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Fälschungen

Allgemeine Diskussionen zu Silber, Gold und Edelmetallen, sowie die Entwicklung des Gold- und Silberkurs.

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numerobis

Beitragvon numerobis » 24.03.2012, 20:31

Die negative Bewertung scheint von einem Zeitgenossen zu stammen welcher grundsätlich ein Haar in der Suppe findet.
Daß jemand Münzen nun auch olfaktorisch bewerten will ist schon mal amüsant.
Sollte beser auf Duftmünzen bieten.
Auch die nicht mögliche Selbstabholung zu kritisieren wenn sie nicht explizit angeboten oder besprochen war ist unverschämt.

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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 24.03.2012, 20:47

Ja , Münze aus Raucherhaushalt, auch selten gehört. smilie_15



Zur Abwechslung / Ablenkung mal eine wirklich echte Münze, heute gekauft (schon lang gesucht):

1/4 Real Guatemala 1875/3 - wird als Erhaltung MS60 so um 80 Dollar gehandelt - wäre ein Silberunzenpreis von 3554 Dollar.
Na gut, sie wiegt nur 0,7 g fein; Materialwert wäre ca. 70 Cent..
:)

Bild

numerobis

Beitragvon numerobis » 24.03.2012, 20:53

Hübsch!
Ist aber schon klar daß der MW hier einfach keine Rolle spielt?
Wenn ich die Relation zum mW herstellte käme ich bei meinen Antiken auf noch extremere Relationen.... :wink:

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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 24.03.2012, 20:58

numerobis hat geschrieben:Hübsch!
Ist aber schon klar daß der MW hier einfach keine Rolle spielt?
Wenn ich die Relation zum mW herstellte käme ich bei meinen Antiken auf noch extremere Relationen.... :wink:


Ist klar und glaube ich dir gern.
Bronzeunzenpreis von 125 000 Dollar wahrscheinlich.

Die mickrigen Münzen sind aber auch eine Plage, mir ist die heute gefühlte 20mal aus der Hand gefallen.
Muss ein Krampf gewesen sein die früher aufzubewahren und auch noch damit zu bzahlen.

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picodali
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Beitragvon picodali » 24.03.2012, 21:15

amabhuku hat geschrieben:
numerobis hat geschrieben:Hübsch!
Ist aber schon klar daß der MW hier einfach keine Rolle spielt?
Wenn ich die Relation zum mW herstellte käme ich bei meinen Antiken auf noch extremere Relationen.... :wink:


Ist klar und glaube ich dir gern.
Bronzeunzenpreis von 125 000 Dollar wahrscheinlich.

Die mickrigen Münzen sind aber auch eine Plage, mir ist die heute gefühlte 20mal aus der Hand gefallen.
Muss ein Krampf gewesen sein die früher aufzubewahren und auch noch damit zu bzahlen.


Da gehört eine Pinzette zum Kauf dazu :wink:

numerobis

Beitragvon numerobis » 24.03.2012, 22:00

amabhuku hat geschrieben:
numerobis hat geschrieben:Hübsch!
Ist aber schon klar daß der MW hier einfach keine Rolle spielt?
Wenn ich die Relation zum mW herstellte käme ich bei meinen Antiken auf noch extremere Relationen.... :wink:


Ist klar und glaube ich dir gern.
Bronzeunzenpreis von 125 000 Dollar wahrscheinlich.

Die mickrigen Münzen sind aber auch eine Plage, mir ist die heute gefühlte 20mal aus der Hand gefallen.
Muss ein Krampf gewesen sein die früher aufzubewahren und auch noch damit zu bzahlen.


Naja,gar so extrem ist das schon eher selten!
Gibt sicher antike Bronzen die sogar das noch überschreiten,aber durchaus auch Stücke welche für im dreistelligen Bereich zu haben sind und gar nicht weit von dem heutigen Unzenbegriff hinsichtlich ihrer Masse entfernt sind.

Dein Viertelreal ist im Vergleich zu einem Ratti sogar noch ein Riese.
Durchmesser des Ratti:2-2,5mm!

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ELKecko
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Beitragvon ELKecko » 25.03.2012, 09:19

hier mal ein gefälschter 1Kilo-Barren http://silverdoctors.blogspot.de/2012/0 ... d-bar.html

manmanman wo soll das nur enden?

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kampfpanda
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Beitragvon kampfpanda » 25.03.2012, 09:28

eigentlich logisch - wenn einen Barren fälschen dann einen bei dem es sich lohnt. Also nen kg ;)

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amabhuku
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Beitragvon amabhuku » 25.03.2012, 09:44

ELKecko hat geschrieben:hier mal ein gefälschter 1Kilo-Barren http://silverdoctors.blogspot.de/2012/0 ... d-bar.html

manmanman wo soll das nur enden?


Man sieht sehr gut auf den Fotos, daß der Fälscher handelsübliche Wolframstangen in den Guss eingebettet hat.
Die musste er dazu nur kürzen.
Da der Schmelzpunkt von Wolfram viel höher liegt, ist das Einlegen während des Gusses simpel.

Wie der Autor schrieb, ist mit Röntgenfluoreszenz-Messgerät kein Falsifikat erkennbar.
Solche Geräte nutzen viele Händler und waren/sind immer der Meinung, damit auf der sicheren Seite zu sein.
Das ist also nicht haltbar, war klar.

Zertrennt hat er den Barren, wegen den 2 Gramm Gewichtsdifferenz, es waren also Anfänger.

Es war ein Metalor/Schweiz Barren, mit Herstellerstempel und Seriennummer. Die Stempel sind leicht kopierbar, weil die Scheideanstalten fast immer keine Unterlagen zu ihrer Gusshistorie führen.
Die Fälschung kann auf diese Art (Nummer mehrfach vergeben) nur bei Begegnung von zwei Barren mit gleicher Nummer auffliegen.
Metalor selbst wird bestimmt nicht an der Wolframfüllung beteiligt sein, letztendlich ausschließen kann man es aber nicht.

Da hilft nur, sich auf Münzen zu beschränken. Fälschungen sind leichter erkennbar und die relativ kleine Stückelung hält den evtl. Verlust in Grenzen.

@numerobis, ist auf den Ratti ein Motiv eingeprägt?
Je kleiner, je besser; in Kopierhinsicht. :wink:

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Beitragvon AGnostiker » 25.03.2012, 10:39

amabhuku hat geschrieben:Da hilft nur, sich auf Münzen zu beschränken. Fälschungen sind leichter erkennbar und die relativ kleine Stückelung hält den evtl. Verlust in Grenzen.

Naja, im mittelalterlichen Südindien reichte die Stückelung der Goldmünzen von 0,33 Gramm bis 12 Kilogramm:

http://www.indiacoins.privat.t-online.d ... nfluss.htm

Interessant ist auch die Herkunft der Bezeichnung "Käsch"! :mrgreen:

numerobis

Beitragvon numerobis » 25.03.2012, 14:02

Jepp,der Silberratti trägt auch ein Motiv.

Ein Samenkorn!
Wohl von der namensgebenden Pflanze -dem "Krabbenaugenwein".
Dieses hochgiftige Samenkorn diente als kleine Gewichtseinheit.

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 25.03.2012, 19:10

Heute kann ich Euch wieder mal einige (3) Fälschungen zeigen!

Zu erst mal einen Dank an Butterblume ,der Sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

Es handelt sich um "Münzen" 5 Mark Kaiserreich

5M Wilhelm 2 König v. Preussen
5M Wilhelm 2 König v. Wuerttemberg
5M Friedrich Herzog v. Baden

Alle 3 sind falsch!

Erst mal habe ich von denen Bilder gemacht und optisch und zum Teil mit der Lupe begutachtet.
Heute nun die Ergebnisse.Die nächsten Schritte sind dann vermessen,wiegen und Tauchwägung.

Danach bekommen die mal ein Silberbad und werden dann auseinander geschnitten.

Das ganze wird dann mal in eine Webseite gepackt und veröffentlicht.

3 oder 4 Bilder lade ich hier ins Forum hoch,der Rest in grossen Bildern (2800 x 2100) ist als gepackte ZIP Datei auf meine Ubuntu Cloud geladen.Die Datei heisst fake.zip
Der Download sollte gleich nach dem Klick auf den Link losgehen.

http://ubuntuone.com/4HdRYHimZw4gFBsLE0Jf1j

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Ich halte euch auf dem laufenden...

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Beitragvon amabhuku » 25.03.2012, 19:30

Friedrich 3, der abgeschliffene Rand deshalb, weil die Schlitzis alte Ringprägemaschinen benutzen.
Da wird die Ronde beim Prägen in die Randkerbung des Halterings gepresst (gequetscht) und ist damit gleichzeitig gerändelt.

Nun hat aber inzwischen jeder depperte Mitteleuropäer spitzgekriegt, daß bei den 2/3/5 Kaiserreichmärkern nur die 2er gerändelt sind.
Deshalb der Abschliff, dann spart man sich den Kauf einer modernen Maschine, bei denen wird vor Prägung gerändelt.

Beim Nickel haben die auch dazugelernt. Unter bestimmten Umständen kann man Nickel entmagnetisieren (Hitzebehandlung).
So kann man wieder einige Zeit die Leutz 'betrüben', bis es wieder etwas Erkenntnisgewinn gibt.

Glaube kaum das eine Fälschungssammlung in der Ubuntu (!) Cloud oder bei fake.zip :wink: etwas bewegt.
Diejenigen, die Fälschungen erkennen wollen werden es auch.
Bei den anderen nützt selbst ein münztechnisch versierter Zivi zur Begleitung beim Münzkauf nichts.
Das sind die sogenannten Beratungsresistenten. Da sind Hopfen, Malz und andere diverse Ingredienzien von vornherein verloren.

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Friedrich 3
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Beitragvon Friedrich 3 » 25.03.2012, 19:40

Nein nein in meiner Cloud ist es erst mal zwischengeparkt für die lieben User hier zum runterladen!

Wenn natürlich einige Käufer drauf pfeiffen,dann sollen sie Fakes kaufen!Wenn die Fälschungen meist recht plump sind,wie bei dem abgeschliffenen Rand...

Die Chinesischen "Münzprägestätten" raffen wohl nicht,das ein abgeschliffener Rand noch bescheidener aussieht ,wie ein Riffelrand

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Idpot
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Beitragvon Idpot » 25.03.2012, 19:50

also das mit wolfram im gold ist doch schon nen alter schuh!!
ich will garnicht wissen wieviel wolfram den so in den tresors der banken liegt , versteckt in den goldbarren. es werden eine menge sein!!!

leider habens fälscher aber immer einfacher und bauchen garnicht mehr so filigran arbeiten.wenn sich alle weiter so auf EM schmeißen...
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