Aktuelle Zeit: 09.07.2020, 06:27

Silber.de Forum

verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Allgemeine Diskussionen zu Silber, Gold und Edelmetallen, sowie die Entwicklung des Gold- und Silberkurs.

Moderatoren: winterherz, Mahoni, Forum-Team, Mod-Team, Andre090904

graurock
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 582
Registriert: 02.03.2013, 20:29

verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon graurock » 29.06.2020, 15:58

Hallo,

mir kommt es so vor, als verabschiedet man sich heimlich still und leise von Bullionprägungen.

Immer mehr "Sammlerprägungen" überschwemmen zu deutlich teureren Preisen den Markt und die "Sammler", in meinen Augen ist der Großteil nix anderes als Spekulanten, kaufen das Zeug wie die Irren.

Auch auf Corona kann man es nicht mer schieben.

Das neue Zeug kommt ja auch über den Teich.

Anzeigen
Silber.de Forum
MarcoLunar
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 850
Registriert: 13.09.2017, 02:08

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon MarcoLunar » 29.06.2020, 16:27

graurock hat geschrieben:Hallo,

mir kommt es so vor, als verabschiedet man sich heimlich still und leise von Bullionprägungen.

Immer mehr "Sammlerprägungen" überschwemmen zu deutlich teureren Preisen den Markt und die "Sammler", in meinen Augen ist der Großteil nix anderes als Spekulanten, kaufen das Zeug wie die Irren.

Auch auf Corona kann man es nicht mer schieben.

Das neue Zeug kommt ja auch über den Teich.

Wie definierst du Bullion? Maple, Wiener, PM Kägurus? Oder zählst du da auch Australien Lunar, Koalas, Kookaburras etc. dazu??

Benutzeravatar
black religion
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 616
Registriert: 18.10.2011, 10:35
Wohnort: altes europa

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon black religion » 29.06.2020, 17:32

MarcoLunar hat geschrieben:
graurock hat geschrieben:Hallo,

mir kommt es so vor, als verabschiedet man sich heimlich still und leise von Bullionprägungen.

Immer mehr "Sammlerprägungen" überschwemmen zu deutlich teureren Preisen den Markt und die "Sammler", in meinen Augen ist der Großteil nix anderes als Spekulanten, kaufen das Zeug wie die Irren.

Auch auf Corona kann man es nicht mer schieben.

Das neue Zeug kommt ja auch über den Teich.

Wie definierst du Bullion? Maple, Wiener, PM Kägurus? Oder zählst du da auch Australien Lunar, Koalas, Kookaburras etc. dazu??


Ich kann jetzt nur für meinen Teil reden. "Standardbullion" habe und werde ich nur zur Absicherung von Vermögen für meinen Lebensabend holen. Wie ein Sparbuch, nur aus schönem Silber zum anfassen. Nichts davon, außer es kommt vorher nochmal zu Zuständen wie 2011, wird den Tresor vorher verlassen. "Premiumbullion" und weitaus teurere Münzen kaufe ich aus Sammelleidenschaft. Bei manchen Ausgaben zocke ich auch mal und kaufe mehr. Empfinde ich nicht als Bereicherung, sondern als Komplettierung meines Hobbys. Gehört für mich dazu. Da es sich dabei um mein HOBBY handelt, sind das auch überschaubare Mengen.
Wegen der Coronakrise und den daraus resultierenden Aufschlägen fiel die letzten Monate "Standardbullion" für mich aus, und selbst der Sparstrumpf wurde ausnahmsweise mit "Premiumbullion" gestopft. Bei 22€ Standard und 22 bis 25€ Premiumbullion / OZ stellt sich mir die Frage überhaupt nicht. Inzwischen auch nicht mehr, bei unter 20€ Standard und über 25€ Premium. Jetzt kommen wieder die billigen ins Nest. Alles eine Frage des Preises und dem kleinen Teufel in meinem Ohr. Er schreit immer lauter nach Brumby, ich tue aber so, als wäre ich taub. smilie_11
Kaufe Kaiserreich, prägefrisch/tadellos, gern zu Spotpreis

Benutzeravatar
black religion
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 616
Registriert: 18.10.2011, 10:35
Wohnort: altes europa

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon black religion » 29.06.2020, 18:05

Meine Frage wäre allerdings zur Zeit eher, VERABSCHIEDET MAN SICH VON PROOF AUSGABEN?
Kaufe Kaiserreich, prägefrisch/tadellos, gern zu Spotpreis

MarcoLunar
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 850
Registriert: 13.09.2017, 02:08

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon MarcoLunar » 29.06.2020, 18:44

@black religion
Ich merke immer öfters wie wir ähnlich bis fast gleich denken!! Du sprichst mir aus der Seele. Auch mit der PP Verabschiedung, wer braucht schon so ein Wertfresser!!! Premiumbullions sind die neuen Sammlermünzen, so kommts mir grad vor.
smilie_24

Benutzeravatar
black religion
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 616
Registriert: 18.10.2011, 10:35
Wohnort: altes europa

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon black religion » 29.06.2020, 19:18

MarcoLunar hat geschrieben:@black religion
Ich merke immer öfters wie wir ähnlich bis fast gleich denken!! Du sprichst mir aus der Seele. Auch mit der PP Verabschiedung, wer braucht schon so ein Wertfresser!!! Premiumbullions sind die neuen Sammlermünzen, so kommts mir grad vor.
smilie_24


Für mich ist das eigentlich ein Indikator, bei wievielen Käufern die Sammelleidenschaft im Vordergrund steht. Paar aktuelle Beispiele sind für mich die Schwäne, Emus, EC8, Ruanda Nautical & Lunar (in Auktionen erzielen allesamt nicht mal ansatzweise die Traumfestpreise) und und und. Hier werden Lunar III 5 OZ Mäuse für 250 bis 400€ gehandelt, 5 OZ Pandas gibt's für um die 200, wochenlang für 150/160. Welcher Sammler holt sich eine Maus, wenn er zwei Pandas haben kann? Warum liegen PP Schwäne jahrelang bei Händlern rum, aber die BU's werden immer teurer?
Ich für meinen Teil brauche meine PP's, die glänzen so schön. Frage mich trotzdem, warum immer weniger gesammelt wird und ob ich einer aussterbenden Art angehöre. Dabei sind wir so viel cooler als Telefonkarten-, & Briefmarkensammler. smilie_07 smilie_06
Kaufe Kaiserreich, prägefrisch/tadellos, gern zu Spotpreis

Benutzeravatar
Xiaolong
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 479
Registriert: 31.03.2019, 21:48

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon Xiaolong » 29.06.2020, 19:36

Alles zu seiner Zeit...

Denke die herkömmlichen Sammler sterben langsam aus.
Hip sind im Moment Bücherwände mit teuren antiken Büchern die keiner liest, Weine, Schnaps, Oldtimer...
Alles Zeug mit dem es sich vortefflich protzen lässt. Da braucht es keine Klimpertaler :D.

Wen interessieren u 50 noch Numismatika?

Paradebeispiel sind doch die kanadischen Olympiamünzen...
28 Stück, ob edel verpackt oder nicht, es gibt kaum mehr als den Spotpreis dafür. Das haben sich die Käufer damals Ende der Siebziger sicherlich auch anders vorgestellt. Den Edelbullions wird es meiner Meinung nach ähnlich ergehen. Numismatisch bei den Mengen eh alles wertlos, wird irgendwann dafür der Schmelzwert aufgerufen.
Da es eigentlich keine KM mehr aus EM gibt, ist es den Leuten auch komplett aus dem Sinn.

Meine subjektiv angehauchte Meinung ^^
_______________________________________________
manchmal klemmt die Leertaste

9999Ag
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 123
Registriert: 18.10.2017, 08:45

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon 9999Ag » 29.06.2020, 19:43

Ich könnte mir vorstellen, dass viele um die ganzen teuren Sammlermünzen einen großen Bogen machen, da sie wie ich auch immer die Gefahr sehen, dass die für sehr viel Geld gekaufte Münze Michflecken bekommen könnte und man diese Münze dann nicht mit Gewinn, sondern nur mit großem Verlust wieder verkaufen kann.
Da ist man dann selbst wenn der Silberpreis um 100% steigen würde, vermutlich immer noch in der Verlustzone.

rosab2000
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1689
Registriert: 08.11.2009, 17:20

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon rosab2000 » 29.06.2020, 19:49

ALSO ich kenne eine Menge Leute die china sammeln und unter u50,u40 und u30 sind :wink:

Benutzeravatar
black religion
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 616
Registriert: 18.10.2011, 10:35
Wohnort: altes europa

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon black religion » 29.06.2020, 19:56

Xiaolong hat geschrieben:Alles zu seiner Zeit...

Denke die herkömmlichen Sammler sterben langsam aus.
Hip sind im Moment Bücherwände mit teuren antiken Büchern die keiner liest, Weine, Schnaps, Oldtimer...
Alles Zeug mit dem es sich vortefflich protzen lässt. Da braucht es keine Klimpertaler :D.

Wen interessieren u 50 noch Numismatika?

Paradebeispiel sind doch die kanadischen Olympiamünzen...
28 Stück, ob edel verpackt oder nicht, es gibt kaum mehr als den Spotpreis dafür. Das haben sich die Käufer damals Ende der Siebziger sicherlich auch anders vorgestellt. Den Edelbullions wird es meiner Meinung nach ähnlich ergehen. Numismatisch bei den Mengen eh alles wertlos, wird irgendwann dafür der Schmelzwert aufgerufen.
Da es eigentlich keine KM mehr aus EM gibt, ist es den Leuten auch komplett aus dem Sinn.

Meine subjektiv angehauchte Meinung ^^

Wenn ich mich so (ihr erinnert Euch, damals gab es soetwas noch) auf Messen, Münzbörsen, Auktionen und Co umsehen, steht fast alles U50 hinter dem Tresen. Von daher empfinde ich Deine Meinung dazu leider als objektiv.
Kaufe Kaiserreich, prägefrisch/tadellos, gern zu Spotpreis

Benutzeravatar
black religion
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 616
Registriert: 18.10.2011, 10:35
Wohnort: altes europa

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon black religion » 29.06.2020, 19:58

rosab2000 hat geschrieben:ALSO ich kenne eine Menge Leute die china sammeln und unter u50,u40 und u30 sind :wink:


Vielleicht bin ich ja doch Chinese. Genau das wäre meine nächste Frage gewesen. Wie sieht das in Asien, USA, Australien aus?
Kaufe Kaiserreich, prägefrisch/tadellos, gern zu Spotpreis

graurock
500 g Barren Mitglied
Beiträge: 582
Registriert: 02.03.2013, 20:29

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon graurock » 29.06.2020, 20:21

Ich meine das "alte" Bullion.

Die Lady, den Adler, den Kooka, den Panda usw. und der deutlich jüngere Phili.

Die Chinesen haben sehr schöne Münzen, leider liegen die preislich schon beim Kauf zur Ausgabe so was von daneben, dass jegliche Steigerung im Sande verläuft.

Das ganze neue Zeug, nun ja, ob es langlebig sein wird, wird sich zeigen.

Die wenigsten anfänglichen Preissprünge sind über Jahre gesehen stabil. Was nicht langsam wächst, hält in der Regel nicht lange.

rosab2000
1 kg Barren Mitglied
Beiträge: 1689
Registriert: 08.11.2009, 17:20

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon rosab2000 » 29.06.2020, 20:47

Also es kommt drauf an WAS du sammelst und WANN . Bei Messen kann ich das nicht sagen. War zwar nur auf der Wmf aber da tummeln sich 50% junge Leute. Auch in diversen FB Gruppen außergewöhnlich viele junge Leute. Foren wie hier werden immer weniger. FB channels und Gruppen immer mehr..das ist der Fortschritt (ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt)

Benutzeravatar
IrresDing
10 Unzen Mitglied
Beiträge: 480
Registriert: 18.10.2012, 18:38
Wohnort: EUdSSR

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon IrresDing » 29.06.2020, 21:13

Wer verabschiedet sich denn vom reinen Bullion? Und wieso?

Dass derzeit beim Bullion für nicht total auf den Kopf gefallene wenig geht, ist bei den Spreads nicht verwunderlich. Wieso sollte ich 25% Aufschlag zahlen?

Eigentlich wollte ich schon lange noch 75 „fehlende“ Unzen Silber kaufen. Dann wäre der Hort rund. Aber bei den Preisen? Wir haben uns nun mit Papiersilber gegen einen steigenden Spot abgesichert und warten ab. Man hat es nicht eilig.

Zu Sammlerbullion, ja das ist schon lange zu beobachten. Mittlerweile presst jeder wirklich jeden Mist auf runde Scheiben und macht ein Pseudonominal drauf. Die Motive könnten schlimmer nicht sein. Viele bedienen kindliches Gemüt. Hin und wieder komme ich mir vor als würden die Sammler ihre Spielecke im Kinderzimmer mit Münzmotive nachbilden. Ich prophezeihe euch: Irgendwann kommt noch eine Piratin die in einem Star-Wars-Raumschiff mit nacktem Busen um den Sternenzerstörer fliegt. Und auf der Rückseite natürlich ein Wappen mit Äffchen und Tigern.
Interessantes aus Zeitgeschichte und Kultur vermisse ich. Aber ich würde das eh nicht kaufen. Ich besitze nur ein paar Unzen Sammler-/Semibullionmünzen mit echtem Aufschlag. Der Rest ist reines Horten von Metall.

Schade, dass in Deutschland die Barren so illiquide sind. Ich hab heute erst wieder zusammen mit meinem Mann den Full Stack des „International Stacker“ auf YouTube angesehen. Wahnsinn! Mit Ausnahme des gegossenen Silbers und so mancher Piratenmedaille wäre das genau „mein Stack“. Historisches Allerlei und unglaubliche Mengen an Barren.

https://youtu.be/XnJndnQpdoE

LG
smilie_01

2310geli
5 Unzen Mitglied
Beiträge: 55
Registriert: 15.11.2017, 23:46

Re: verabschiedet man sich vom reinen Bullion?

Beitragvon 2310geli » 29.06.2020, 21:30

Es gibt viele Anlagemöglichkeiten, aber manche Sachen gehen halt nicht.
Immobilien sind halt sehr teuer.
Snikers, Wein, Zigarren usw. wird ganz schwierig.
Oldtimer sind auch nicht günstig und man braucht das nötige Kleingeld.
Wälder, wer will schon Arbeit kaufen.
u.v.m.
Ich selbst habe eine breite Streuung in meiner Anlage.
Daher kaufe ich auch mal mehr von Bullion EM.
Auch mit dem Aspekt mal was zu verkaufen wenn die Preise steigen.
Deshalb fühle ich mich nicht als Spekulant.
Wenn nan Gewinne mitnimmt dann muss man auch mal in seine Bestände schauen. Da schwirrt wahrscheinlich auch mal was rum dass man teurer eingekauft hat.
Die Gewinne kann man ja dann wieder in EM umsetzen.
Gold gekauft....Gewinne mitgenommen.
Dafür dann Silber eingekauft.
Da das gleiche Spiel dann andersrum.
Aber nur mit dem EM dass man im Überhang kauft.
Deswegen kaufe ich weiterhin Bullion EM.
Vielleicht ist es ja so wie mit allem.
Früher jat man Schlaghosen angezogen bis sie nicht mehr modern gewesen sind.
20 Jahre später waren sie wieder modern.
Schöne Grüße
2310geli
----------------------------------------------------
* 100% erfolgreiche Transaktionen


Zurück zu „Silber und Gold allgemein / aktuelles“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: ninteno und 6 Gäste