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Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Allgemeine Diskussionen zu Silber, Gold und Edelmetallen, sowie die Entwicklung des Gold- und Silberkurs.

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JSBroker
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon JSBroker » 14.08.2017, 20:52

haehnchen03 hat geschrieben:Wir hatten vor wenigen Jahren Preise von um die 30€/oz. Da wurde auch gekauft.
Warum lassen es die größten Abzocker der Finazwelt zu, dass der Silberpreis soweit fällt.
Warum bleibt der Silberpreis solange soweit unten.


Weil es entgegen der allgemeinen Vermutung auch für "die größten Abzocker" und Großinvestoren nicht so einfach ist wie man immer meint, einfach mal so auf die schnelle den Silberpreis massiv zu manipulieren. Bis zu einem gewissen Grad sicher aber in dem Maße ist das auf Dauer schlichtweg nicht möglich.

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Maplesammler
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Maplesammler » 15.08.2017, 10:54

haehnchen03 hat geschrieben:Wir hatten vor wenigen Jahren Preise von um die 30€/oz. Da wurde auch gekauft.
Warum lassen es die größten Abzocker der Finazwelt zu, dass der Silberpreis soweit fällt.


Du vergisst das auch am fallenden Silberpreis verdient wird. Es ist immer schwer sich vom physischen Silber zu trennen und auf das Papier zu schauen. Aber nur dort wird der Preis gemacht.

Und zum Silber Defizit, hier sieht man mal wieder schön wie schwer es ist wenn sich mal jemand eine Meinung gebildet hat sich von dieser wieder zu lösen und einfach zuzugeben es gibt genug Silber für alle.
Wenn sich mal jemand eingelesen hat und überzeugt wurde es gibt ein Defizit wird das gegen alle Argumente verteidigt.
Und dabei ist es doch nur einen Frage der Statistik, ich brauche gar keine Lagerbestände ich kann mir die Statistik doch immer so drehen wie ich will. Also z.B.: Ich erfasse in der Statistik die Förderung, das Recycling, die Bestellungen und Auslieferungen von Silber, lasse aber die Stornierungen weg. Jetzt bestellt jemand 1 000 000 Unzen und storniert diese dann wieder..... und schon komme ich auf ein nicht vorhandenes Defizit.
Nur mal so als Beispiel, die Big Player haben da bestimmt noch ganz andere Sachen auf Lager.
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. (Winston Churchill)

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Bumerang » 15.08.2017, 17:15

Maplesammler hat geschrieben:
haehnchen03 hat geschrieben:Wir hatten vor wenigen Jahren Preise von um die 30€/oz. Da wurde auch gekauft.
Warum lassen es die größten Abzocker der Finazwelt zu, dass der Silberpreis soweit fällt.


Du vergisst das auch am fallenden Silberpreis verdient wird. Es ist immer schwer sich vom physischen Silber zu trennen und auf das Papier zu schauen. Aber nur dort wird der Preis gemacht.

Und zum Silber Defizit, hier sieht man mal wieder schön wie schwer es ist wenn sich mal jemand eine Meinung gebildet hat sich von dieser wieder zu lösen und einfach zuzugeben es gibt genug Silber für alle.
Wenn sich mal jemand eingelesen hat und überzeugt wurde es gibt ein Defizit wird das gegen alle Argumente verteidigt.


Zunächst einmal halten wir fest, dass der Preis am Papiermarkt gemacht wird.

Hier wurde die Definition festgelegt, ein "strukturelles Defizit" würde bestehen, wenn die physikalische Nachfrage die Produktion übersteigt. Meinetwegen, Definitionen müssen nicht diskutiert werden.

Fällt Euch was auf?

Der Preis für das Metall wird am Papiermarkt gemacht, der Defizit wird aber, nach der obigen Definition, am Metallmarkt gemessen.

Das ist in meinen Augen nicht kongruent. Wenn der Papiermarkt so stark ist, dass er den Preis bestimmt, kann doch nicht der winzige physikalische Markt für ein Defizit oder Überschuss ausschlaggebend sein! So viel zur akademischen Betrachtung der Definition.

Ich lasse mal den Begriff strukturell weg und sage, wir haben ein Defizit im Gesamtmarkt (Papier und Metall), weil die Papiernachfrage niemals befriedigt werden kann, auch nicht anteilig.

Wir können nun darüber sinnieren, warum es trotzdem genug Metall gibt, was zweifelsohne richtig ist.

Wenn wir Silber als Rohstoff betrachten, finden wir schnell eine Erklärung. Es wird auf Termin verkauft, gehedged, spekuliert, etc, also wird das Papier im großen und ganzen keinen großen Einfluss haben.
Für Öl, Kupfer etc, absolut plausibel, weil Rohstoffe ausschließlich von der Wirtschaft nachgefragt werden!

Man kann berechnen wie die Konjunktur läuft bzw laufen wird, wie sich die nachfrage vermutlich entwickelt, wie die Lagerkosten sind etc und so einen Preis vorhersehen und dabei verdienen.
Wie sind da die Schwankungen? Naja, je nachdem, ich sag mal zwischen 10% und 50%, großzügig gerechnet.

Wie ist die Silbernachfrage? Völlig anders.

Wenn die privaten Investoren glauben, dass inflationsbedingt oder durch Knappheit im Markt der Preis anziehen wird, rennen alle und kaufen! Die Schwankung der Investitionsnachfrage kann also mehrere 100% ausmachen, im physikalischen Markt wohlgemerkt! Wenn dazu nur noch ein Bruchteil der Papiermarktteilnehmer auf Auslieferung bestehen, wird man das Defizit sehen.

Dadurch, dass am Papiermarkt der Preis bestimmt wird, ist es auch nicht irrelevant (wie weiter oben in etwa sugeriert), wenn ein Papiermarktteilnehmer pleite geht, weil er seine Verpflichtungen nicht honorieren kann, und maximal seinen Kontrahenten schädigt. Im Gegenteil, die Signalwirkung ist verheerend.

Das hat weniger mit dem Silber (oder Gold) zu tun, sondern mit dem Fiat! Die Nachfrage nach gutem Geld ist unbegrenzt. Damit ist die Fiatnachfrage nach Gold und Silber unbegrenzt, wenn es zu einer Krise oder nur starken Inflation kommen wird.

Solange man die physikalische Nachfrage befriedigen kann, sieht es so aus, als wäre die Welt i.O.
Gruß

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon amabhuku » 15.08.2017, 19:15

Katz hat geschrieben:ich laß mich auch schon 10Jahre von der Silber mafia verarschen smilie_11
früher erzählte man mir 2020 gibt es kein Silber mehr smilie_14
und heute kann ich noch kaufen was ich will und andere wie JPM soviel sie wollen smilie_09
Silberdefizit sehen wir mal wenn es jeder haben will,warum dann auch immer smilie_02
Trotzdem sehe ich am anderen ende des Tunnels Licht Silber Inflationsbereinigt auf min.175 smilie_14


Ist schon 2020 vorbei? smilie_08
Mein Gott wie die Zeit vergeht....

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Bumerang » 15.08.2017, 19:59

smilie_11 smilie_01
Gruß

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon redtshirt » 15.08.2017, 20:12

Wenn jeder mit seinen Derivaten auf Auslieferung besteht, dann ... . Wenn alle Menschen gleichzeitig die Klospülung benutzen oder den Herd einschalten wird es auch dunkel. Wie wahrscheinlich ist so ein Szenario und wie lange dauert es an? Das kann keiner sagen.
Keiner kennt die Verteilung der Papiere aller Banken in ihren Bedingungen. Es gibt gedeckte, teilgedeckte, ... . Viele Papiere sehen gar keine Lieferung vor sondern nur eine Auszahlung. Auch hier bekommt jeder das Papier was er will. Kauft er teilgedeckt und merkt im WorstCase Szenario Mist ich bekomm nur 10%, dann ist das sein Problem. Wie überall. Wer komplett gedeckt handelt und auf Auslieferung vertraut, der benötigt zur anderen Partei Vertrauen. Hat er es nicht sollte er vom Partner Abstand nehmen. Wie bei allen anderen Geschäften auch. Vorher lesen macht klug. Wenn ich kurzfristig Derivate trade, dann sehen 95% gar keine Lieferung vor, sondern nur eine Auszahlung.
Ich kenne nicht alle Derivate, aber wenn 100mal mehr Derivate als Silber existieren (wer immer das auch genau weiß) heißt das nicht das hier überhaupt geliefert werden muss. Somit kennt niemand die Auswirkung auf den physikalischen Markt. Es kann auch das Gegenteil passieren. Wer das genau weiß, hockt garantiert nicht hier im Forum, sondern er weiß wo der Markt an jedem Sabbat steht. Für alle hier reine Spekulation, wie der Tip auf den nächsten Fußballweltmeister.

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Bumerang » 15.08.2017, 22:31

Silber – die ideale Altersvorsorge?

(von Dipl.-Kfm Reinhard Deutsch / Elliot-Waves-Treffen Friedrichroda 2001)

http://www.shc-online.com/lesenswertes/ ... ertes.html
Gruß

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon peter98 » 16.08.2017, 05:35

Bumerang hat geschrieben:Silber – die ideale Altersvorsorge?

(von Dipl.-Kfm Reinhard Deutsch / Elliot-Waves-Treffen Friedrichroda 2001)

http://www.shc-online.com/lesenswertes/ ... ertes.html


interessante Rede (vor allen Dingen der geschichtliche Hintergrund dazu). smilie_01

Anhand der damals 2001 gehaltenen Rede haben sich die Werte für Silber (4,50 USD) und Gold (unter 300 USD) ja deutlich erhöht.
Personen, die damals dem Aufruf gefolgt sind, haben also durchaus eine deutliche Wertsteigerung erfahren.

Fragt sich nur, ob sich seitdem die Erkenntnisse dieser Rede am Markt dahingehend durchgesetzt haben, dass es jetzt deutlich mehr physisches Silber (oder auch Gold) in privater Hand zur Altersabsicherung gibt? smilie_08

Weiter ist als Erkenntnis aus dieser Rede noch zu nehmen, dass der Schwächeanfall des FIAT money anscheinend von vielen Menschen (noch) nicht erkannt wurde bzw. das System des FIAT money trotzdem ganz schön lange aufrecht erhalten werden kann. Immerhin sind seitdem fast 16 Jahre vergangen.

Mittlerweile sollte aber einem einigermaßen zu dieser Thematik Interessierten klar sein, dass die Schuldenblase einiger Staaten nicht unendlich lange fortgeführt werden kann.

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Bumerang » 16.08.2017, 12:58

peter98 hat geschrieben:Weiter ist als Erkenntnis aus dieser Rede noch zu nehmen, dass der Schwächeanfall des FIAT money anscheinend von vielen Menschen (noch) nicht erkannt wurde bzw. das System des FIAT money trotzdem ganz schön lange aufrecht erhalten werden kann. Immerhin sind seitdem fast 16 Jahre vergangen.

Mittlerweile sollte aber einem einigermaßen zu dieser Thematik Interessierten klar sein, dass die Schuldenblase einiger Staaten nicht unendlich lange fortgeführt werden kann.


Die Kunst - die von der Branche perfekt beherrscht wird - ist, Verbindlichkeiten in die Zunft zu schieben und die Auswirkungen erst später erkennbar zu machen.

Das perfekte Beispiel dazu, ist die klassische Lebensversicherung.

Wer 1990 als 20-jähriger eine KLV mit 30 Jahre Laufzeit mit der Ablaufsumme von 150.000 DM abgeschlossen hat, fühlte sich damals in Sicherheit. Für den Preis hat man damals eine 3ZKB Neubau in einer mittleren Stadt bekommen. Oder 3 Mercedes E-Klasse.

Falls diese Versicherung die versprochene Summe auszahlen wird, was inzwischen so gut wie ausgeschlossen werden kann, bekommt in 3 Jahren der dann 50-jähriger 75.000€. Damit kann man heute schon in einer Mittleren Stadt noch nicht einmal eine 1ZKB kaufen oder maximal eine E-Klasse mit Vollausstattung.

30 Jahre lang hat der aber, insbesondere am Anfang, gute Kaufkraft dafür hergegeben. Inflationsbereinigt ein dickes Minusgeschäft.

Wenn er schlau ist, und das Problem erkennt, gibt er seine Erfahrung an seine Kinder weiter, vorausgesetzt, sie hören auf ihn.

Schaue Dir die heutigen jugendlichen an! Sieht es so aus, als würden sie "checken, was läuft"? Falls Sie überhaupt noch genug verdienen um sparen zu können.

Aber auch die Älteren, die mit Kohle auf dem Konto, wiegen sich noch in Sicherheit, weil alles was man sonst mit dem Geld machen kann, ist so riskant. Dass man an der Börse sich die Finger verbrennt, haben sie mit der Telekom Aktie erfahren. Gold und Silber sind ja auch so stark gefallen. Wen interessiert heute noch, dass sie mal 30% des heutigen Wertes gekostet haben??

Naja. Die Blase wird sicher platzen, wenn sich die Big Boys untereinander nicht mehr einig sind. Ich sehe bereits Anzeichen dafür. Spätestens wenn die Zahl der Rentner steigt und die der Arbeitnehmer im Keller angekommen ist.

Aller spätestens wenn die 69-ger in (früh) Rente gehen (müssen), wird es passieren, Also in ca 10 bis 12 Jahren. Vermutlich aber deutlich früher.
Gruß

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peter98
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon peter98 » 16.08.2017, 13:45

Bumerang hat geschrieben:
Die Kunst - die von der Branche perfekt beherrscht wird - ist, Verbindlichkeiten in die Zunft zu schieben und die Auswirkungen erst später erkennbar zu machen.



Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

Die Verschleierungstaktik funktioniert in der Tat noch sehr gut.
Es werden die meisten im Glauben belassen bzw sogar noch gestärkt, dass ihre Vorsorge für das Alter mit all dem Zusatzkram ausreichend ist.
Einigen dämmert es zwar, dass der Bezug einer Rente langsam knapp werden könnte, aber man hat ja noch eine Riester-Rente oder evtl. sogar noch eine Betriebsrente.
Aber wie Du am Beispiel der Lebensversicherung schön dargestellt hast, werden diese Zahlungen bis zum Renteneintritt in den nächsten 10 bis 20 Jahren weiter entwertet sein und es kann mit diesen Beträgen relativ sicher nur ein sehr bescheidener Lebensstil geführt werden.
Es geht ja jetzt schon einigen älteren Mitbürgern so, dass sie von ihrere Rente kaum leben können.
Wahrscheinlich verschließen einfach noch zu viele die Augen vor dieser unliebsamen Erkenntnis.

Im einigen Ländern wird das Volk dumm gehalten, um nicht aufzubegehren.

In Deutschland haben die meisten Menschen das Wissen um finanzielle Dinge auch nicht gerade mit dem Löffel gefressen.

Deswegen rumort es wohl auch noch nicht so richtig und es reichen weiterhin die (leeren) Versprechungen entsprechender Institutionen.

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon libelle » 16.08.2017, 22:48

peter98 hat geschrieben:In Deutschland haben die meisten Menschen das Wissen um finanzielle Dinge auch nicht gerade mit dem Löffel gefressen.



Ich denke mal, dass es sich hier im wesentlichen um mangelndes Interesse handelt.
In der Schule zeigte sich ja schon, wie wenig Mitschüler sich wirklich für Zahlen begeistern können.
Leider! :|

Natürlich profitieren die Banken und Versicherungen davon.
Aber auch wir ziehen ja unseren Nutzen daraus und sammeln so weiter günstig die Silbertaler ein.

Selbst bei den Banken und den Versicherungen verstehen viele Mitarbeiter/in nicht wirklich die Produkte
die sie verkaufen.

Es ist schon ein Kreuz, aber was will man machen? Wir können es diesen Menschen ja auch nicht einprügeln.

Frank the tank
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Frank the tank » 17.08.2017, 09:18

Ich wollte noch einmal auf das Silberdefizit kommen:
Ich denke, dass alles vorhandene Papiersilber nie ausbezahlt wird. Sei es, wie oben geschrieben teilgedeckt oder sonst was ....
Kein Papiersilberdealer wird seinen Kunden das Silber je auszahlen, da werden schon Winkelzüge gefunden um das zu vermeiden.
Warum, weil es nicht physisch vorhanden ist. Deshalb, alles im Finanzsystem beruht auf Vertauen. Vertrauen ins Fiat-Geld, in Lebensversicherungen usw.
Man denke nur an den § 89 VAG bei LV`s!
Das Papiersilber ist einzig und allein zum zocken da, hat mit der Realwirtschaft nicht die Bohne zu tun.
NmM.

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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Bumerang » 18.08.2017, 10:03

Frank the tank hat geschrieben: Deshalb, alles im Finanzsystem beruht auf Vertauen. ...
Das Papiersilber ist einzig und allein zum zocken da, hat mit der Realwirtschaft nicht die Bohne zu tun.
NmM.


Mit der Realwirtschaft hat es dann zu tun, wenn man seine KLV oder sein Silberzertifikat nicht mehr ausgezahlt bekommt! Das ist für die Betroffenen sowas von real, glaube es mir :wink:.

Vertrauen ist in diesem Kontext ein wenig irreführend. Ich kann einem Menschen vertrauen, nicht aber einem Finanzprodukt, oder gar einem Finanzsystem. Schon gar nicht wenn die Schwächen mehr als sichtbar sind.

Aber wie heißt es so schön? Jeder ist seines Glückes Schmied, Dummheit kostet Geld, etc. etc. ...
Gruß

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Katz
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon Katz » 13.09.2017, 21:27

Zudem wurden in der ersten Jahreshälfte 2017 12.320 Kontrakte ausgeliefert (entspricht 38 Tonnen), d. h. gerade einmal 0,038% aller zwischen Januar und Juni gehandelten Futures smilie_11 smilie_12
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zwergensilber
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Re: Gibt es wirklich ein "Strukturelles Silberdefizit" ?

Beitragvon zwergensilber » 13.09.2017, 22:39

Zur Ausgangsfrage, ich hatte hier im Forum schon mehrmals gefragt, wie das "Silberdefizit" geschlossen wird. Konnte mir niemand beantworten. Dieses Mehr an Verwendung als Herkunft, wie es der Silver Survey herausstellt, ist evt ein Lagerabbau in den Minen, bei den Händlern (?) Keine Ahnung, was sie damit meinen.


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