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Wie wichtig ist die LBMA-Zertifizierung?

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OnkelDuck
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Wie wichtig ist die LBMA-Zertifizierung?

Beitragvon OnkelDuck » 01.11.2014, 17:23

Hallo liebe Mitforisten,

ich möchte, nachdem ich mich bislang eher für normale Bullion-Münzen interessiert habe, mal ein wenig in die "Gewichtsklasse" der 250- bis 500-Gramm-Barren "schnuppern". Hintergrund ist mein aktuell eher begrenztes Budget und ein recht attraktiver Kaufpreis - für ganze Tubes fehlt mir momentan ein wenig das Geld, da nimmt man leichter 250 Gramm "am Stück" für 150€ mit ;)

Bei meiner Suche habe ich unter anderem die Barren aus der Produktion von Geiger Edelmetalle aus deren Prägestätte "Schloss Güldengossa" entdeckt, die wohl immer ein bisschen günstiger sind als Barren bekannter Hersteller wie Heraeus oder Umicore.

Laut gold.de-Preisvergleich sind die Geiger-Barren allerdings nicht LBMA-Zertifiziert. Meine Frage: Wie wichtig ist diese Zerifizierung? Gilt hier nicht, "eine Unze ist eine Unze ist eine..."? Habe ich gravierende Nachteile bei einem eventuellen Weiterverkauf, wenn ich nicht-zertifizierte Barren kaufe oder ist so ein Zertifikat eher Augenwischerei?

Beste Grüße wünscht
OnkelDuck
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eisendieter
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Beitragvon eisendieter » 01.11.2014, 17:56

für mich ist das eher Augenwischerei.

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Gamera
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Beitragvon Gamera » 01.11.2014, 18:05

Schau dir DODUCO-Barren an.
Deutscher Hersteller, 4x9, also 999,9 er Silber, KEIN Minensilber sondern recycelt (Firma DODUCO ist führend in Kontaktherstellung), sehr eigenes, klares Design, 1 Unze, 100gramm, 1KG (gegossen), es gibt auch noch von Geiger gegossene Zwischengrößen, diese aber nur aus DODUCO Granulat.
Und LBMA-Zertifiziert.

smilie_01

Im großen und ganze würde ich LBMA auch für.... eher Marketing halten, aber du wirs zB bei Banken keine Probleme bekommen. Der ganze Aufwand mit einschicken, prüfen etc dürfte entfallen.

Die SCHLOSS GÜLDENGOSSA Barren sind auch Silber, aber nicht unbedingt begehrt, wenn du sie privat verkaufe solltest.

Bild
Who the f*** is Godzilla? https://m.youtube.com/watch?v=riLiop5vhJI

betta splendens
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Beitragvon betta splendens » 01.11.2014, 18:23

Wurde schon des öfteren im Forum durchgekaut. Meine Meinung dazu u.a. hier:
http://www.silber.de/forum/barren-ohne- ... tml#307288
http://www.silber.de/forum/degussa--ger ... tml#430641
http://www.silber.de/forum/umicore-muen ... tml#321851
Gilt für Au wie für Ag. Einziger Unterschied:
Au=400oz +/- ein wenig
Ag=1000oz +/- ein bisschen als Barren nötig zur Einlieferung um überhaupt eine Möglichkeit zu haben eine Zertifizierung zu beantragen. Wenn du die nicht dein eigen nennen kannst brauchst du überhaupt nicht drüber nachzudenken.
Wenn du o.a. threads u.a. durchliest wird dir vielleicht die Sache etwas klarer und ich hoffe es sorgt bei dir nicht noch für mehr Verwirrung.
smilie_24
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OnkelDuck
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Beitragvon OnkelDuck » 01.11.2014, 21:55

Danke für die Ausführungen, wusste bis jetzt gar nicht, dass man abgesehen von den 12,5-Kilobarren sowieso nur Hersteller/Fertigungsanlagen zertifiziert werden können.

Jetzt muss ich mich nur noch für einen Barren entscheiden können... Die Geiger Security Line scheint mir auch ziemlich attraktiv und vor allem "anerkannt" zu sein, die findet man u.A. auch auf APMEX und Provident Metals.

Viele Grüße
OnkelDuck
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Maple Leaf
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Beitragvon Maple Leaf » 04.11.2014, 19:00

Ich würde mich einfach fragen, wie oder an wen ich die Dinger mal verkaufen möchte. Bei einem Privatverkauf ist die Chance eines "LBMA-zertifizierten" Barren höher, auch wenn ich ebenfalls der Meinung bin, dass das eigentlich vollkommener Blödsinn ist!
Liebe Grüße vom Ahornblatt

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Beitragvon winterherz » 04.11.2014, 19:38

Maple Leaf hat geschrieben:Ich würde mich einfach fragen, wie oder an wen ich die Dinger mal verkaufen möchte. Bei einem Privatverkauf ist die Chance eines "LBMA-zertifizierten" Barren höher, auch wenn ich ebenfalls der Meinung bin, dass das eigentlich vollkommener Blödsinn ist!


Aber wie so oft, müssen nur genügend diesen "Blödsinn" mitmachen - dann hat man keine Wahl mehr. Bankhandelsfähigkeit ist durch LBMA gegeben....
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Beitragvon K » 04.11.2014, 19:55

Maple Leaf hat geschrieben:Ich würde mich einfach fragen, wie oder an wen ich die Dinger mal verkaufen möchte. Bei einem Privatverkauf ist die Chance eines "LBMA-zertifizierten" Barren höher . . .


Bei einem Privatverkauf geht das schon, bei einem Verkauf an eine Bank gibt es da schon eher Probleme.
Allerdings hat sich die Sache mittlerweile schon sehr gedreht - wer verkauft heiute schon noch an eine Bank.
Die blöden Fragen, Kontobedingungen und Gutschrift nach xxx Wochen . . .

Der Verkauf an einen etablierten EM - Händler kommt da wohl heutzutage wohl eher in Frage,
und der nimmt Dir das ab - Prüfung natürlich vorbehalten.
.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ -
http://www.kicktipp.de/silbergilde/tippuebersicht

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Beitragvon Maple Leaf » 05.11.2014, 13:48

@Winterherz und K
Stimmt auf jeden Fall! Mir hat mal ein Händler gesagt: "Ein guter Händler kauft alles". Stimmt sicherlich, allerdings hat er nicht dazu gesagt zu welchem Preis, also Spot, Schmelzpreis und usw.
Liebe Grüße vom Ahornblatt

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IrresDing
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Beitragvon IrresDing » 05.11.2014, 16:59

Bei Gold hat es Vorteile auf Barren auszuweichen, zumindest auf den ersten Blick (die dem zweiten Blick oft auch nicht standhalten).

Bei Silber sehe ich den aber überhaupt nicht. Du zahlst mehr als bei Münzen, hast eine geringere Akzeptanz, ...

Warum Barren (beim Privatgeschäft), wenn du die Wahl zwischen 1, 2, 5, 10 Unzen- und 1kg-Münzen hast.

Vergleich:

1 oz Milchfleckenmaple kostett derzeit 15,05 Euro. Auf 250g hoch gerechnet sind das 121 Euro.
Für einen 250g Barren zahlst du 135 Euro. Das ist ein Agio von 11,6%.

Mir müsste man schon einen ordentlichen Nachlass geben, damit ich Barren kaufe. Nicht zuletzt auch wegen der höheren Fälschungsgefahr.

LG
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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 05.11.2014, 17:38

Das sehen Sammler etwas differenzierter, wozu ich mich auch im entfernteren Sinne zähle.
Aus den oben angeführten (oberflächlich gesehen richtigen) Gründen sind ältere Barren auch weitestgehend aus dem Handelsverkehr verschwunden.

Gegossene und alte Barren sind unikat, haben eine gediegene Haptik, sind geschichtsträchtig, echtes (Metallurgen) Handwerk. Mit etwas Geduld und offenen Augen findet man hin und wieder seltene Stücke.
Wer schon mal einen Rundbarren aus dem Mittelalter in der Hand hatte, weiss was ich meine.

Kein Vergleich mit Industriebullion und neue gegossene Barren werden auch mal alt.
:wink:

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IrresDing
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Beitragvon IrresDing » 05.11.2014, 17:53

Alte Barren, ja, die können auch mal interessant sein. Wie alte Münzen. Ich zahl schließlich auch gerne für meine Münzen gerne einen Aufpreis - nur weil sie über 100 Jahre alt sind und damit antik. Aber darum geht es hier meines Wissens nicht. Es wäre ungewöhnlich, wenn sich ein sich selbst bezeichnender Bullion-Horter nun plötzlich für (teils heftige) aufpreisige historische Barren interessiert.

LG
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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 05.11.2014, 18:51

Genau so war es bei mir.
:D

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eisendieter
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Beitragvon eisendieter » 05.11.2014, 19:59

Bankhandelsfähigkeit ist völlig sekundär, seltene antike schöne Silberbarren finden immer einen Abnehmer. Z.B. mich, der ich doch nun wirklich hauptamtlich notorischer Horter bin.

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Beitragvon harley » 05.11.2014, 21:21

hatte vor Jahren schon einmal diesen Link geposted....hat aber immer noch seine Gültigkeit :

http://www.scheideanstalt.de/lbma-good-delivery/
mittlerweile weit über 50 positive Forumsbewertungen
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