabhängig von der Auflage oder der Singularität beim Gewicht - ein Ausreißer mit wenig Zugkraft.

Nur meine Einschätzung - eine Glaskugel habe ich nicht.
Zuletzt geändert von Rhenanus am 25.11.2023, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.

Frank the tank
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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Frank the tank » 24.11.2023, 16:42

Wo wir gerade mal dabei sind, bzgl. Auflagen.
Das nervt bei der Royal Mint, dass keine Auflagezahlen der Britannia 10oz 2021 vorliegen.
Genauso bei den Queens - und Tudor Beasts.
Meine Tochter sammelt die 10oz, wir haben damals die Britannia verpasst. Wir haben die dann später nachgekauft, in dem Preissegment welches Rhenanus geschildert hat.
Ich finde das Motiv in der Größe Klasse!
Leider wurde wieder ein neuer Faden eröffnet, man kann das hier getrost in den Britannia Faden integrieren, oder?
Viele Grüße und ein schönes WE

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Re: 1/4 Unze Britannia

Beitragvon Benutzername: * » 25.11.2023, 00:24

Rhenanus » 24.11.2023, 16:28 hat geschrieben:@ Benutzername

Leider hat die Royal Mint vor gut einem Jahrtzehnt angefangen, vieles an Münzen auf den Markt zu werfen, worunter letztlich die schöne Britannia-Serie gelitten hat. Es war überschaubar, doch dann war das klare Konzept dahin. Neue Serien, am besten sogar mehrere Motvie im Jahr, viele Stückelungen, Gold, Silber, Platin, Privy-Ausgaben und Sonderprägungen zu jeden Queen-Ereignis, Barrenform bei Britannia Gold und Silber nicht zu vergessen. Man muss die Kuh melken. Die Zwischengrößen 2 oz und 5 0z PP und die ganz großen Kilo-Klopper sind nie große Erfolge geworden, sondern werden in der Bucht verschoben, wenn sich einer Gewinn davon verspricht.

Die 10 oz 2021 Bullion ist bei günstigem Kauf nicht verkehrt, aber jenseits der 300-350 Euro wird es schon schwer sie zu verkaufen. In der Bucht hat es im letzten Vierteljahr etwa eine knappe Handvoll Verkäufe gegeben, in Deutschland gerade mal 2 jeweils um die 300 Euro. Da sehe ich sie. Die Briten, wo die anderen etwas mehr gebracht haben, sind seit dem Brexit mit ihren Preisen jenseits der Realität. Was sich in der Bucht für 400-450 Euro tummelt, ist für uns in D wieder uninteressant, weil noch dicker Versand und Zoll über das "phantastische" Global Shipping Program draufgeschlagen werden.

Ich selbst habe den 10 oz Barren, der sich - je nach Silberspot - um die 270-300 Euro wohl besser absetzen lassen wird, wenn man es braucht. Bei allen Zwischengrößen und Proof-Ausgaben der Brit. sollte man beim Einstiegspreis genau hinschauen, denn die Preissteigerungen liegen vorwiegend bei den Gewerblichen. Wer in den letzten Jahren eine 1/4 oz Gold Proof (bis 2010 mein Gebiet) für 1000-1200 Euro erwirbt, dürfte schwer einen Verlust vermeiden. Vor dem Brexit habe ich in UK (Bucht) die Ausgaben vorwiegend von Privat erworben, seit dem Brexit ist kein Stück aus UK mehr bei mir eingetroffen. Die Quelle ist aufgrund der überzogenen Preis sowie der happigen Zusatzkosten Versand / Zoll versiegt.

Für Britannia-Fans mag die 10 oz Brit. 2021 ein netter Beleg sein, einen Verkauf mit fettem Gewinn sehe ich weniger, unabhängig von der Auflage oder der Singularität beim Gewicht - ein Ausreißer mit wenig Zugkraft.

Nur meine Einschätzung - eine Glaskugel habe ich nicht.


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