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Spiegel: "Was Gold als Geldanlage taugt"

Allgemeine Diskussionen zu Silber, Gold und Edelmetallen, sowie die Entwicklung des Gold- und Silberkurs.

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silberschatzimsee
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Spiegel: "Was Gold als Geldanlage taugt"

Beitragvon silberschatzimsee » 05.01.2019, 20:40

Hier mal wieder ein Artikel von den Schmierfinken der Erziehungspresse und Fake-News-Schleuder Nummer 1.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 46444.html
Milchflecken sind das neueste Sicherheitsfeature bei der RCM

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IrresDing
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon IrresDing » 05.01.2019, 21:19

Wieso?

Das ist eine Kolumne. Eine Kolumne ist ein Meinungsbeitrag eines Journalisten. Um welche Kolumne kann man sich nicht streiten?

Diese finde ich sogar sehr gelungen. Tenhagens Meinung kenne ich und ich schätze sie. Inhaltlich kann man sich um Details streiten. Aber er hat Recht: Gold ist unter Renditeaspekten ein totes Investment. Wenn man das möchte und das das Ziel ist? Dann ist es doch prima. Es ist eine Frage der persönlichen Gewichtung der Vor- und Nachteile. Während ein Tenhagen zu diesem Schluss kommt, kommst du und ich eben zu einem anderen Schluss.

Es war noch nie gut sich nur mit dem zu umgeben, das einem sowieso zusagt. Wer meint er lese eine Kolumne und erfreue sich einer reinen tief recherchierten Tatsachenberichterstattung, der hat noch vieles vieles in der Welt der Medien zu lernen.

Viel schlimmer finde ich diejenigen die auf Youtube dem Volk weiß machen, dass sie mit ein paar Unzen Gold bald ganze Straßenzüge kaufen können und ihr eigenes Gewicht in Silber für die große Hungersnot bereit legen müssen. Die soll der Blitz beim Scheißen treffen. smilie_11
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Grandmaster
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Grandmaster » 05.01.2019, 21:47

IrresDing hat geschrieben:Viel schlimmer finde ich diejenigen die auf Youtube dem Volk weiß machen, dass sie mit ein paar Unzen Gold bald ganze Straßenzüge kaufen können und ihr eigenes Gewicht in Silber für die große Hungersnot bereit legen müssen. Die soll der Blitz beim Scheißen treffen.

Von dem berüchtigten Professor B. habe ich auf YT schon lange nichts mehr gehört. Ich glaube, der ist nicht mehr aktiv, was wahrscheinlich auch besser so ist.

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Ric III
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Ric III » 05.01.2019, 21:50

Die Tube + Erziehungsjournalismus?

Da gibt es was aus dem Hause Wolfsfeld:

https://www.youtube.com/watch?v=xfbSHI1YGrM

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lifesgood
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon lifesgood » 05.01.2019, 21:58

Nun, der Tenhagen ist bekanntermaßen kein Freund des Goldes.

Dafür spricht auch seine Argumentation, dass er immer die Spannen vom Hoch bis zum nächsten Hoch wählt.

Ich kann mit Kursen grundsätzlich alles belegen, ich muss nur den Zeitraum so wählen, dass er zu meiner Meinung paßt.

Ich wills mal an einem Beispiel demonstrieren: Wer im Jahr 1999 zu bei einem DAX-Stand von 6.200 - 7.500 Punkten Aktien gekauft hatte, hat eine deutlich schlechtere Performance, als derjenige, der zur selben Zeit Gold bei einem Spotpreis zwischen 240 und 290 € pro Unze gekauft hat.

Und schon erscheint das Investment Gold gar nicht mehr so tot, wie der Tenhagen das darstellt ;)

Betrachtet man den DAX so, wie der Tenhagen Gold, nimmt also die Hochs so mußte derjenige, der 1999 am Hoch gekauft hatte bis 2008 warten, bis er seine Einstandskurs wieder sah und dann wieder bis 2014 bis er nachhaltig überschritten wurde.

Aber man sollte auch die Zyklen nicht unterschätzen. Es gibt Zyklen für Aktien und es gibt Zyklen für Rohstoffe und Edelmetalle. Aus der Tatsache, dass in der jüngeren Vergangenheit (das Jahr 2018 blendet Tenhagen ja auch aus in seiner Betrachtung) Aktien besser performt haben als Gold, zu schließen, dass dies nun für immer und ewig so bleibt, halte ich für einen fatalen Fehler.

2018 hat Gold in Euro 3,05% Plus gemacht, der DAX ist um rund 18% gefallen.

Die Wahrheit liegt immer in der Mitte.

lifesgood

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amabhuku
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon amabhuku » 05.01.2019, 22:24

MODERIERT - Bitte auf Wortwahl und Nettiquette achten!

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Sapnovela
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Sapnovela » 05.01.2019, 22:24

Wer wie Tenhagen schreibt "Gold können Sie zwar mitnehmen, aber nicht essen." kann ich nicht ernst nehmen. Kann er Euro-Zettel essen (mit Ketchup vielleicht...) oder Aktien. So ein Idioten-Pseudo-"Argument"... smilie_05

Der Nutzen von Gold im Portfolio liegt in der geringen Korrelation zu anderen Wertanlagen, hier anschaulich:
A.JPG


Das führt zu einer geringeren Varianz, sprich das Gesamtportfolio ist nicht so starken Änderungen ausgesetzt.

Wer ein bisschen damit rumspielen will:
https://www.portfoliovisualizer.com/
https://www.portfoliovisualizer.com/optimize-portfolio

Oder hier lesen
http://www.wikiwand.com/de/Portfoliothe ... _Portfolio

Man darf nicht vergessen, dass Tenhagen ein Lohnschreiber ist. Schön beschrieben hier:
https://www.versicherungsbote.de/id/482 ... s-fairrde/

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IrresDing
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon IrresDing » 05.01.2019, 22:54

amabhuku hat geschrieben:Tenhagen ist eine von den Systemmedien ausgehaltene Maulhure.
Könnte sich auch als Irres Ding ausgeben, fiele gar nicht auf.
smilie_02


Ich bin also auf einer Stufe mit einer Maulhure? Na danke, Amabhuku. smilie_14 Aus deinem Mund nehme ich das als Lob auf. Ich kenn ja deinen Hang dazu Menschen nach billigen Klischees zu beurteilen. Das liegt dir als Demagoge vom rechten Rand auch sehr nahe.
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amabhuku
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon amabhuku » 05.01.2019, 23:08

Keine Ahnung.
Dir mangelt es nur etwas am Verstehen geringfügig komplexerer Zusammenhänge.
Bist du Emily Howard? Gibs zu.
:mrgreen:

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Der Telefonmann
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Der Telefonmann » 06.01.2019, 00:49

Als hirnfreier Demagoge vom rechten Tellerrand würde ich mal gerne eine bescheidene Frage an das versammelte Fachspezialpersonal stellen:

Die Gewichtseinheit eines Edelmetalls (z.B. Gold oder Silber) ist ja schon ein paar Tage lang eine genau definierte Einheit und die Wertentwicklung dadurch leicht zu vergleichen.

Ich habe gehört, dass sich Aktienindizes (z.B. Dax oder Dow) ständig verändern, da in Ihnen ja nur gewisse Aktien zusammengefasst werden (z.B. die 30 wertvollsten Aktiengesellschaften eines Landes). Auf irgendeiner Verschwörerhomepage habe ich von Fälle gelesen, wo vom Austausch einer schwachen Aktiengesellschaft durch eine Bessere in einen Indizes berichtet wurde. Auf dieser Homepage habe ich auch gelesen, dass auch Aktiengesellschaften komplett vom Bildschirm verschwinden können ( ich glaube dieser Autor war ein Hr. Lehmann).

Meine Frage lautet daher:

Hat der Spiegelautor bei seinem Vergleich zwischen der Goldpreis- und der Indizesentwicklung diese unverschämte Verschwörungstheorie berücksichtigt?

Und meine Folgefrage könnte lauten:

Sollte die Antwort mit „Nein“ zu beantworten sein, könnte dies ein bewußter Versuch von Idiotenfang der „Ich schreibe nicht die Wahrheit“-Presse (Nazifreie Bezeichnung) sein?


Es grüßt ein minderbemittelter Hörermann smilie_24 smilie_57 smilie_55


P.S. Vielen Dank für Eure ernsten Antworten. smilie_14

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IrresDing
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon IrresDing » 06.01.2019, 01:12

Hallo Telefonmann,

dass Firmen im Dax ausgetauscht werden ist nichts Neues. Das weißt du auch. Und was hat das nun damit zu tun? Der alte Wert fliegt raus, der neue kommt dazu. Ein replizierender ETF macht dann ein Reballance und passt sich den neuen Gegebenheiten an. Die Häufigkeit kommt auf den Index und dessen Anzahl der Werte und Regeln an.

Eine Auswirkung auf die Höhe des Index hat dies i.d.R. bei vorhandener Indexgewichtung nicht. Es wird beim Dax nach dem Laspeyres-Verfahren bzw. ~Index vorgegangen. Anders der Dow. Damit ist der Dax zu seinen jeweiligen Ständen sehr gut vergleichbar und bereitstehend als Performance- und auch als Kursindex sehr gut heran zu nehmen.

Schön dir helfen zu können. Deine Frage ist daher leider am Ziel vorbei. Der Markt ist abbildbar. Entweder über entsprechende ETFs oder beim Dax sogar einer Art der eigenen Pseudo-Nachbildung, da es nur 30 Werte sind.

Du musst doch bei einer umfassenden Edelmetall-Anlage theoretisch auch immer mal wieder nachjustieren. Die Ratios zwischen den 4 häufigen Metallen bleiben doch nun wahrlich auch nicht konstant. In der Theorie. Macht man maximal alle paar Jahre mal. Dein Tracking-Error wäre damit sogar wesentlich höher. Aber nochmal, alles graue Theorie. Sollte eigentlich keinen hinterm Kamin vor locken.

LG

@amabhuku: Während ich versuche etwas substanziell zum Thema bei zu tragen lese ich von dir eigentlich immer nur billige Anfeindungen. Es war jetzt lange Zeit lustig mit dir als Klassenclown... Lass dir mal was neues einfallen.
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Ric III
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Ric III » 06.01.2019, 01:28

IrresDing hat geschrieben: Der Markt ist abbildbar.


Seine Historie ist -mit obendrein nicht geringer Unschärfe- darstellbar.

Mehr nicht.

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IrresDing
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon IrresDing » 06.01.2019, 01:32

Was immer du auch damit meinst. Ein Tracking-Error ist bei keiner Anlage zu vermeiden. Bei Edelmetallen vermutlich um Potenzen höher. (Anm.: Darstellbar ist der Dax30 sogar fast auf den Tick genau. Abbildbar ists schon schwerer. Aber das ist alles läppisch im Vergleich zur physischen Edelmetallanlage die ein riesiges Loch an Tracking-Error bedeutet. Das nur am Rande.)

Warum der Markt in Form des Dax30 in der Vergangenheit darstellbar war dies aber nicht für die Zukunft gelten soll, das würde mich echt interessieren? Dass der Dax30 morgen mit mathematischen Verfahren nicht mehr berechnet werden kann (tritt eine Singularität ein oder was?) ist in etwa so wahrscheinlich, wie dass man morgen Gold in der handelsüblichen Microwelle herstellen kann.

Oder was ist an n+1 nun aus logischer Sicht nicht glaubhaft, wenn du hier wohl eine vollständige Induktion forderst?

LG
Zuletzt geändert von IrresDing am 06.01.2019, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon Ric III » 06.01.2019, 01:49

Sofern sich aus der Singularität keine Glaskugel manifestiert wird auch Morgen oder Übermorgen immer wieder nur eine Historie darstellbar sein.

Frielich bleibt ebenso eine relotiusähnliche (Grüße an die Kopfzeile des Fadens) Imagination.

Ich schmeiß mit derweil ein wenig keynsianisches Popcorn in besagte Welle.

Ist so herrlich nährstoffarm und wird dennoch von (den) Vielen wiedergekäut.

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Re: Erziehungsjournalismus

Beitragvon IrresDing » 06.01.2019, 01:54

Ok, so machts keinen Sinn.

RicIII, schön, dass wir immer nur die Vergangenheit beim Dax30 darstellen können. (Wer hätte das gedacht?)

Anscheinend muss das dann ja beim Goldpreis anders sein? Bitte, nenne mir den Goldpreis in kg für die nächsten 5 Jahre in monatlichen Schritten. Anscheinend soll das funktionieren?
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