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Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

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Ric III
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon Ric III » 03.07.2019, 13:50

tt.
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Panik95
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon Panik95 » 03.07.2019, 22:28

bankhandelsfähiger Zustand bedeutet:
keine tiefen Kratzer oder grobe Randbeschädigungen,Maße stimmen,keine starken optischen Beeinträchtigungen.
Bankhandelsfähig ist eine Münze die der Händler problemlos nach Prüfung weiterverkaufen kann,
egal ob Bullion oder Sammlerware.
Was nicht handelsfähig ist nennt man Schmelzware,wird nur mit Abschlägen angekauft.
Wie von Karl Theodor richtig erkannt,ist es immer von Vorteil auf Qualität zu achten und nur einwandfreie Ware zu kaufen.
Minimale Randfehler und kleine Kratzer werden in der Regel akzeptiert.
Bei Silbermünzen gibt es Probleme mit den Milchflecken die je nach Befall akzeptiert oder nicht akzeptiert werden,ein kleines Pünktchen bei Bullion ist ok,starker Befall ist Schmelzware.

KarlTheodor
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon KarlTheodor » 03.07.2019, 23:46

Ankaufspreise ESG derzeit für 1 Oz Gold:

Bankhandelsfähig = 1.249,60 Euro
Schmelzware = 1.185,22 Euro

Soll jeder selbst entscheiden, ob auf einen guten Erhaltungszustand bei den Einkäufen geachtet wird und ob es wirklich Sinn macht etwas billiger zu kaufen, wenn die Ware Fehler hat.


Interessante Wortschöpfungen hast Du da, @Ric, die man aber nicht verstehen muss.

Ric III hat geschrieben:...
... Dauergesissi ...
....

lifesgood

Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 00:26

Ich verstehe das ganze Problem nicht.

Im Grunde ist es doch ganz einfach:

- Bullion zum Bullionpreis ist in Ordnung
- Schmelzware zum Schmelzpreis oder ein wenig drüber (bei Bullion hat man ja auch einen Spread zwischen An- und Verkauft) ist auch in Ordnung
- Schmelzware zum Bullionpreis ist doof (das wußten wir aber auch schon vorher ;) )

Und nun fangen wir mal an zu rechnen.

Wer Schmelzware zum Schmelzpreis (oder knapp drüber) kauft, bekommt mehr Metall fürs Geld. Das heißt aber auch, dass er in Zeiten wie diesen (Gold seit 1.1. in € über 12% im Plus) mit dem Mehr an Metall auch mehr (Buch)Gewinn hat.

Ich persönlich bevorzuge Bullion oder Barren zur Anlage. Aber wenn jemand günstig an Schmelzware kommt, muss das kein Fehler sein.

Merke: Auch ein Weg, den man selbst nicht gehen möchte, muss nicht zwangsläufig ein Irrweg sein smilie_24

lifesgood

Panik95
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon Panik95 » 04.07.2019, 11:37

So einfach ist es leider nicht.
Es stellt sich immer die Frage,wo Bankhandelsfähigkeit aufhört und wo Schmelzware anfängt.
Hier der Originaltext eines Händlers:
Bankhandelsfähigkeit bedeutet,dass die Oberfläche der Münzen in einem exzellenten Zustand sein muss und keine Beschädigungen/Oxidationen aufweisen darf.
.
Als Verkäufer schicke ich die Ware an den Händler meiner Wahl,der kann dann den Zustand nach Lust und Laune bewerten.Eine Rücksendung kostet mich einiges an Gebühren.
Bei einwandfreier Qualität habe ich mehr Ankäufer zur Auswahl und ein geringeres Risiko gegen Abschläge.
Wenn ich heute einen 10 oz Kookaburra mit beschädigter Kapsel anbiete wird mir keiner den regulären Ankaufspreis bezahlen,das gleiche gilt für den 20€ Gold ohne Zertifikat.(Nur so als Beispiel)
Hier im Forum wird von Microkratzern gesprochen,das sagt schon alles.
Händler verstecken sich hinter dem Begriff bankhandelsfähig.
Wer bei Ebay keine einwandfreie Ware liefert fängt sich negative Bewertungen ein.
Bei der heutigen Massenware lege ich Wert auf einen einwandfreien Zustand, ohne Einsatz einer Lupe.
Nur einwandfreie Ware erzielt später den besten Verkaufspreis.
Bei Schmelzware habe ich heute schon das Problem genügend Käufer (Händler) zu finden die einen fairen Preis zahlen,wie sieht das in 20 Jahren aus? Das Einschmelzen kostet auch Geld.
Egal wie die Kurse in 20 Jahren stehen,gute Ware ist einfacher zu verkaufen als 2 Wahl,egal ob Edelmetalle oder Tomaten.
Ist nur meine Meinung,soll jeder machen wie er will.

lifesgood

Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 12:16

Panik95 hat geschrieben:So einfach ist es leider nicht.
Es stellt sich immer die Frage,wo Bankhandelsfähigkeit aufhört und wo Schmelzware anfängt.
Hier der Originaltext eines Händlers:
Bankhandelsfähigkeit bedeutet,dass die Oberfläche der Münzen in einem exzellenten Zustand sein muss und keine Beschädigungen/Oxidationen aufweisen darf.


Die ESG hat auf Ihrer Homepage klar definiert, wann eine Münze handelsfähig oder Schmelzware ist - Siehe Screenshot im Anhang.

Da sind die Anforderungen deutlich geringer als Du sie schilderst.

Quelle: https://www.scheideanstalt.de/muenzzustand/
Dateianhänge
Handelsfaehig.jpg

lifesgood

Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 12:45

Drum lass ich die Masterboxen original verschlossen, dann weiss der Händler auch, dass da niemand dran rumgefingert hat und die Dinger so sind, wie sie von der Mint kamen, höchstens noch mit ein paar Milchflecken garniert. :mrgreen:

lifesgood

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automatix
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon automatix » 04.07.2019, 18:29

Ich hab bei der ESG mal explizit nachgefragt bzgl. Milchflecken,
kleine und riesige, hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr xxx

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Sowohl das Anlaufen von Silbermünzen als auch Milchflecken sind nicht wertmindernd. Sie bekommen somit den bankhandelsfähigen Kurs.

Ich hoffe Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Rheinstetten
Caroline Semenescu
lg
automatix

erfolgreich 5x im Forum gekauft

KarlTheodor
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon KarlTheodor » 04.07.2019, 18:41

Der ESG sind Milchflecken auf Silberunzen egal, weil sie dafür sowieso nur schlechte Preise zahlen.

Für die Standardunze ( z.B. Kookaburra ) derzeit 13,52 Euro und 135,26 Euro für einen 10 Oz Kookaburra.

Wenn man schon so schlecht zahlt, muss man nicht auch noch Abschläge für MF machen.

Panik95
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon Panik95 » 04.07.2019, 19:03

Wann eine Münze handelsfähig ist oder Schmelzware ist nicht klar definiert, sondern von Händler zu Händler verschieden.
Wenn Händler wie die ESG für die Unze Silber gerade mal 13,52€ zahlen,wird die Messlatte für den Zustand nicht sehr hoch liegen.
lifesgood würdest Du bei der ESG verkaufen?
Ric,versuche einmal einem Händler den Goldeuro ohne Zertifikat oder ohne die passende Box zu verkaufen.
Die Zertifikate sind zwar unnötig,sie gehören aber dazu.
Die Ansprüche steigen eben,da mußt Du mitziehen oder aussteigen.

puffi
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon puffi » 04.07.2019, 19:08

Mal zu ESG:

Ich hatte mal ein 50 Pesos der sich in meinem Klimperbeutel befunden hatte und sich dort recht wohlgefühlt hat. Sprich gerade die obere hervorstehende Hälfte der Dame war schön blank poliert, von Microkratzern konnte nicht die Rede sein anders ausgedrückt sie hätte bei vielen hier Schnappatmung und Herzklabaster ausgelöst.
Ein lokaler Händler (die Dame dort war ein bisschen "unbedarft") wollte die selbst nicht zum Schmelzpreis der ESG annehmen. Also habe ich sie (die Münze nicht die Dame) zur ESG geschickt. Oh Wunder die ESG zahlte den regulären Münzankaufspreis und nicht den Schmelzpreis.

Allerdings muss ich bemerken, dass viele Foristen gerade bei Suppen"pseudo Münzen" Maßstäbe anlegen die jenseits von...... sind und nur Spot(t) bezahlen wollen, was andere dazu bringt das Gebiet der Begierde anders zu definieren um solche Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
DICIQUE BEATUS ANTE OBITUM NEMO SUPREMAQUE FUNERA DEBET

salito
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon salito » 04.07.2019, 19:51

Was ich fast noch schlimmer finde als die Diskussion um MF und Mikrokratzer, ist der Zustand der Kapsel....
Das diese natürlich nicht gesprungen sein soll, ist nachvollziehbar. Aber wenn schon Mikrokratzerchen auf den Kapseln bemängelt werden (ich weise zb extra darauf hin, um wirklich sämtlichen Diskussionen aus dem Weg zu gehen), wirklich verstehen tue ich es allerdings nicht. smilie_13

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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon lubucoin » 04.07.2019, 20:33

Ric III hat geschrieben:Spaß beiseite, gelingt es der Gemeinde nicht die Preisdrückerpseuodoargumnte endlich konsequent zurückzuweisen kann ich Jedem Nichtsammler nur raten seine Konsequenzen zu ziehen und sich eher mit Barren statt mit Pseudonominalrundlingen zu beschäftigen.
Je bereitwilliger ihr jedoch über deren Meßlatten hüpft desto höher werden sie diese hängen.


Ich sehe das ähnlich.

egal ob Schwäne, Emus, Homers, Superhelden oder sonst was
(komischerweise fallen mir auf Anhieb grad nur Perth Produkte ein)

Einerseits Bullionausgaben mit 50 bis 100% über spot kaufen/verkaufen und diese Sammlerbullions nennen, andererseits den Preis wegen jeder winzigen Kleinigkeit dann drücken wollen damit der Begriff Sammlerbullion irgendwo gerechtfertigt ist.

Ich hatte auch mit Bullions als Anlage/Invest neben den Gedenk-/Sammelmünzen angefangen, aber wenn das die nächste Zeit so weiter geht, werde ich mich dann irgendwann auch wieder nur noch auf reine Sammlermünzen konzentrieren und als Invest eher Barren bevorzugen. Ein paar einzelne Unzlein wie die China Restrikes dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen :lol:

Schuld daran sind aber meiner Meinung nach auch die Damen und Herren von NGC bzw. PCGS weil die mittlerweile wirklich alles mögliche zum graden zugeschickt bekommen und dies dann auch noch machen. Klar, die wollen ja auch mit verdienen. Aber Bullions graden smilie_08 Naja....
Graden macht eigentlich nur bei etwas älteren und/oder dementsprechend teuren Münzen wirklich Sinn.
"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen." - Benjamin Franklin

KarlTheodor
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Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon KarlTheodor » 04.07.2019, 22:15

salito hat geschrieben:Was ich fast noch schlimmer finde als die Diskussion um MF und Mikrokratzer, ist der Zustand der Kapsel....
Das diese natürlich nicht gesprungen sein soll, ist nachvollziehbar. Aber wenn schon Mikrokratzerchen auf den Kapseln bemängelt werden (ich weise zb extra darauf hin, um wirklich sämtlichen Diskussionen aus dem Weg zu gehen), wirklich verstehen tue ich es allerdings nicht. smilie_13


Schaut Euch mal den Gesuche Faden hier im Forum an:

Dort sucht man nicht nur einwandfreie Münzen, sondern sie müssen "Tip Top" oder "Spitzenstücke" sein.

Man kann wie @Ric diese Tatsache leugnen, aber man hilft den EM Anlegern nicht, wenn man ihnen sagt, es kommt nur auf den reinen Materialwert an und deswegen wären kleine Fehler gar nicht so schlimm.

Spätestens bei einem beabsichtigten Verkauf holt einen diese Wirklichkeit wieder ein und man wird merken, dass man doch besser etwas mehr auf die Erhaltung hätte achten sollen, statt ein paar Euro beim Einkauf ( vermeintlich ) zu sparen.

lifesgood

Re: Nicht Bankhandelsfähiger Zustand Bullions...

Beitragvon lifesgood » 04.07.2019, 23:03

Wer davon träumt, dass er einen Homer Simpson mal gegen 3 Maples tauschen kann, muss natürlich auf perfekten Zustand achten smilie_11

Klar hier im Forum werden beim Kauf höhere Maßstäbe angelegt, dafür bekommt man auch mehr als beim Händlerankauf. Aber diese Art des (Zitat) Küchentischhandels interessiert mich persönlich nicht. Daher interessieren mich nur die Maßstäbe der Händler.

Wer mit Standardbullions an der Wertentwicklung des Metalls partizipieren möchte, kann das Thema Milchflecken vernachlässigen und mutwillig beschädigen wird er die Münzen ja nicht.

Ich hatte noch bei keinem Verkauf (egal bei welchem Händler) je ein Problem.

lifesgood


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